Das Warten

Also ich weiß nicht, aber irgendwie finde ich die Zeit, die zwischen Weihnachten und Neujahr liegt, noch viel ätzender als ich Weihnachten ohnehin schon ätzend finde.

Nach den Feiertagen hat man nicht mehr allzu viel zu tun, selbst wenn man (wie ich) keinen Urlaub und noch zwei Tage zu arbeiten hat. Aber im eigenen Inneren verbringe ich die Zeit eigentlich nur mit Warten darauf, dass das neue Jahr losgeht und wieder ein regulärer Wechsel zwischen Arbeitstagen und Wochenenden stattfindet.

Dabei habe ich eigentlich auch privat gerade wirklich viel zu tun.

Die Steuer klopft schon schriftlich an die Türe und da muss ich nun endlich mal Zahlen liefern und für meine Internetprojekte habe ich mir bis zum 01.01.2013 auch furchtbar viel vorgenommen. Einen Teil habe ich zwar schon erledigt, aber durch die Stippvisite, die ich über die Weihnachtstage bei meiner Sippe abgeleistet hatte, ist eben auch schon wieder einiges in Verzug geraten, so dass ich im Zeitplan gerade gewaltig hinterher hänge.

Irgendwie waren die letzten Tage auch ganz allgemein reichlich unorganisiert und unproduktiv.

Das ging schon mit der Fahrt zu meiner Sippe los… ich wohne am Stadtrand und noch niemals hatte ich von dort aus bis zum Parkplatz am Bahnhof komplett und ausnahmslos eine Grüne Welle erwischt…. noch nie, mit Ausnahme vom letzten Samstag… als ich ausgerechnet sowieso schon sehr früh losgefahren war und stand nun schon weit mehr als 30 Minuten vor Abfahrt auf dem Bahnhof und wartete auf einen Zug, der dann auch noch Verspätung bei der Ankunft hatte.

Während der Zugfahrt war an Arbeiten auf dem Notebook auch nicht zu denken, was ich fünf sehr schwatzhaften Rentnern zu verdanken hatte, die mich unbedingt über volle 5 Stunden und 35 Minuten in ihre Gespräche eingebunden haben und sich dabei nicht einmal von meinen Anstalten, mir Kopfhörer meines MP3 Players aufzusetzen, unterbrochen fühlten.

Die Tage bei der Familie waren auch reichlich ungeplant und eher mit sinnlosen Tätigkeiten (z.B. der Oma den katholischen TV-Sender ins TV-Menü aufnehmen) vertrödelt, so dass ich nicht wirklich dazu gekommen bin an den Projekten zu arbeiten.

So ist also im Vergleich zum Freitag letzter Woche kaum etwas geschafft… und obwohl ich eigentlich also richtig Hektik habe, fühle ich mich innerlich dennoch so in Warteposition damit endlich dieses Misch-Masch an Feiertagen, Wochenende und Arbeitstagen und wieder Feiertagen sein Ende findet….

In KW02 nächsten Jahres bin ich dann erlöst… dann geht es endlich wieder im gewohnten Takt weiter, auch wenn manch einer unter euch sicher nicht verstehen kann, wieso ich mich das so freut. 🙂

Leave a reply