Sonnige Aussichten

Man liest, dass es nicht gut steht mit unserem kleinen blauen Planeten… ob die Band „Trio“ das schon wusste, als sie ihren Song „Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei“ schrieb, weiß ich nicht… aber dass auch unser Planet ein Ende hat – wenn auch noch sehr weit entfernt (zumindest soweit planbar) – ist irgendwie eine Vorstellung, die nicht so wirklich in unser kleines „Affe Version 2.0 Gehirn“ passt.

So ungefähr in 5.000.000.000 Jahren soll doch tatsächlich Schluss sein mit der Sonne (klickst Du hier) und bevor die sich dann vom Acker macht und zum Zwerg wird, schaut sie im halben Sonnensystem vorbei, weil sie sich vorher erstmal enorm aufbläht und dabei (unter anderem) auch die Erde und den Mond mit sich nimmt.

Aber das betrifft uns nicht mehr, erstens leben wir (ich und ihr, die ihr dies lest) da schon lange nicht mehr. Zweitens haben wir uns bis dahin 1.000.000 Mal schon selbst augerottet. Drittens sind wir schon lange vorher tot (weil da noch einiges zuvor passiert).

Es sei denn, zwei der großen Weltreligionen haben doch recht und ich werde wiedergeboren… Scheisse!

Bei ca. 70 Jahre Lebenserwartung pro Menschenleben (und ich gehe einfach mal davon aus, dass ich als Mensch wiedergeboren werde und nicht als wirbelloses schleimiges Kriechtier) hätte ich dann nur noch 71.428.571 Existenzen abzuleben um doch noch Erleuchtung zu erlangen oder mich sonst irgendwie ins Nirwana zu mogeln. Da wird es wirklich langsam Zeit sich mal ernsthaft Gedanken um sein Kharma zu machen. Wenn ich erstmal in der Sonne bin, dann hab ich dort wohl kaum noch sowas wie eine irdische Existenz um ein besserer Mensch zu werden. Zum Glück glaube ich nicht an Wiedergeburt.

Aber irgendwie ist es doch so: der Stoff, aus dem ihr und ich gemacht sind, der bleibt. Die Atome, aus denen ich bestehe, waren schon da, bevor ich atmen, sprechen, laufen und bloggen gelernt habe… und sie werden auch noch da sein, lange nachdem ich (der Schreiber dieses Blogs) nicht mehr existiere.

Und ich finde es irgendwie faszinierend (auch wenn ich das natürlich gar nicht mehr so ganz direkt mitbekomme) mal ein Teil der Sonne zu sein – und wenn es nur im letzten großen Akt des Stellaren Schauspiels ist.

Andererseits… die ganzen Arschlöcher, die mich hier ein Leben lang (oder eben vielleicht auch mehrere Leben länger) geärgert haben, sind dann auch wieder mit dabei… so hat wohl selbst die Sonne ihre Schattenseiten.

Naja. Man kann eben nicht alles haben.

In diesem Sinne: sonnige Grüße von eurem bööösen Asmodeus

 

… und was passt jetzt zum Schluss wohl besser zu diesem Blogeintrag als ein Link zu einem wundervoll passenden Song mit dem Namen: „Sternenkinder„?!


Leave a reply