Die goldenen Bögen

Mit den goldenen Bögen habe ich so meine Erfahrungen und irgendwie schlagen die sich über all die Jahre in so ziemlich jedem Blog nieder, den ich führe (wie ich gerade durch meine Erinnerung an diesen Artikel bemerke).

Nun, ich bin schließlich auch oft bei den goldenen Bögen zu Gast um dort zu essen – auch weil es mir schmeckt, auch wenn das Essen dort sicher nicht zu den gesündesten Ernährungsweisen gehört.

Eine Filiale der goldenen Bögen ist mir aber besonders zuwider. Schon vor 10 Jahren bezeichnete ich diese Filiale mit gutem Gewissen als die (nach meiner Kenntnis) schlechteste Filiale Deutschlands. Gut, sie kann es sich vermutlich leisten, da sie an einer Bundesstraße steht und daher wohl genug fremde und unwissende Einmal-Kundschaft hat um dennoch ihren Profit zu machen.

Mein letztes Erlebnis mit dieser Filiale war ein Einkauf am Drive In Schalter.

Zwei der günstigen Burger-Varianten (das Stück für einen Euro) habe ich bestellt und erhalten. Ein 5 Euro Schein wurde von mir durch das Fenster hindurchgereicht, ich bekam meine zwei Burger und danach ein 2 Euro Stück zurück.

Eigentlich hätte ich aber 3 Euro zurückerhalten müssen.

Leider hatte ich das Geldstück schon in die Geldbörse geworfen, hielt es also nicht mehr in der Hand, als ich zu meiner Reklamation ansetze, da ich sah, dass die Servicemitarbeiterin Anstalten machte das Fenster am Drive In wieder zu schließen.

Ich machte sie deshalb noch schnell darauf aufmerksam, dass ich 1 Euro zu wenig zurückerhalten hätte. Das stritt sie aber wehement ab.

OK, dachte ich mir, versuchen wir es mit Logik, statt mit Blutdruck.

Ich fragte sie dann, ob sie bestätigen könne, dass ich nur zwei Burger der 1-Euro-Klasse gekauft habe.

Sie bejahte.

Ich fragte sie dann, ob sie bestätigen könne, dass ich ihr EINEN Geldschein reichte.

Sie bejahte erneut.

Nun fragte ich sie, ob sie sich erinnern könne, dass sie mir nur EIN EINZIGES Geldstück zurückgegeben habe.

Auch das bejahte sie.

Nach diesem Agreement habe ich sie dann aufgeklärt, dass weder 3- Euro-Stücke noch 4- Euro-Scheine als gesetzliche Zahlungsmittel in Deutschland existieren. Demnach müsse also schon allein aus Logikgründen davon ausgegangen werden, dass ich mindestens mit 5 Euro bezahlt und keinesfalls mehr als 2 Euro zurückerhalten hätte. Zieht man von der Differenz (3 Euro) die zwei Burger für jeweils 1 Euro ab, muss selbst der realitäts- und bildungsfernsten Arbeitskraft klar sein, dass mindestens 1 Euro in dieser Rechnung fehlt.

Und dabei ging es mir schon gar nicht mehr um den einen Euro… SONDERN UMS PRINZIP (meldete sich nun doch der Blutdruck recht unüberhörbar).

Die lapidare Antwort war, ich müsse mich an den Geschäftsführer wenden, der aber erst in einer Stunde im Hause wäre.

Was soll man gegen solche Hirnverbranntheit unternehmen?

Da bleibt nur noch zu hoffen, dass irgendwann Gottes Gerechtigkeit zuschlägt und ein Blitz aus dem Himmel herniederfährt und diese bemerkenswert dumme Frau ins Paradies holt…. aber Gott ist eben auch nicht der, der er mal war… keine brennenden Dornbüsche mehr, keine regnenden Frösche… und wenn er nur etwas Hirn hat (der liebe Gott), holt er sich solche dummen Geschöpfe sowieso nicht in den Himmel.

Nun, wie dem auch sei… jedenfalls haben wir gestern dann auf der Rückfahrt (da wir an diesen goldenen Bögen vorbeikamen) beschlossen der schlechtesten Filiale Deutschlands noch einmal eine Chance zu geben sich wieder zu rehabilitieren.

So stand in der Schlange im Restaurant… und wie ich so überlegte fiel (als ein Mitarbeiter gerade einen Burger greifen wollte) einer der großen in Karton eingepackten Burger aus der schrägen Bereitstellungsbahn heraus und landete auf dem Boden.

Die Öffnungsseite des Kartons lag zum Boden hin, die Klappe des  Kartons war einige Zentimeter aufgeaprungen und ich bin mir sicher gesehen zu haben, dass das Lebensmittel zumindest mit dem Rand auf dem Boden lag.

Dies wurde zwar von der Mitarbeiterin bemerkt, aber die hatte (wirklich) zuviel zu tun um sich darum zu kümmern und deshalb lies die Mitarbeiterin den Burger liegen.

Eine Hilfskraft, die nicht an einer eigenen Kasse tätig war, sondern sich dadurch einbrachte, dass die die Pommes und Fruchttaschen und anderes Zeug herbeischaffte, sah den Burger nach kurzer Zeit auf dem Boden liegen. Sie hob ihn auf und trug erst noch eine kurze Weile mit sich herum als sie an der Fritteuse die Drahtkorbbehälter jounglierte.

Danach, ich hab es genau beobachtet da ich mich schon für den Burger (den sie in der Hand hielt) zu interessieren begonnen hatte, warf sie einen Blick auf die Kundenschlange und reichte den Burger in der Verpackung an den Mitarbeiter weiter, der hinter der Bereitstellungsbahn der Burger diese Teile konfektionierte und einpackte.

Seine Hände konnte ich nicht sehen (außer in dem Moment als er den Burger entgegennahm), aber seine Unterarme deuteten nicht darauf hin, dass der herunterfallene Boden-Burger einen anderen Weg genommen hätte, als die anderen Burger, die alle in der Bereitstellungsbahn landeten.

Mir persönlich hat das nichts ausgemacht und ich habe dennoch genau so einen Burger bestellt, wusste ich doch, dass der Boden-Burger mindestens in Position 4 oder 5 liegen musste und ich meinen Burger aber von Position 1 oder 2 bekomme.

Aber letztlich war ich ob meiner Beobachtung und der daraus resultierenden Annahme nicht besonders überrascht… in jeder anderen Filiale wäre das anders, denn schon mehrmals habe ich Dinge auf dem Boden landen sehen und bisher wurden sie immer sofort entfernt und entsorgt, aber in dieser speziellen Niederlassung hat mich meine Beobachtung einfach nur wieder bestätigt.

Und meine Begleiter hatten eben doch wieder Pech, denn die Nachlieferung der zuerst nicht vorräten Produkte waren leider nicht korrekt, was sich erst nach dem ersten Biss in die Fruchttasche zeigte… eine Reklamation war aber nicht mehr möglich, da der nachliefernde Mitarbeiter aus welchen Gründen auch immer nicht nur die Nachlieferungsnummern (die man auf dem Tisch stehen hat) sondern auch die Kaufbelege mitgenommen hatte.

Aber – und das muss ehrenhalber erwähnt werden – das Wechselgeld stimmte und die Mitarbeiterin an der Kasse war trotz großer Hektik ein wirklich Vorbild in Sachen Freundlichkeit und Service (auf sowas achte ich genau).


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