Zuviel Hirn…

„Zuviel Hirn“, so lautet meine recht einfache Diagnose in Bezug auf die Erfahrungen, die ich am vergangenen Samstag beim Japan-Tag in Düsseldorf gemacht habe.

Eines vorweg: zum Japan-Tag selbst werde ich noch in den nächsten Tagen einen Bericht schreiben.

Meine Erfahrung bezieht sich darauf, dass es unerwartet heiß und sonnig war. Ich hingegen war mit meiner frisch nass-rasierten Kopfhaarpracht denkbar schlecht auf solches Sonnenwetter eingerichtet… zumal es sich um den ersten wirklichen Sonnentag handelte, den ich vermutlich fast komplett im Freien verbringen sollte. Diese Einsicht wuchs mir jedoch erst in Düsseldorf inmitten der Menschenmenge am Rheinufer aus der Großhirnrinde.

Natürlich habe ich eine Mütze! Eine tolle sogar… bzw.. naja… „toll“ ist sicher was anderes, aber im Gegensatz zu 99% aller anderer ziviler Kopfbedeckungen kotz ich nicht gleich den Spiegel voll, wenn ich bemützt vor ihn trete. De facto passen mir eigentlich nur militärische Schnitte. In diesem Fall ist der Schnitt fast schon die Form der klassischen deutschen Feldmütze ähnlich, jedoch ist die Mütze (natürlich) und schwarz gefärbt… ist doch klar!

Was natürlich auch klar ist, dass die Mütze gut und sicher zuhause in der untersten Schublade in der linken Kleiderschrankhälfte lag…

Also musste ich wohl oder übel mit meiner Freundin losziehen und mir eine schnelle Ersatzmütze kaufen. Immerhin war Samstag und wir waren in der Landeshauptstadt von NRW… da wird es doch noch zwei oder drei Läden geben, die passende Mützen haben.

So gingen wir zuerst zu Titus, denn den Laden hatte ich keine Stunde vorher schon heimgesucht wegen eines Artikels, den sie aber leider nicht vorrätig hatten. Mützen hatten sie vorrätig, aber allesamt waren dermaßen übelst auf Hopper-Style getrimmt, dass ich sofort wieder aus dem Laden bin. Nun… um es kurz zu machen: wir waren danach noch in mindestens 3 Läden inkl. einer Jack Wolfskin Filiale – nur um in jedem Laden festzustellen, dass man heutzutage wohl nur mit Mützen in Kindergröße Umsatz machen will.

Obwohl ich bei Jack Wolfskin zuerst wirklich in der Kinderabteilung war und von einer freundlichen Verkäuferin in die Männer-Abteilung umgeleitet wurde, musste ich auch dort alle Hoffnung fahren lassen, denn ich durfte feststellen, dass die „One Size“ Mützen sich von den Kindergrößen nicht großartig unterschieden. Also entweder haben alle, die dort einkaufen, kein Hirn und deshalb keinen Bedarf an einem großem Kopfumfang… oder ich muss mir mal ernsthaft Gedanken um meine Proportionen machen (ich meine nicht nur um die Hüfte rum).

Eine ähnliche Erfahrung habe ich auch in allen anderen Läden gemacht: Entweder 100% Hopper oder viel zu klein.

Meine Freundin war es dann, die noch eine Mütze gefunden hat, die doch tatsächlich noch eben so passte und in der ich nicht aussah, als würde ich Drogen verkaufen oder später noch im lauten Cabrio durch die Stadt cruisen. Farblich hat sie sogar zu meinen Klamotten gepasst und auch wenn sie schon etwas zu spät kam (der Sonnenbrand hatte es sich schon auf meinen Kopf leicht gemütlich gemacht), hat sie mir dennoch den Tag erleichtert… bzw. das, was von dem Tag noch übrig war… denn nach der Mütze sind wir noch in ein Burger Restaurant gegangen (war gar nicht schlecht dort, auch wenn ich der Preise wegen nicht häufig dort essen würde) und bis wir dann wieder am Rheinufer waren, da war es schon quasi früher Abend.

Wer hätte gedacht, dass es so ein Problem ist, eine Mütze zu finden, die auf dem asmodäischen Kopf Platz hat.

Ganz offensichtlich – so flüstert mir mein Ego ins Ohr – hab ich einfach zuviel Hirn…. 😀


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