Shooting… Köln… Event… Hochzeit.

Au weia…

Eigentlich gibt es Shootings bzw. Engagements, die ich nicht annehme. Dazu gehören zum Beispiel Shootings mit Kindern und Tieren, aber auch sämtliche Arten von Event-Shootings, wie zum Beispiel Konzerte, Feiern, Begräbnisse (ja, auch darum wurde ich schon gebeten) und ganz besonders Hochzeiten.

Außerdem nehme ich normalerweise keine Aufträge entgegen, wenn die Location weiter entfernt ist. Der Grund hierfür ist, dass es meine eiserne Regel ist für ein Shooting oder allgemein für meine fotografischen Dienste kein Geld zu verlangen. Daher muss ich natürlich auch die Kosten im Auge behalten.

Aber wenn mich ein guter Freund (der mir selbst schon in den letzten Jahren oftmals EDV-technisch wirklich viel geholfen hat) fragt, ob ich eine Hochzeit von guten Freunden in Köln fotografieren könnte, dann wäre es auch falsch abzulehnen – finde ich zumindest.

Dennoch ergeben sich dabei 2-3 Problemchen, an die ich schon lange vorher gedacht und auch mit meinem Mentor einmal besprochen habe.

Hochzeitsfotografie ist etwas völlig anderes als „normale“ Fotografie. Man muss völlig andere Dinge beachten, an die man zuerst nicht denkt.

Es geht schon los mit der entsprechenden Hardware.

Es wäre fatal zu so einem Termin nur mit einer Ausrüstung anzureisen, denn wenn man ausgerechnet mitten im feierlichsten Moment merkt, dass die Kamera nicht mehr funktioniert oder das Objektiv einen Schaden genommen hat oder was weiß ich… dann kann man schlecht zum Standesbeamten und der versammelten Festgemeinde sagen: „Wartet mal ein oder zwei Stunden, bis ich mir kurz für Euro 1.000,- + X einen Ersatz im nächsten Elektronikfachmarkt gekauft habe und wieder zurück bin….„.

Ein Hochzeitsfotograf muss – zumindest verstehe so die Professionalität darin – mindestens mit einem redudanten Set anreisen, so dass er ohne Probleme auf eine andere Hardware ausweichen kann, damit kein Moment dieses wichtigsten aller Tage im Leben eines Paares verloren geht.

Da haben wir schon Punkt 1 der „Warum das der böööse Asmodeus nicht machen sollte“ – Liste.

Desweiteren sollte ein Hochzeitsfotograf über eine gewisse Erfahrung verfügen, denn im Gegensatz zu den Shootings, wie ich sie sonst habe, kann ich schlecht zu Standesbeamten sagen: „Hey! Du da mit der Urkunde! Stell dich mal weiter links und dreh dich mal ein wenig mit der Hüfte seitlich, damit sie nicht so breit wirkt“ oder „Der Trauzeuge könnte auch mal sein Kinn etwas vorstrecken, damit das Doppelkinn darunter verschwindet…“ … es ist schwer Menschen in spontanen Situationen gut abzubilden, denn je mehr man eigentlich nur nach guten Schnappschüssen jagt, umso mehr entfernt man sich meiner Meinung nach vom „Fotografen“ und gelangt immer mehr zum „Knipser“.

Das bereitet mir doch einige Magenschmerzen, muss ich ehrlich sagen…. aber bis August ist auch noch etwas Zeit. Ich werde wohl sicherheitshalber mal meinen Mentor konsultieren…. dennoch hab ich ziemlichen Bammel das irgendwie nicht so gut zu machen, dass ich zufrieden bin. Naja, aber so wirklich 100% war ich bisher eh nie zufrieden – irgendwas findet man immer, das nicht passt.

Dass die Hochzeit auf einem Rheindampfer stattfindet, was eigentlich auch noch für andere Platzverhältnisse sorgt als es bei einer Hochzeit auf der grünen Wiese wäre, ist bei all diesen Dingen schon fast ein nebensächlicher Gedanke…

Hmmm…. ich werde das noch etwas vor mir herwälzen… wie das immer so ist, wenn ich mich auf was Neues einlassen soll.


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