Ha… Ha… U.S.A.

„Nichts ist weiter entfernt von den Tatsachen“ war die Aussage des CIA Chefs noch vor einigen wenigen Monaten, als er danach befragt wurde, ob Amerikas geheime Dienste auch die eigenen Politiker (insbesondere jene, die den Geheimdiensten auf die Finger schauen sollen) überwachen würde…

Da sieht man mal wieder, dass dieses Land seinen Titel als „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ zu Recht trägt, denn wie es sich nun herausgestellt hat ist es tatsächlich so, dass die CIA die Senatoren überwacht hat, die eigentlich die Tätigkeiten des CIA überwachen bzw. prüfen sollten. So schnell kann sich eben in den Staaten etwas, das weeeeeit entfernt von allen Tatsächlichkeiten ist, zum bitteren Fakt werden.

Gott schütze Amerika!

Vielleicht tut es den Herrschaften da drüben ganz gut, wenn man dem doch eher auf Innenpolitik (und weniger auf Außenpolitik) fokussierten Durchschnitts-Ami auch im eigenen Lande zeigt, wie maßlos sich ihre Nachrichtendienste inzwischen in eine eigene Welt verwandelt haben, die niemand mehr kennt und keiner mehr unter Kontrolle hat.

Sicher, Geheimdienstarbeit muss sein. Es ist einfach notwendig und ein Land, das sich so gewaltig einmischt, sollte auch einen guten Geheimdienst haben, denn es macht sich mit seiner Einmischung nicht nur Freunde. Wenn sich aber diese Dienste so sehr verselbständigen, dass sie nur noch für sich selbst arbeiten und sammeln und keiner mehr die Kontrolle zu haben scheint, dann wird es Zeit sich über den Sinn dieser Tätigkeiten Gedanken zu machen.

Ich persönlich habe auch gar nichts dagegen, dass CIA und NSA und wer auch immer sich z.B. auch in deutschen Netzen umhorchen. Man darf nicht vergessen: ein Teil der Terroristen, denen wir den 11. September zu verdanken haben, studierten und lebten zuvor unerkannt und unverdächtigt in Deutschland. Das ist ein durchaus nachvollziehbarer Grund, wieso man sich auch als Ami in good old germany ruhig umhören darf.

Allerdings sehe ich Begründungen wie „Deutschland hat sich nicht immer als zuverlässiger Partner erwiesen“ eher skeptisch, denn damit meint die USA nichts anderes, als dass wir nicht bereit waren sie bei jedem ihrer völkerrechtlich mehr als fragwürdigen Angriffskriege (sie nennen es den „Kampf gegen den Terror“) voll zu unterstützen. Das ist doch eine eher schale Begründung die eher nach „wer nicht für mich ist, ist wider mich“ und eher nach patzigem Kleinkind, als nach einer Politik klingt, die einer Supermacht zugemutet werden dürfte.

Jetzt hat man also auch die eigenen Politiker im Visier. Vielleicht gar nicht so schlecht….

Denn außer für negative Schlagzeilen scheint der Geheimdienst der USA auch für nicht viel anderes gut zu sein, bedenkt man zum Beispiel wie lange sich ein Bin Laden erfolgreich vor dem riesigen Machtapparat verstecken konnte… da hat es wohl auch wenig gebracht das Handy von Bundesmutti anzuzapfen. 😉


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