Schritte und Ziele

Jaaaha Leutz, weiß ich doch selbst auch dass ich schon ein paar Tage nichts geschrieben habe. 🙂 Aber wie so vieles, so hat auch dieses seinen guten Grund.

Da ich nun (siehe vorgegangener Blogeintrag) ein paar Tage ohne eigenes Auto war und alle Zeit darauf verwenden musste, diesen Zustand schnellstmöglich und entgegen aller Widrigkeiten (die sich dieses Scheiss-Spiel, das sich „Leben“, nennt noch hat alles einfallen lassen) zu ändern, kam ich leider nicht dazu großartig meinen Blog zu füllen.

Aber hier ist er nun, der erste (wenigstens kurze) Eintrag im Beisein meines nächsten fahrbaren Untersatzes. Gestern habe ich ihn aus Dortmund abgeholt und irgendwie habe ich (nach allem Pech, das mich seit Monaten mit Lust in den Popo poppt) insgeheim erwartet, dass auf der ersten 40km langen Strecke gleich der Motor explodiert, das Dach fortweht oder ich beim Blick aus der Seitenscheibe sehe, wie sich eines meiner Räder in die Fahrbahnrandbegrünung verpisst.

Aber nichts von alle dem ist geschehen, was mich natürlich nicht gerade sehr beruhigt, sondern ganz im Stile der Machart von „Final Destination“ (eine Filmreihe, die ich richtig scheisse finde, der aber in meinem Leben immer wieder eine besondere Bedeutung zukommt) mich einfach nur noch sicherer macht, dass sich das Leben gerade etwas RICHTIG Gemeines ausdenkt und dafür eben noch etwas Zeit braucht.

Lustig ist vielleicht zu lesen, aber dennoch ist es Tatsache, dass mich die Leidensgeschichte rund um das letzte Auto UND GLEICHZEITIG auch noch um den nagelneuen PC ziemlich verunsichert hat. Normalerweise, wenn man sich etwas kauft (erst recht wenn es neuen TÜV hat oder eben auch ein Neugerät ist), geht man doch irgendwie selbstverständlich davon aus, dass die Sachen auch funktionieren und ihren Dienst tun. Diese „Selbstverständlichkeit“ im Denken muss ich mir erst wieder angewöhnen… wenn ich heute ins Auto steige, dann tickert der Kopf schon, welchen „Plan B“ es gibt um von der Arbeit eventuell wieder nach Hause zu kommen, falls der Motor in tausend Einzelteile zerfallen sollte oder das Lenkrad abbricht.

Freude an Anschaffungen hat man(n) so jedenfalls nicht mehr wirklich.

Aber man kann es auch anders sehen: man neigt dazu sich in Zukunft nicht mehr leichtfertig in neue Anschaffungen zu stürzen und spart somit vermutlich auch noch eine Menge Geld. Theoretisch zumindest könnte man sich selbst so ein wenig selbst beruhigen – man soll ja nie die Macht der Selbstüberredung unterschätzen.

Nun ja, zum reparierten Medion PC (dieser Blog berichtete ausführlich darüber) kann ich nur sagen, dass bisher alles zur Zufriedenheit funktioniert. Ich habe diesmal keine einzige private Datei aufgespielt, kein sinnvolles Programm installiert und auch nicht eine Email auf den Rechner gezogen. Nein, denn alles, was für mich wirklich wichtig ist, läuft gerade noch immer auf meiner 5 Jahre alten Maschine.

Diesmal war ich schlauer und hab erstmal mein neuestes Ballerspiel auf dem Medion PC installiert und nutze den PC seither nur wenn ich (mal Abends kurz vor der Nachtruhe) mal eine Weile daran zocke. Erst will ich sehen, dass die (Zitat:) „High End Grafikkarte“ auch dauerhaft wieder eine Leistung bringt, die dieses Namens würdig ist und wenn das ein paar Tage gut geht, dann mach ich mir (erneut) die Arbeit und installiere meinen ernsthaften Datenbestand auf der neuen Maschine.

Eine Testsendung auf radio.XES am Mittwoch hat der neue PC aber schon anstandslos bewältigt. Ich hoffe, die Sendung am Montag (welches meine Hauptsendung „DER ELEKTRONISCHE MONTAG“ ist) geht ebenso glatt über die Bühne…. aber auch hier leide ich unter den gleichen negativen Erwartungen wie beim Auto… ich gehe einfach davon aus, dass gleich oder bald oder jetzt gerade schon sich das nächste Problem damit anbahnt.

Also, was kann ein böööser Asmodeus tun, wenn es ihm so ergeht? Vermutlich kann er sich nur an eines seiner Lieblingszitate erinnern, welches lautet:

Meine Sicherheit liegt im Schritt, nicht im Wissen um das Ziel.

Quelle: Waldemar Bonsels (1880 – 1952)

 

Und so schreite ich eben…. jetzt gleich zum Beispiel zur Arbeit… vielleicht schaffe ich es noch vorher beim Drecksladen-Autohaus die Reifen und das (beim Kauf unverzüglich auf meinen Wunsch hin) ausgebaute Sportfahrwerk abzugeben, denn ich will nichts, was mir nicht auch zusteht. Den Rest vom Auto haben wir mit einiger Diskussion abgewickelt, aber da der böööse Asmodeus nicht unvorbereitet in eine Verhandlung geht, waren diverse BGH-Urteile und andere Fakten schon lange im Kopf gespeichert um die Abrechnung (immerhin ging es um die Verhandlung zum Nutzungsentgelt) genau so durchzuführen, wie ich es im Sinn hatte.

Auch hier wäre ich zu Zugeständnissen zwar bereit gewesen, aber da das Drecksladen-Autohaus zuerst damit begonnen hat abseits von Service-Gedanken und Kundenfreundlichkeit lediglich damit zu argumentieren was „IHR Recht“ ist, habe ich keine Veranlassung mehr gesehen mich meinerseits mit weniger zufrieden zu sehen als damit was MEIN Recht ist.

Dass ich dort kein Auto mehr kaufen würde, selbst wenn es der letzte autoverkaufende Händler auf der nördlichen Halbkugel wäre, versteht sich dann wohl auch von selbst. Da ich ca. 20 Minuten warten durfte (obwohl ich mich auf die Minute genau angekündigt und auch zugegen war) habe ich die Zeit im Kreise der anderen wartenden Kunden, die schon auch schon vor meiner Ankunft im Gespräch befanden, genutzt um denen ein wenig von meiner Erfahrung mit diesem Autohaus zu berichten und auch davon, was der Inhalt meines Termins ist. Da war mir innerhalb von Sekunden alle Aufmerksamkeit gewiss und ich redete noch in Ruhe meinen Absatz zu Ende, als der Verkaufsleiter schon hinter mir stand um mich zur Verhandlung in sein Büro zu holen.

Können tun dir mir ja nichts, denn nichts anderes als das was wahr und nachweisbar ist, sage oder schreibe ich. Dass sie sich selbst damit nicht mit Ruhm bekleckert haben wissen sie ja auch. Streitpunkt und Kern unserer unterschiedlichen Ansichten ist ja nur die Bewertung der Frage, warum das Autohaus nicht schon früher auf meinen Wunsch zur Wandlung eingegangen ist, dann hätte man sich nämlich alles danach (was die Sache auch zum absoluten Verlustgeschäft für das Autohaus machte) sparen können und ich hätte weiterhin auch als zufriedener Kunde bei ihnen gekauft.

Naja… Schnee von gestern… jetzt bin ich mal gespannt womit mir der neue fahrbare Untersatz auf den Piss gehen wird.

In diesem Sinne, euer böööser Asmodeus

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