Photoshop und Cloud und sonst noch

Ich gestehe, ich bin auch bisher nie so richtig mit Photoshop warm geworden… auch wenn es inzwischen und allgemein die fast einzige Methode ist Bilder zu bearbeiten und dabei noch einigermaßen ernst genommen zu werden.

Früher jedoch habe ich jahrelang mit Photopaint von Corel gearbeitet und war damit eigentlich ziemlich glücklich… doch von dieser Software hört man ebenso wenig wie man noch brauchbare Tutorials in Youtube findet. Es stimmt schon: um Photoshop kommt man quasi nicht mehr herum.

Dabei war es mir schon immer etwas wie böhmische Dörfer vorgekommen wieso man Ebenen mal z.B. „Negativ Multiplizieren“ muss oder anderes Zeugs… sicher, wenn es im Handbuch als Anleitung stand oder im Tutorial so gemacht wurde, dann hab ich es eben so nachvollzogen… aber der funktionelle und tiefe Sinn hinter Dingen wie „Hochpass“ oder „Negativ Multiplizieren“ oder dem Begriff „Bikubisch“ blieb mir verborgen. Dementsprechend selten nutze ich auch Photoshop… gerade mal um wirklich notwendige Korrekturen zu machen  (dabei halte ich mich eigentlich immer an der Regel „Weniger ist mehr“ fest, denn ein Foto soll ein Foto bleiben).

Fast 100% aller anderen Arbeiten erledige ich im Lightroom, das wirklich eine sinnvolle und in ihren Funktionen auch nachvollziehbare Software ist. Nur die Korrektur-Funktionen sind (auch in der aktuellen Version 5) einfach nicht so besonders.

Den derzeitigen Hype um die neue „Cloud“ von Adobe verstehe ich auch nicht. Sicher, es macht für Professionelle Fotografen oder Medienleute, die mehrere Adobe Produkte nutzen, durchaus Sinn sich dort anzumelden. Jedoch kenne ich eine ganze Reihe von Hobby-Fotografen, die gerade einmal Photoshop haben und sich (nicht über die Studentenversion) in der Cloud angemeldet haben… finanziell totaler Unsinn, wenn man nichts anderes brauch als Lightroom oder Photoshop…. und dafür zahl ich dann über 700 Euro im Jahr?

Gut, da bin ich ich lieber der total unhippe Langweiler und gestehe öffentlich: „Ja, ich bin nicht in der Cloud und ich traue mich dennoch meine Kamera weiter zu benutzen!“

Wenn eine neue Version von Lightroom rauskommt, dann kauf ich mir die…. FALLS ich der Meinung bin, ich kann das, was darin neu ist, auch wirklich gebrauchen. Das kostet mich dann irgendwas zwischen 100-130 Euro…. sofern Adobe nicht komplett auf Clouding umschwenkt… eine Möglichkeit, die ich gar nicht so weit hergeholt finde.

Mit ein wenig Schmunzeln habe ich gestern mit einem Hobbyfotografen gechattet, der mir unter die Nase gehalten hat, dass er (dank seines vor Eintritt in die Cloud genutzten Programmes) nur 36 Euro im Monat zahlt… ich frage mich dabei, ob er gelesen hat, dass da „pro Monat“ und „für das erste Jahr“ steht… der wird sich wundern, wenn er nächstes Jahr die Wahl hat entweder monatlich fast das doppelte zu zahlen oder bei Austritt aus der Cloud auf seine tollen Programme zu verzichten und plötzlich wieder dort zu stehen, wo er (software- und versionstechnisch) vor Eintritt in die Cloud stand.

Denn das scheinen viele nicht zu bedenken: Man zahlt jeden Monat fleissig… und wenn man einmal nicht mehr zahlt, dann bleibt von all dem Geld nichts (außer meinen Dateien, die ich erstellt habe, aber ohne die Software nicht mehr öffnen kann)… aber meine einmal „richtig“ gekaufte Software, die kann ich weiternutzen solange es mein Betriebssystem gibt.

Daher Cloud, danke nein.


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