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Haben wir selbst hier nicht genug Wasser?

Es gibt doch tatsächlich ein hier in Deutschland verkauftes Mineralwasser, das auf Fidschi gezapft und in Flaschen gefüllt und dann die ganzen 16.172 km (direkte Luftlinie) nach Hamm in das Regal des Getränke-Marktes um die Ecke transportiert wird!

Ich bin ja beim besten Willen keiner dieser Hardcore-Ökos, sondern lebe auch in viel zu vielen Momenten in meinem Leben ohne Rücksicht auf diesen Planeten… aber wenn ich sowas im Regal stehen sehe, dann dreht sich sogar mir der Magen um.

Ich dachte ja erst, es würde sich um einen bloßen Markennamen handeln. Immerhin kommen diverse Energydrinks auch nicht von „Roten Bullen“ oder von „Fliegenden Pferden“ und auch bei „Zigeuner Soße“ bin ich mir ziemlich sicher, dass dafür keine Zigeuner unnötig leiden mussten.  Daher war ich zuerst der Meinung, dass es sich eben nur um einen exotischen Namen handelt, aber nein, das Wasser ist wirklich da unten im Süd-Pazifik gezapft und dann nach Hamm (und wer weiß sonst noch wohin in der Welt) gekarrt worden.

Was für ein Unfug! Was bitte macht das denn für einen Sinn das Zeug einmal um den halben Planeten zu schippern?

Das muss ja ein bombastisches Wunder-Wasser sein!

Wenn ich davon auch nur einen Schluck trinke, muss ich morgen wieder Haare auf dem Kopf und 30kg Gewicht verloren haben oder es bleibt einfach dabei, dass es absolut nicht sinnvoll ist, Wasser mit soviel Aufwand durch die Welt zu schicken.

Bisher waren die Nordsee-Krabben (die man nur zum schälen nach Nordafrika schickt um die geschälten Krabben in Europa dann wieder zu verkaufen) mein persönliches Parade-Beispiel für solchen Unsinn, aber dieses Wasser toppt das noch.

Auch wenn der Hersteller Wohltat und Wohlgeschmack mit diesem Wasser verspricht … es ist nur Wasser.

Das macht doch echt keinen Sinn.
Kann man sein Geld nicht anders verdienen?

Finden und suchen

Dieses Wochenende steht ganz im Zeichen des Findens, so mein Eindruck.

Gestern, fanden wir trotz Navi fast den Weg hinein nach Selm nicht (dauernd war irgendwas gesperrt…), aber weil wir dann gemeinschaftlich ein Schild (absichtlich?) nicht gesehen haben, kamen wir dann doch irgendwann an.

Später, beim Einkaufen fürs Wochenende, fanden wir einen Schlüssel vor dem Supermarkt und haben ihn dort am Info-Schalter abgegeben und heute fand ich im örtlichen Einkaufscenter eine Geldbörse, die ich ebenfalls beim Info-Schalter der Einkaufscenters abgegeben habe.

Scheint wohl so, als sei mein Karma derzeit aufs Finden ausgerichtet… wäre nur ganz praktisch, wenn dabei auch ein wenig Selbstfindung dabei wäre, denn davon kann man ja bekanntlich nie genug haben. Bisher scheint es sich aber auf rein materielle Dinge zu beschränken.

Nicht einmal meine heutige Fahrradtour durch den schönen nordrhein-westfälischen Nieselregen heute hat mir da geholfen… dabei sollen Widrigkeiten solcher Art, die Überwindung erfordern, doch gut sein um Selbsterkenntnis zu erlangen – so zumindest wurde mir das heute morgen in der amerikanischen Doku, die ich auf Netflix gesehen habe, verkündet.

Jedenfalls bin ich genau so unwissend zurückgekommen wie ich gestartet bin. Nur die Reflektion war besser (leider eben nur die optische Reflektion, aber nicht die Selbstreflektion), weil ich bei der Tour heute meine neue regenfeste Fahrrad-Kluft ausprobiert habe, die ich mich mir bei Jack Wulfskin geleistet habe (40% reduziert, das musste man ausnutzen).

Na, wenn jedenfalls einer von euch aktuell was verloren hat (ich meine etwas Materielles und nicht sowas wie den Verstand oder den Glauben an das Gute im Menschen), dann meldet euch bei mir, denn aktuell taucht in meiner Sphäre wohl so manches wieder auf.

Vielleicht sollte ich diese Vibes ausnutzen und mal mit der Schaufel losziehen um den Goldschatz zu finden, den die Zwerge am Ende des Regenbogens vergraben haben oder vielleicht so manch anderen versteckten Schatz… könnte ich gut gebrauchen zur Zeit.

Wenigstens habe ich mit dem Bild von dem Schüssel einmal in die örtliche Spotted-Gruppe geschafft (da kann man normalerweise Leute suchen, die einem aufgefallen sind… obwohl ich das in vielen Fällen eher für zweifelhaft halte, <a href=“http://ich-blogge.de/lokale-gruppen-in-facebook-sinn-und-unsinn“>wie ich schon einmal gebloggt habe</a>)…. auch wenn ich selbst mich dort als Finder reingesetzt habe, denn ansonsten fragt nach mir in solchen Gruppen längst niemand mehr.

Den Rhein wieder rauf… (eine traurige Reise)

Stuttgart, Mannheim, Mainz, Koblenz, Bonn, Köln….. ich nähere mich wieder meiner Wahlheimat. Im Moment befahre ich in einem Zug der Bahn die Hohenzollernbrücke mit ihren vielen Liebesschlössern links und rechts an den Zäunen.

Ich komme (wie sich der eingefleischte Leser meines Blogs sicher denken kann) einmal mehr aus meiner süddeutschen ehemaligen Heimat zurück, wo ich mir für zwei kurze Tage aufgehalten habe. Der Anlass hierfür war einer der sehr traurigen Sorte, denn meine Oma starb vor wenigen Tagen und nun galt es für mich natürlich auch als eine persönliche Ehrensache der Beerdigung beizuwohnen.

Gestern nun fand die Beerdigung statt und obwohl ich eigentlich niemals (außer denn ich alleine bin) irgendwelche Gefühle von Traurigkeit zeige, fiel es mir zeitweise doch ziemlich schwer, dies auch dort so beizubehalten. Dabei fällt mir das wohl auch deshalb leichter, weil meine Sicht von Werden und Vergehen eine andere ist, als man das hier landläufig hat (ich schrieb dazu bereits am Todestag meiner Oma etwas in diesem Blog).

Doch auch die Familie und Verwandtschaft war relativ gefasst. Dies liegt sicher zu einem Teil auch daran, wie friedlich und ohne Leiden und nicht ganz unerwartet meine Oma aus dem Leben schied. Viel mehr möchte ich aber auch nicht darüber schreiben, denn ich finde, dass der Blog eine falsche Plattform für solche doch recht persönlichen Dinge ist – selbst für einen persönlichen Blog trifft das zu.

Meinen größten Respekt hat sich meine Schwester verdient, denn die hat vor einiger Zeit verwirklicht, was ich lange schon einmal angedacht aber nie umgesetzt hatte… und nun war es zu spät für mich. Ich wollte schon lange einmal die Oma vor einer laufenden Kamera interviewen und sie nach ihren Jugenderinnerungen und lustigen Familienanekdoten befragen, denn dies sollte mit dem Tod meiner Oma (aus damaliger Sicht) irgendwann nicht verloren gehen. Doch umgesetzt hatte ich das leider nie. Umso dankbarer bin ich meiner Schwester, dass sie das vor einiger Zeit mal auf eigene Regie (wenn auch technisch natürlich nicht ganz so perfekt wie mit meiner Hardware) erledigt hat.

Was dabei herausgekommen ist sind ca. 40-50 Minuten als Videoclip, auf denen meine Oma von früher erzählt und wie ihr Alltag und das Familienleben vor ca. 90 Jahren so ausgehen hat.

Die ersten 20 Minuten haben wir uns gestern Abend nach der Beerdigung bereits angeschaut. Ein Wort ist mir dabei besonders im Gedächtnis und es passt zu dem Nachruf den ich vor einigen Tagen für meine Oma hier im Blog hinterlassen habe, so sehr, dass es einfach komplett die positive Meinung bestätigt, die ich von meiner Oma hatte…

Auf die Frage meiner Schwester hin: „Welchen Rat oder welche Empfehlung würdest Du aus deiner Erfahrung heraus anderen Familien/Sippen geben?“ und Omas allererste Antwort bestand aus einem wichtigen Wort: „Zusammenhalten.“

Genau das ist es, was meine Sippe nämlich lebt und worauf man (s)ich immer und alle Zeit verlassen kann und was diese Familie so einzigartig macht. Auch wenn ich über 500km entfernt von allen wohne, weiß ich doch, dass im wirklichen Notfall ein Anruf von mir reicht und mindestens ein halbes Dutzend nahe Verwandte sitzen quasi sofort im Auto oder Zug und sind auf dem Weg zu mir oder holen mich zur Not auch vom Ende der Welt ab. In meiner eigenen Familie (also Eltern, Geschwister, Schwager) ist das natürlich umso selbstverständlicher… und ich denke alle wissen, dass das im umgekehrten Notfall für mich natürlich ebenso selbstverständlich ist.

Und selbstverständlich ist das für uns, weil es ebenso selbstverständlich für meine Oma war immer für alle da zu sein. Und so lebt sehr viel von ihr weiter, auch wenn sie nicht mehr da ist.

Morgen obliegt es mir noch ein paar Bilder der letzten Tage zu bearbeiten, denn es war gewünscht, dass ich vom Grab noch Aufnahmen mache. Leicht fällt mir das trotz der eigenen Inneren Klarheit zu Tod und Sterben nicht gerade, aber Fotos vom Grab sind auch eine Form der Trauerarbeit und der Bewältigung und deshalb stelle ich die natürlich auch den Verwandten zur Verfügung – gerade für diejenigen auch, die leider nicht persönlich anwesend sein konnten. So wird mich das Thema also auch am Sonntag noch etwas beschäftigen, bevor mich die Arbeit und der Alltag am Montag dann wieder haben wird.

Meine Freundin blieb die Tage über in NRW, denn ich wollte sie eigentlich nicht dabei haben. Sie hat meine Verwandtschaft schon einmal besucht und als wirklich sympathische Sippe kennengelernt und diesen Eindruck wollte ich jetzt nicht ändern, denn wenn es darum geht, sich von einem geliebten Menschen zu verabschieden, dann hat man auch einfach nicht immer die Zeit und die Aufmerksamkeit sich um Andere zu kümmern – trotz aller guten Eigenschaften mit denen meine Sippe wirklich trumpfen kann. Da wir dieses Jahr wohl noch einmal im Sommer gen Süden fahren, besteht dann für meine Freundin wieder Gelegenheit mitzukommen… und dies dann für einen richtigen Urlaub im angenehmen Sinne und nicht für einen traurigen Anlass.

Eben passiere ich Duisburg, was bedeutet, das Ende einer weiteren langen Zugreise ist nun abzusehen und in circa einer Stunde bin ich dann auch zuhause… wo mich dann erst einmal der samstagliche Einkauf erwartet, den man beim Supermarkt um die Ecke zum Glück noch bis 22 Uhr unternehmen kann.

Den Abend werde ich ruhig verbringen und die dutzenden Mails checken, die mich erreicht haben und die natürlich unerledigt blieben. Im Forum sollte ich auch mal reinschauen und natürlich werde ich mich dann auch wieder um Fotoangelegenheiten kümmern, die ich vor einigen Tagen per öffentlicher Mitteilung auf meiner Fotografen-Fanpage offiziell für kurze Zeit ausgesetzt habe.

Mehr als ein Dutzend Shooting-Anfragen liegen noch von der letzten Aktion als „offen“ markiert auf meinem Schreibtisch ohne fest vereinbarten Termin. Dabei wollte ich dieses Jahr doch eher weniger als mehr Shootings machen, sondern mich eher auf ganz besondere Projekte konzentrieren… aber diesmal waren eben auch Bewerberinnen dabei, die ich unmöglich ablehnen konnte.

Ach ja… den Blogtext muss ich natürlich auch noch hochladen. Es wäre höchst witzlos das hier einfach nur im Notebook gespeichert zu lassen.

Das Auspacken aber werde ich wohl heimlich erledigen, denn meine Mutter hat, lieb wie sie ist, für meine Freundin etwas gekocht, wonach sie seit ihrem ersten Besuch in Süddeutschland verrückt ist. Das will ich heimlich in den Kühlschrank packen und da wir gleich vom Einkaufen zurück sein werden, wird meine Freundin nicht umhin kommen im Kühlschrank eine freudige Entdeckung zu machen… ich glaube, für den Rest des Wochenendes brauch ich mich nicht mehr anstrengen etwas Großartiges zu kochen, weil die Ernährung meiner Freundin dann quasi schon feststehen dürfte… (grins).

Was ich ganz dringend machen muss, ist mal wieder den Kontakt zu ein paar Leuten mehr zu pflegen. Da war ich etwas nachlässig im letzten Jahr und die Fotografie ist zwar eine Erklärung aber keinesfalls eine Entschuldigung dafür – erst recht nicht, wenn es sich um liebe Menschen wie z.B. auch Exfreundinnen handelt mit denen ich noch im guten Kontakt stehe. Da habe ich mich doch als ziemlich unzuverlässig erwiesen und das ist eigentlich sonst gar nicht meine Art.

Vielleicht organisiere ich auch wieder ein Foto-Event der Community in diesem Jahr. Nachdem in den letzten zwei Jahren (seit ich die Organisation der regelmäßigen Bochumer Usertreffen aufgrund fortwährend unzuverlässiger Anmeldungen eingestellt habe) hat sich trotz anfänglichem großen Bedauern und diverser Absichtserklärungen meiner Kenntnis nach noch nicht selbst organisiert das vergleichbar mit den früheren regelmäßigen Usertreffen wäre. Daher kümmere ich mich vielleicht zur Abwechslung mal um ein Foto-Event an passender Location evtl. mit ein oder zwei von mir noch zusätzlich organisierten externen und guten Fotografen.

Ach Du je…. meine Freundin hat mich beim Instagram mit der Anzahl der Abonennten aber schon meilenweit abgehängt, wie ich das eben sehe. Da werde ich also auch wieder einiges tun müssen…. und so häuft sich schon wieder die Liste der Dinge, die eigentlich zu erledigen sind.

Am besten ich beende hier meinen Blogeintrag, bevor die Liste noch länger und obendrein noch öffentlich bekannt wird, so dass ihr mich womöglich zum Ende des Jahres an der Erledigung all dieser Punkte messen könnt…

… oder meine Freundin im Dezember 2015 mit noch viel mehr Abonennten (als ich sie habe) mit einem breiten Grinsen vor mir steht. 🙂