Der Franzose

Au Backe, ich komm doch eh nicht so gut mit Männern zurecht und dann auch noch ein Franzose… na, das kann was werden 🙂

Bald habe ich Besuch, Freunde… naja – eigentlich nicht ich, sondern jemand anderes hier in meiner Stadt, aber da kann der Franzose nicht übernachten… und deshalb hat er mich via Couchsurfing gefragt, ob er bei mir fünf Nächte schlafen kann.

Das ist natürlich völlig legitim, immerhin habe ich doch mein Gästezimmer auch als Übernachtungsmöglichkeit in Couchsurfing angeboten… aber irgendwie nicht bedacht, dass sich daraufhin auch mal Kerle melden.

Nicht dass ich irgendwelches privates Interesse an rein weiblichen Couchsurfern hätte (sowas in der Community nicht üblich und würde auch gar nicht gut ankommen), aber ich komm privat mit Männern einfach nicht besonders gut aus und da das schon seit meiner Kindheit so ist, ist also schon genug Zeit vergangen um das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen zu können.

Ich hätte auch so schlau sein können und mein Couchsurfing-Profil auf den richtigen Stand bringen können….. aber darauf muss mich natürlich ausgerechnet meine Freundin (die nicht einmal bei Couchsurfing Mitglied ist) hinweisen, dass man im Couchsurfing angeben kann, ob man beiderlei oder nur ein bestimmtes Geschlecht als Übernachtungsgast aufnimmt… da wollte ich jetzt eine so freundliche Anfrage, wie Die aus Frankreich, auch nicht einfach mit typisch deutscher Kaltschnäuzigkeit ablehnen.

Mit den Franzosen darf ich es mir doch nicht verderben, denn eigentlich will ich seit 2-3 Jahren selber mal nach Frankreich via Couchsurfing um mir die Historischen Schlachtfelder anzuschauen. Ich hab inzwischen soviel darüber gelesen und gesehen, dass ich mir einfach selbst einen Eindruck machen will… und das am besten mit einem Orts- und Sprachkundigen und für sowas bietet sich Couchsurfing eben auch an (sofern der Host Zeit für sowas hat).

So hab ich eben zugesagt und bin gespannt was mich da erwartet.

Meine Freundin scheint damit gut klar zu kommen, obwohl sie dafür am Wochenende ihr Zimmer (das nannte ich früher „Gästezimmer“, bevor es Tradition wurde, dass sie jedes Wochenende dort einzieht) räumen muss. Ich bin ja schon froh, dass sie am Wochenende ebenfalls hier sein und ich somit Freitag bis Sonntag nicht allein sein werde. 🙂

Es werden jedenfalls ein paar interessante Tage werden, wobei mein Couchsurfer wohl nur den kleinsten Teil des Tages hier sein wird, da er ja eigentlich hier Verwandte besucht. Daher werden sich die Erwartungen an mich in meiner Funktion als Host wohl eher weniger auf eine freizeitgestalterische Funktion legen… zumal ich an den meisten Tagen tagsüber ohnehin auf der Arbeit bin, ist mir das auch ganz recht. Immerhin hätte ich gerade einmal am Wochenende Zeit mich wirklich tagesfüllend um meinen Gast zu kümmern.

Naja… dann einfach mal abwarten. Couchanfragen hier in meiner Stadt (die ungefähr so anziehend und interessant ist, wie der berühmte Sack Mehl, der umfällt) sind eben doch selten. Da sollte man vielleicht jede Chance für neue Gelegenheiten (Couchsurfing-Erfahrungen zu machen) nutzen. Aber trotz des leicht unsicheren Bauchgefühls weiß ich doch irgendwie tief in mir drinnen, dass ich nach den 5 Tagen wohl froh sein werde mich für eine Zusage entschieden zu haben.

Und zu all dem fällt mir auch ein passender Soundtrack ein… 🙂


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