Konstanz ade

Eigentlich wollte ich, bevor ich wieder nach Hause fahre, auch noch Konstanz am Bodensee besuchen und dort ein paar alten erinnerungsgeladenen Orten einen Besuch abstatten, so wie ich das bereits in den letzten Tagen an vielen Orten im Wilden Süden getan habe. Doch nachdem ich gestern aus Ulm zurückgekommen bin und mich innerlich schon wieder auf die lange Fahrt nach NRW vorbereite, habe ich nun wirklich keine Lust mehr noch zusätzlich 2 Stunden (einfache Strecke) zum Bodensee zu fahren.

Dabei weiß ich jetzt schon, dass ich es bedauern werde… denn bisher habe ich den Besuch meiner Lieblingsplätze (vor allem in Stuttgart, wo sich leider nur wahnsinnig viel seither verändert hat) sehr genossen.

Mit dem Bodensee verbinde ich sehr schöne aber auch teilweise tragische Erinnerungen, leider ist der Kontakt zu den Leuten dort auch völlig abgebrochen. Ich habe in den letzten  Monaten natürlich mal geschaut, ob ich noch jemand aus der Zeit im WWW ausfindig machen kann, was aber nicht von Erfolg gekrönt war. Andererseits wäre es auch eine leichte Übung für die Leute von dort mit mir Kontakt aufzunehmen, haben sie doch nach wie vor meine alte Adresse (von wo aus Post an mich weitergeleitet werden würde) und außerdem bin ich (dank meiner vielen Webseiten) im WWW sicher auch nicht schwer zu finden… daher habe ich die Suche dann auch bald abgebrochen, denn ich denke: hätten die Leute von damals noch Interesse an einem gelegentlichen Kontakt, hätten sie sich über die Jahre hinweg bestimmt selbst schon einmal gemeldet.

Vielleicht verschlägt es mich in den nächsten Jahren zufällig mal so weit in den Süden… oder ich spare mir diesen Ausflug für den nächsten längeren Besuch im Stammesgebiet auf.

Abgesehen also vom Schwäbischen Meer habe ich nun wirklich so gut wie alles gesehen, was ich mir noch einmal anschauen wollte. Lediglich das Limes Museum habe ich ausgerechnet am Ruhetag heimsuchen wollen… aber das war kein wichtiger Programmpunkt, wuchs ich doch schon von Kinder- und Schulzeit mit dem Limes (der hier nur einen kleinen Fußmarsch südlich von meinem Heimatdorf entlang führt und uns freie Germanen vom Joch des römischen Imperialismus trennte… LOL) und allerlei Informationen dazu auf.

Somit bin ich schon wieder am Sachen packen und bereite mich quasi damit schon auf meine Heimfahrt vor.

Nur eines ist mir in den letzten Tagen erschreckend aufgefallen: mit fällt es schon jetzt (nach ein paar Tagen Süddeutschland) schon wieder schwerer in anständigem Hochdeutsch zu reden. Ich habe zwar auch bei den letzten Besuchen bemerkt, dass ich hier unten bei meinen Besuchen viel breiteres Schwäbisch schwätz als ich das früher getan habe (vermutlich will mein Sprachzentrum die seltene Gelegenheit sich auszutoben so richtig ausnutzen), doch dass ich jetzt (wie gestern im Gespräch mit einem Polizisten, nachdem mir Splitter einer über mir zerplatzten Fensterscheibe auf den Kopf gefallen sind) schon echt Probleme habe wieder in Hochdeutsch zu sprechen, das macht schon etwas Angst.

Naja…. wenn’s ett goht, müssads mai Arbeitskollega dia nexscht Dag den Dreck ebba ausbada…… 🙂


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