Käsebällchen, Krishna, Sicherheitsnadeln und dumme Sprache

Na sowas, Freunde! Finde ich doch hier, während ich kurz nach dem Aufstehen schon wieder vor dem PC sitze, doch tatsächlich noch drei unvertiglte Mais-Käse-Bällchen in meiner noch immer nicht aufgeräumten und deshalb nach wie vor im Regal stehenden Plastikschüssel… genau das Richtige für mich: Ein Frühstück für Champions!

Dabei sind die besten Mais-Käse-Bällchen, die es jemals gab, einfach nicht mehr zu bekommen. Die besten waren nämlich von der Marke „Charlie“, aber so wirklich RICHTIG gut fand ich sie erst, wenn sie schon einen Tag in der Schüssel lagen und schon Feuchtigkeit aus der Luft aufgenommen hatten… ja, ich weiß… 99,9% der Leute finden das eklig. Na und? Ist doch klasse! Das heißt nämlich, dass ich somit nur noch 0,01% Fressneider hätte und mit denen komm‘ ich dann schon klar.

Leider gibts die Dinger aber nicht mehr zu kaufen. Früher gab es die mal bei REWE, aber jetzt nicht mehr. Die haben nur noch ihre eigene Hausmarke, die ich persönlich zu wenig käsig finde und die auch nicht so schön weich-knusprig sind sondern unangenehm hart-knusprig, was sich bei Dauerkonsum echt unangenehm spürbar macht. Meine Freundin hat sich mal die Mühe gemacht nachzufragen, wieso sie die anderen (grünen) Packungen aus dem Programm genommen haben. Die Antwort lautete sinngemäß, weil da etwas mit den Angaben zu den Inhaltsstoffen nicht gepasst hätte.

„Oho,“, so müsste meine Reaktion eigentlich lauten, „da macht sich ja wirklich mal jemand Gedanken um die Lebensmittelqualität und nicht nur um den Umsatz!“ … aber meine noch etwas lautere und tiefer sitzende Stimme sagt: „Scheiss drauf, die Dinger haben aber geil geschmeckt!“ Nun ja, jedenfalls gibt es die nicht mehr und auch im WWW habe ich dazu keinen Händler mehr gefunden – sonst (das ist ja wohl klar) hätte ich dort eine Kiste voll bestellt.

Auf meinen Magen muss ich so großartig ohnehin nicht achten, denn der verträgt ja wohl einiges. Vor kurzem haben sie mir dort zum Beispiel ein Stück von einer Sicherheitsnadel entfernt. Die hatte sich dort reingebohrt und verursachte mir ein paar Unannehmlichkeiten. Aber wenn es man in die Reihe von Dingen stellt, die ich auch schon einmal verschluckt (oder fast verschluckt) hatte wie z.B: eine Wespe beim Fahrradrennen, eine Reißnagel aus einer Frikadelle oder eine dicke, grün-metallisch schimmernde, ölige Fliege unter dem Pizzaboden festgebacken… dann wundert mich diese neuerliche Episode in meinem Leben eigentlich auch nicht mehr so besonders.

Schlechtes Kharma – könnte man zumindest denken. Ja, wer weiß… der Onkel Doktor meinte jedenfalls sowas könne eher von einem manuellen Lebensmittel kommen, weil die industriell gefertigten Dinge (z.B. Fertigpizzas) am Ende stets durch einen Metalldetektor laufen, um sicher zu sein, dass da keine Teile von den Produktionsmaschinen (Schrauben, Muttern, Messer) darin sind. Vor mehr als einer Woche aß ich zum Beispiel auch ein Fischbrötchen auf dem hiesigen Weihnachtsmarkt und bekam 30 Minuten danach wieder einen Nesselsucht-Anfall… keine schöne Sache und juckt wie der Teufel (und zwar überall… selbst in den Ohren, auf den Augenlidern, zwischen den Zehen…), aber inzwischen habe ich ja für den Notfall dafür vom Doktor einen Tabletten-Mix bekommen.

Und um mein Kharma etwas zu verbessern habe ich mir diese Woche jede Menge Krishna Videos angeschaut. Gut, ich weiß nicht so recht, ob mir das gegen metallische Gegenstände im Magen hilft, aber interessiert hat es mich einfach mal. Hinduismus, Krishna und das ganze Zeuchs ist doch eine interessante Sache. Nur das mit den Vegetarismus, das ist einfach nichts für mich. Ich hab es schon mehrfach versucht, aber das Fleisch lockt eben doch in mehr als nur einer Hinsicht. 🙂 Schöne Lieder haben sie auf alle Fälle… von denen ich zwar kein Wort verstehe, aber sie stimmen mich zumindest ziemlich positiv. Zum Einschlafen taugt das Zeuchs auch sehr gut, aber das gilt ja auch für viele Hindu-Mantras… vor allem wenn sie von Hein Braat gesungen werden… das schlägt in der Einschlafszeit-Hitparade sogar die sonst von mir (so gut wie jeden Abend verwendete) Quanten-Doku mit Ami Goswani.

Die Doku mag ich ist. Erstens ist sie sehr beruhigend in der Tonart und zweitens ist es irgendwie ein beruhigender Gedanke, dass gar nicht alles so scheisse ist, wie ich es wahrnehme…. es ist nur die für mich ausgesuchte Möglichkeit… also eine von vielen… und da tut es mir gut zu wissen, dass es auch möglich ist, dass irgendwo ein echt toll aussehender böööser Asmodeus gerade ebenfalls in sein Bett geht…. aber in seiner Luxusvilla, nachdem er eben noch einmal mit seinem Investmentbänker telefoniert hat (der mitgeteilt hat, wie viele Millionen der andere böööse Asmodeus heute reicher wurde)…. dieser andere böööse Asmodeus schnuckelt sich jetzt an zwei seiner acht Lieblingsfrauen und hat vielleicht als letzten Gedanken noch, ob er morgen lieber in die Schweiz zum Skifahren fliegt oder doch lieber den Wochenanfang mit Shopping in Paris verbringen soll.

Ok, ich muss morgen zur Arbeit… aber das ist eben nur die für mich ausgesuchte Möglichkeit…. der andere böööse Asmodeus, der von Quanten vielleicht noch weniger weiß als ich, der hat es eben doch besser – aber nur noch so lange, bis ich dahinter gekommen bin, wie ich mir eine Realität aussuchen kann, die MIR passt. Jawoll! 🙂

Würde ich mir eine eigene Realität aussuchen, dann wäre in dieser Realität das Wort des Jahres auch nicht „GroKo“… so ein Scheiss. Wenn ich das dumme Wort auch nur im TV höre, wechsle ich inzwischen schon den Sender. Ich fand Protzbischoff oder Ausländer-Maut oder jede Menge anderer Vorschläge viel besser als diesen Kandidaten. Für mich wirkt das eher, als hätten da die Lobbyisten von CDU und SPD ein wenig Lust im Volk auf vier weitere Jahre voller fauler Kompromisse machen wollen.

GroKo ist ScheiSpra!  (Scheiss-Sprache)

So, Freundin ist wach… jetzt gibts Frühstück… oder eigentlich für mich Brunch… nach den Mais-Käse-Bällchen. 🙂

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