Was für eine Nacht

Oh man, Freunde.

Wenn man eine Nacht hinter sich hat, wie das bei mir der Fall ist, braucht man keinen Montagmorgen mehr um sich mies, ausgekotzt und eigentlich schon wieder bettreif zu fühlen!

Gut, vielleicht bin ich selbst auch nicht ganz unschuldig daran… kam ich gestern am (zugegeben) späten Abend noch auf die Idee, den nicht gerade für die Kürze des Werkes bekannten Film „Der mit dem Wolf tanzt“ anzuschauen.

Ich wollte den eigentlich meinem Mondscheinkätzchen am Wochenende zeigen (was ich auch noch tun werde), aber irgendwie hatte ich gestern so große Lust auf den Film, dass ich es mir einfach nicht mehr verkneifen konnte.

Nun ja… dementsprechend wurde es auch völlig unvorhersehbar ziemlich spät, bis ich ins Bett gekommen bin.

Gegen 01:30 Uhr sagte ich meinem Schlafzimmer „Gute Nacht“, bevor ein dezenter Fußtritt auf den Lichtschalter (der sich am Ende und leider nicht am Kopf meines Bettes befindet) den Raum in dunkle Schwärze hüllte.

Aber ich konnte einfach um’s Verrecken nicht einschlafen.

Ich wälzte mich von Seite zu Seite (und wenn man soviel „Seite“ zu bieten hat wie ich, ist das schon Anstrengung genug, wenn man eigentlich doch ruhig einschlafen will) und kam einfach nicht zur Ruhe.

Zu allem Übelfluss… ne, anders: Zu allem ÜbeRfluss wurde es mir dann auch noch kotzübel und ich wusste, ich hätte den Lachsschinken lieber im Kühlschrank lassen sollen, wo er nach 24:00 Uhr eigentlich auch sein ständiges Aufenthaltsrecht verdient hätte (anstatt in meinen Magen)…. und wie mir so insgesamt immer übler wird, wird es mir obendrein auch noch schwindelig.

Plötzlich hatte ich das Gefühl in einer rotierenden Kugel zu schlafen. Ihr kennt doch diese Sado-Maso-Zentrifugen, in die man die Astronauten und Strahlenpiloten steckt… so ungefähr hat sich das angefühlt (nur ohne G-Kräfte natürlich)… und wie ich noch überlege ob ich noch den Versuch machen soll, ins Bad zu gehen oder lieber gleich ehrlich und inbrünstig direkt hier, live und direkt vor Ort, auf den PVC-Boden kotze, merke ich plötzlich, dass da jemand in meiner Wohnung einen Schnupfenanfall bekommt und wie ein Blöder anfängt sich irgendwo in meinem Wohnzimmer die Nase zu putzen als wäre eine Vuvuzela eingebaut.

Ich bekomme natürlich einen echt enormen Schreck und springe aus dem Bett.

Mein (der Deutung „geringstes Mittel“ angespasstes) Notwehrwerkzeug habe ich natürlich immer griffbereit im Schrank liegen. Und damit betrete ich (nach wie vor) im Schutze der Dunkelheit mein Wohnzimmer… aber ich höre nichts mehr… und deshalb schleiche ich vor bis zur Wohnungstüre, die aber nach wie vor verschlossen ist. Also hoch in die erste Etage, immerhin könnte er durch die Feuerleiter im Gästezimme eingestiegen sein.

„Er“, denn wahrscheinlich ist es ein „Er“, denn die „Sie’s“, die etwas von mir wollen, klingeln meist anständig.. bevor es dann manchmal unan… ne.. das ist ein anderes Thema und längst Geschichte…

Naja, jedenfalls wäre zwar ein sehr umständlicher und dummer Er, aber möglich wäre es ja doch… überhaupt müsste man schon sehr dumm sein, ausgerechnet bei mir einzusteigen… und jemand, der das macht, dem ist auch zuzutrauen über’s Gästezimmer zu kommen.

Aber bis hoch in die erste Etage finde ich niemand…

Also lege ich mich wieder ins Bett und versuche weiter einzuschlafen… ich schaue auf die Uhr… die Nacht ist zwar noch jung aber ich hab noch immer keine Stunde geschlafen.

Schöner Scheiss… wie soll man denn da Ruhe finden, wenn einem sich alles dreht, der Magen Kotzbomber spielen will und die Wohnung die Neuauflage von „Paranomal Activity“ probt?!

Plötzlich klingelt der Wecker im Handy.

05:55 Uhr…. und ich mache eine schreckliche Entdeckung!

Ich hab den ganzen Unsinn alles nur geträumt!

Aber so intensiv, dass ich wirklich das Gefühl hatte nicht eine Minute die Augen zugemacht zu haben. Ich glaube, es gibt wenig Möglichkeiten sich an einem Montagmorgen so von sich selbst verarscht zu fühlen, wie ich das heute morgen getan habe!

Tja, Freunde… und dann heißt es: „Willkommen in einer neuen Arbeitswoche“ und natürlich „Ab zur Arbeit!“

Hurra? … Also ich weiß nicht.

Aber während der Arbeit heute ist mir dann noch eine Episode eines Clips aus Youtube eingefallen. Den hab ich meinem Mondscheinkätzchen neulich gezeigt und darin erzählt ein Leidensgenosse von mir ein recht ähnliches Erlebnis. Damit wünsche ich euch nun viel Spaß!

Übrigens, dass das wirklich alles geträumt war, konnte ich mir heute Nachmittag selbst beweisen, denn als ich im oberen Bad war, sah ich, dass mein Mondscheinkätzchen das Dachfenster offen gelassen hat… und das wäre mir wirklich aufgefallen, hätte mein Kontrollgang in der letzten Nacht wirklich stattgefunden.

In diesem Sinne…

euer völlig realitätsentrückter böser Asmodeus

 

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