Advent, Advent der Quarzsand brennt

Wie es scheint steht Weihnachten 2013 bei mir ganz im Zeichen von Feuer und Flamme…

Seltsam, denn ich dachte immer um Feuer und Flamme ginge es um Pfingsten herum, wenn der Geist Gottes auf die Unwissenden herabkommt und sie praktisch entflammt usw… Nein, nicht Hexenverbrennung usw… die unterhaltsamen Teile der katholischen Lehre sind schon lange aus dem Programm genommen.

Heute geht es eher nur um Sinnbilder in der katholischen Kirche und weil die keiner mehr versteht (z.B. wenn ein Bischof [und damit meine ich noch nicht einmal den Limburger Protzbischof] in einer mehreren tausend Euro teuren Dienstkutte etwas von Bescheidenheit und gottgefälliger Armut redet), sehen die Menschen auch keinen Sinn mehr in solchen Stellvertretern Gottes und kommen zum Schluss, dass sie keine solchen Vertreter zwischen sich und Gott brauchen und treten aus der Kirche aus.

Ja, so ein Mist… ich hab noch nicht einmal richtig mit meinem heutigen Thema begonnen und schon schweife ich ab… also „back to topic“, wie man so schön neudeutsch sagt.

Nun, „Feuer und Flamme“… das ist wirklich MEIN Thema zu Weihnachten 2013.

Nachdem mir am vergangenen Freitag bei der betrieblichen Weihnachtsfeier mein Original-Canon Kameragurt (gar nicht billig das Originalteil!) über einem Teelicht auf dem Tisch entflammt ist (die mir gewogene Stammleserschaft meines Blogs ist hierüber natürlich bestens informiert), hatte ich gestern, am 1. Weihnachtsfeiertag, erneut ein ähnliches Erlebnis.

Der 1. Weihnachtsfeiertag war ein Mittwoch und da mir Weihnachten insgesamt ohnehin unheimlich aufs Gehänge geht (nicht des Anlasses wegen, sondern wegen des Geweses, das alle Welt [die daran verdienen will] daraus macht), war ich recht froh darüber, dass ich dann am Abend wenigstens meine Sendung bei radio.XES machen und mich damit vom Weihnachts-Schnulz ablenken konnte.

Falls ihr es noch nicht wusstet, ihr hört mich immer Mittwochs von 20 Uhr bis 21 Uhr bei radio.XES im Gothic Stream unter dem Sendetitel „SCHALLZENTRALE“ und meinen üblichen Pseudonym „Der böööse Asmodeus“.

Kurz vor der Sendung hatte ich noch ein Shooting, hier in meinem kleinen Heimstudio. Da das Model diesmal teilweise nur mit einem großen Satintuch bekleidet war, habe ich ihr mein Schlafzimmer zum ungestörten Umziehen zur Verfügung gestellt. Für eine bessere Einstimmung auf das Shooting habe ich im Schlafzimmer dann auch ein paar Kerzen aufgestellt.

Eine dieser Kerzen befand sind in einem ca. 40cm hohen Glas, das ich am Boden mit Sand von Restbeständen aus den Zeiten meiner Mongolischen Rennmaus – Haltung aufgefüllt habe. Sinn und Zweck ist, dass das Kerzenwachs sich nicht auf dem Boden, wo es dann nicht mehr entfernt werden kann, sondern im Sand ablagert, der dann einfach mit dem Wachs entsorgt werden könnte.

Leider habe ich in der kurzen Zeitspanne zwischen Shooting und Sendung eher daran gedacht meinen leeren Magen zu füllen, anstatt mich um die Löschung der Kerzen und die Beseitigung des restlichen Shooting-Chaos zu kümmern…. was zum Ende meiner Sendung in einer sehr bösen Überraschung endete.

Mein Schlafzimmer war komplett zugeraucht!

Seltsam auch, dass der Rauchmelder nicht angesprungen ist!?!

Normalerweise gehen die Dinger immer sofort und bei jedem Mist los (z.B. wenn ich koche und das Fenster in der Küche offen habe und der Wasserdampf aus der Küche in die Essecke zieht, wo auch so ein Ding installiert ist). In diesem Fall jedoch war der Rauchmelder schön still geblieben… ich hätte ihn ohnehin zuerst nicht gehört, da ich die Kopfhörer während der Sendung immer auf echt übler Lautstärke getrimmt habe. In dem Fall wäre ich dann wohl auch erst von der von den Nachbarn gerufenen Feuerwehr überrascht worden – wenn sie schon mit gezückter Axt (die zertrümmerte Wohnungstür im Rücken) in meinem Wohnzimmer gestanden wäre.

Nun ja… jedenfalls sammelte sich das geschmolzene Wachs im Chinchilla-Sand (den man auch für Rennmäuse verwendet) und als die Kerze völlig abgebrannt war, brannte der Sand mit dem Wachs auf einer Fläche von ca. 10 Zentimetern im Durchmesser einfach weiter…. natürlich unter beträchtlicher Rauchentwicklung (das Glas ist komplett schwarz) und im Schlafzimmer roch es auch dementsprechend übel… so ähnlich wie verbranntes Plastik.

Ich hab den Ventilator (der mittlerweile zu einem praktischen Utensil in meinem kleinen Foto-Heimstudio wurde) dann für 4 Stunden in maximaler Leistung vor das weit geöffnete Schlafzimmerfenster gestellt und nun, eine Nacht später, ist zum Glück kaum noch etwas zu reichen… abgesehen von einem leicht mineralischen Grundton in der Luft, der aber eigentlich nicht stört.

Mit großen Pupillen oder nur noch der halben Anzahl von Hirnzellen bin ich (vermutlich) heute jedenfalls nicht aufgewacht.

Heute ist ja nun der letzte Weihnachtsfeiertag… und wenn heute nichts weiter in Flammen aufgeht, dann bin ich eigentlich schon glücklich…. vielleicht sollte ich mir lieber eine Pizza liefern anlassen, anstatt mich heute selbst an den Herd oder den Ofen zu stellen…


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