Ritörn off se Weffzg

Kaum zu glauben wer heute wieder da war, kaum dass ich am späten Nachmittag zuhause war und mit meiner Freundin am Tisch saß… ihr ahnt es sicher schon, meine Besucherin von gestern: die Wespe… und zwar sicher die gleiche wie gestern, denn die flog ganz zielgerichtet die Fensterbank an und dort knapp über ihr schwebend herum. Offensichtlich suchte sie den Zuckerteller von gestern, der inzwischen natürlich nicht mehr dort stand.

Na… dann wollten wir man nicht so sein und haben – wenn sie schon so treu ist – ihr etwas Zuckeriges zum Naschen hingestellt.

Wespenmahlzeit II.

Wespenmahlzeit II.

Aber diesmal war ich neugierig, was sie bevorzugen würde. Die Billig-Erdbeer-Marmelade (die sie gestern schon hatte) oder Honigwasser… und wie ihr sehen könnt war Honig-Wasser Trumpf.

Vielleicht sollte man ihr mal sagen, dass sie da gerade Bienenkotze frisst.

Ich bin mal gespannt, ob sie morgen wieder da ist. Im Moment scheint Schicht zu sein, denn vorhin hat es geregnet und jetzt wird es langsam dämmerig… da hat sie vielleicht schon keine Starterlaubnis mehr bekommen. 🙂

Achso, falls ihr (dialekttechnisch weniger Beglückte) euch fragt, was eine „Weffzg“ ist, so ist die Erklärung einfach: so nennt man in weiten Teilen meiner Heimat diesen stacheltragenden Hautflügler… oder anders gesagt: „Des Deng uff sellem Foddo, des isch a Weffzg!

Leider habe ich im Youtube keinen schwäbsich-sprachigen Clip zum Thema Weffzga g’fonda.. äh.. gefunden, aber wenigstens doch einen wörtlichen Beleg in einer Fasnets-Tradition (in weniger zivilisierten Ländern kennt man es auch als „Karneval“), die sich „Guggamusik“ nennt. Da wenigstens hab ich eine Guggemusik gefunden, die sich „D‘ Wefzga“ nennt (also „Die Wespen“).

Oh, nein… ihr habt keine Wespe im Ohr, das MUSS so leicht neben der Spur klingen, denn das IST das zentrale Element von Guggamusik und es ist ein Heidenspass, wenn sich an Fasnet dazu viele Bands einfinden, die gegeneinander um die Wette spielen. Sowas findet man im (in dieser Hinsicht) eher langweiligen Ruhrpott eben nicht.

Aber für sooo tiefe Einblicke in die Perlen schwäbischer-alemannischer Fasnacht ist noch Zeit wenn ihr hier wieder mit eurem seltsamen militaristischen „Wolle mer se reilasse???“ anfangt… 🙂

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