Banzai!!!! (T-Shirt der Woche KW 36)

Ja, ihr habt richtig gehört, denn heute tönte mein Kriegsruf dem Reproduktionsraum (Schlafzimmer) entgegen, weil ich endlich etwas gegen die blöde TV-Situation dort unternehmen wollte.

Man muss wissen, der böse Asmodeus wurde von den Göttern wohl für einige Sache vorgesehen, aber sicher nicht dazu Wohnungen gut einzurichten. Faktisch bin ich absolut unbegabt darin mir Gedanken zu machen wie ich was am besten hinstelle, dass es nicht nur praktisch sondern auch schön ist. Wenn dann auch noch mehrere Möbelstücke im Spiel sind und es um die Frage von Harmonie, Farben und Aufteilung geht … dann kacke ich total ab.

Sheng Pfui ist das richtige Wort dafür, schätze ich.

Aber ich habe mir fest vorgenommen heute den TV endlich mal so zu positionieren, dass ich ihn am Fußende des Bettes habe. Also Sideboard ausgeräumt und abgebaut. Stereoanlage komplett zerlegt. TV und Zubehör zerlegt. TV-Tisch zum Fußende des Bettes verschoben. TV und Zubehörrotz wieder aufgebaut und neu verkabelt. Sideboard an die lange Wand gestellt. Stereoanlage dort aufgebaut und wieder komplett verkabelt… und das ganze nur um dann festzustellen dass der TV-Tisch niedriger ist als das Sideboard und der TV jetzt zu niedrig steht…. toll.

Jetzt darf ich noch losziehen und mir einen Unterbau für den TV suchen… natürlich einen, der zur Farbe des TV-Tisches passt. Wäre auch zu einfach sonst….

Aber das Gröbste in wenigstens mal erledigt und die Feinarbeit, die hat eben noch Zeit… wie so vieles noch in meiner Wohnung (ich sag nur „Wohnzimmer“… aber das ist ein Kapitel für sich).

Und die Sache mit dem TV ist wichtig, denn ich bin zur Zeit auf dem Japan-Trip. Seit zwei Wochen schon schau ich mir eine Doku nach dem anderen über Japan an. Da ich meinen TV an Youtube und andere Videoportale anschließen kann und die Auswahl dort groß ist, habe ich auch noch genug Stoff anzuschauen und daher wird es mir sicher so schnell nicht langweilig.

Japan finde ich ziemlich faszinierend, auch wenn ich dort niemals dauerhaft wohnen wollen würde. Aber so manches an der alltäglichen Praxis dort imponiert mir… zum Beispiel die Identifikation mit der Firma, der Umgang der Leute, bestimmte kleine „Absonderheiten“ finde ich ganz sympathisch…. manche (wie z.B. diesen Hang zur Körperbehaarung an unpassenden Stellen) aber auch wieder nicht.

Vor ein paar Tagen gabs einen Bericht über einen Chef, dessen Angestellte täglich ein bis zwei Stunden eher kommen nur um eines zu machen: zu putzen. Und, Freunde, die putzen wirklich. Bei denen könnte man noch vom Toilettenboden essen. Der Chef hat auch eine recht einleuchtende Theorie: was man täglich putzt, lernt man besser zu schätzen und zu respektieren. Das, so habe ich mir gedacht, wäre mal eine Maßnahme für uns hier in Deutschland… das gemeinsame „Antreten“ vor der Arbeit, die Erinnerung daran wofür man arbeitet (als kleine Ansprache vom Firmen-Tenno) und dann mal eine Stunde einfach die Firma pflegen… jo, damit könnte ich mich gut anfreuden… schade nur, dass ich damit in unserem Land wohl allein auf weiter Flur bin.

Hmmm… fehlt noch eine Firmenhymne… das wird schwer in meinem Fall… vielleicht „Grün, grün, grün sind alle meine Teile…“ (Insiderwitz – nur sinnreich für Menschen, die wissen wo ich arbeite) oder hmmm… keine Ahnung… oder wir nehmen einfach Geier Sturzflugs NDW-Hit „Bruttosozialprodukt“, das zieht immer…

Na, ist ja auch egal… jedenfalls würde ich Japan gerne mal besuchen. Schade nur, dass es so weit weg und obendrein so teuer ist. Die Pilgertour der 88 Tempel würde ich mal gerne machen und „henro boke“ sein (oder werden?), richtiges Sushi essen, das direkt vor mir von einem flinken Spezialisten gezaubert wird… oder das Kloster Antaiji besuchen oder mal in einem original japanischen Badehaus planschen, einen traditionellen Herrenabend mit richtigen Geishas erleben oder einen Sonntag auf dieser Brücke mit den verrückten Cosplayern verbringen…

Naja… aber vorerst eben doch nicht. Vielleicht im nächsten Leben oder so… da mach ich dann einiges anders und nehme mir richtig viel Zeit… oder ich lass mich gleich lieber als Japaner wiedergeboren werden… auswandern kann ich dann ja immer noch, wenn ich mal keine Lust mehr auf Nippon habe.

Was tut mal also gegen Japan-Hunger, wenn das Land der Gelüste so weit entfernt ist? Ganz einfach, man bastelt sich ein T-Shirt der Woche! Und so widme ich das dieswöchige T-Shirt einfach dem Land der aufgehenden Sonne…

 

 

und weil wir im emanzipierten Zeitalter leben, gibt es natürlich auch davon eine Girlie-Version, für alle wohlgeformten Weibchen unter euch. Und weil es sicher auch welche unter euch gibt, die sich der Meinung meines Mondscheinkätzchens (die meint, dass das T-Shirt diese Woche total langweilig wäre) anschließen, habe ich extra für euch Anti-Puritanisten noch eine „T-Shirt der Woche (KW 36) Special Kampf-Girlie Edition“ auf Lager… also will ich keine Beschwerden mehr hören!

Das „Logo“ ist das japanische Schriftzeichen für „Nihon“, was „Land der aufgehenden Sonne“ symbolisiert.

So Freunde, mehr gibts nicht. Für heute hab ich eh genug getan und weil ich letzte Nacht so gut wie keinen Schlaf bekommen habe, wird es für mich umso mehr Zeit endlich in die Falle zu hüpfen… natürlich mit einer tollen Japan-Doku und einem noch immer viel zu niedrig stehenden Fernseher ….

さようなら! (Sayounara!)

Euer böööser Asmodeus

 

p.S: @Kuschelkatze: immer zwei „ö“’s mehr als Du!

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