Bomben auf Essen! ;-)

Naja.. oder zumindest nur auf bestimmte Straßenzüge oder so… 🙂 Aber… obwohl.. geht ja nicht… ist illegal. OK, dann lassen wir das eben… Aber ihr, die ihr fleißig meinen Blog lest, ahnt es schon: es gibt Neuigkeiten von Medion, der Firma mit dem (Zitat von deren eigener Homepage:) „erstklassigen Service“.

Rückblick:

  • Neuen PC gekauft.
  • Kam schon mit einer defekten Frontklappe an
  • Schaden an Frontklappe telefonisch gemeldet
  • PC 4 Tage benutzt, dann defekt (Grafikkarte)
  • PC in Garantiereparatur geschickt
  • PC laut DHL dort eingegangen am 17.10.
  • Wareneingang bestätigt („zum heutigen Tage“) am 22.10.
  • Seither „in Prüfung“ bzw. „in Bearbeitung“ (Stand 30.10.)

Nachzulesen ist die Leidensgeschichte dieses (Zitat:) „erstklassigen Service“ hier.

Heute nun erreicht mich eine weitere Email, nachdem ich ich ihnen am 27.10. angeboten hatte bei der Suche nach der Grafikkarte im Gehäuse zu helfen, falls sie diese dort nicht finden (immerhin dauerte bei mir sowas inkl. Umbau und Installation bisher selten mehr als eine Stunde)…. aber obwohl ich dachte, Medion könnte mich nicht weiter schockieren, wurde ich dieser Email noch einmal eines besseren belehrt.

Die sind doch tatsächlich auf die Idee gekommen, mich zu fragen, ob ich an einem Kostenvoranschlag für die Defekte, die angeblich nicht Garantieleistung wären, interessiert wäre um dann die kostenpflichtige Reparatur durchzuführen?! What the fuck?! Ich hab erst einmal die Absenderdaten gewissenhaft geprüft, denn ich bin fest davon ausgegangen dass mich da einer (der die Medion-Geschichte kennt) mit einer Fake-Email auf die Schippe nehmen wollte… aber nein, die EMail war echt!

Die Überprüfung ihres Notebook hat ergeben, dass neben eventuellen kostenfreien Leistungen auch ein Kostenvoranschlag erstellt werden muss. Kostenpflichtige Teil ist das Frontbezel (Gehäuse). Wir benötigen Angaben ob wir einen Kostenvoranschlag über sämtliche Defekte erstellen sollen oder ob nur eventuelle Garantieleistungen gewünscht werden.

Also dass schlug dem Fass nun aber wirklich den Boden aus! Abgesehen davon, dass ich keinen Notebook eingesandt hatte, war der ganze Rest in dieser Email angesichts der bisherigen Geschichte, der Lieferung und des (Zitat:) „erstklassigen Service“ von Medion einfach nur ein schlechter Witz, wie man ihn eigentlich nur von jemand erwarten würde, der in den letzten Jahren zuviel am Klebstoff geschnüffelt hat

Dementsprechend lautete meine prompte Antwort:

Hallo,

zunächst einmal lege ich Wert auf die Feststellung, dass ich keinen Notebook eingesandt habe, sondern ein Midi-Tower-Gehäuse.

Weiterhin gebe ich noch einmal zur Kenntnis, dass der PC gerade einmal 4 Tage in Betrieb war und daher keine Masse an Schäden, die nicht schon bei Lieferung vorhanden waren oder im Rahmen der Garantie aufgetreten sind, zu erwarten sind.

Weiterhin bleibt festzustellen, dass die Klappe des Hot-Swap-Einschubs schon bei Lieferung defekt war und ich dies entsprechend auch telefonisch sofort nach dem Auspacken gemeldet habe. Ich behalte mir, sollten Sie dabei bleiben, dass dieser mechanische Schaden keine Garantieleistung ist (Sie werden keinerlei Spuren von Gewalt oder unsachgemäßer Einwirkung auf das schadhafte Teil finden), diesbezüglich noch eine spätere Geltendmachung als Garantieleistung vor.

Da Sie nun schon seit dem 17.10. benötigen um den Eingang meines PCs überhaupt festzustellen und diesen zu prüfen, bin ich schon froh, wenn Sie wenigstens den die Garantie betreffenden Teil reparieren, so dass die Grafikkarte (die der Grund für die Einsendung war) wieder ordnungsgemäß funktioniert. Einer kostenpflichtigen Reparatur erteile ich KEINE Freigabe.

Sollte ich nach Durchführung der die Garantie betreffenden Reparaturen, den PC in einem Zustand zurückerhalten, den ich nach 4 Tagen bisheriger Nutzungsdauer so nicht akzeptieren kann, werde ich dann eben meine Rechtschutzversicherung zu Rate ziehen.

Man fasst es nicht, dass sowas im Jahr 2012 in Deutschland noch nötig ist auszudiskutieren. Ich verlange doch nicht mehr (aber auch nicht weniger) als ein korrekt funktionierendes Gerät für korrekte Euro. Das kann doch nicht so schwer sein, das funktionstüchtig bereitzustellen, wofür man bereits das Geld kassiert hat?!

Der Wahrheit zuliebe muss ich aber auch anerkennend erzählen, dass ich (in für meine bisherigen Medion-Erfahrungen völlig untypischer Manier) relativ schnell innerhalb weniger Stunden nach meiner Email eine Antwort bekommen habe:

Nach eingehender Prüfung Ihrer Reklamation teilen wir Ihnen mit, dass eine kostenfreie Garantiereparatur durchgeführt wird. Eine Weiterleitung an unsere Werkstatt zur Durchführung der Reparatur wurde umgehend vorgenommen.

Wir möchten uns vielmals bei Ihnen für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen.

Naja, wenigstens scheint meine mehr als deutliche Antwort in irgendeinem der Köpfe bei Medion angekommen zu sein. Aber was heißt: „Weiterleitung an unsere Werkstatt„??? Ich denke, da steht diese Schrottkiste schon längst! Immerhin erzählte man mir am 20.10. folgende Story:

Eine Bearbeitung und Reparatur des defekten Systems ist durch unser Haus erst nach Wareneingang in unserer Werkstatt möglich.

Und auf „Bearbeitung“ steht meine Reklamation bereits seit Montag 22.10. – also schon mehr als eine Woche.

Also – egal wie man es dreht und wendet – die Sache stinkt von vorne bis hinten ganz gewaltig und was kommuniziert wird widerspricht sich und deckt sich insbesondere nicht mit dem was ich unter (Zitat:) „erstklassigen Service“ verstehe.

Aber ihr wisst ja, Freunde: ich halte euch aktuell in dieser Angelegenheit und ihr… ihr wisst ja, wo ich euch keinesfalls empfehle auch nur einen einzigen Euro liegen zu lassen…

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