Alles in Buddha

Den Buddha hab ich von meinem Kätzchen geschenkt bekommen. Genauer gesagt, es war einer von drei Buddhas, die mir mein Kätzchen neulich geschenkt hat, weil sie meine Vorliebe für Buddhas kennt.

Inzwischen steht in jedem Raum (ausgenommen Toilette und Abstellkammer) ein Buddha. Man müsste ihn eigentlich noch abstauben – meinte Kätzchen zumindest… aber ich hab entschieden das nicht zu tun, denn ich mag die leichte Patina, die sich in den Ritzen der Statue gesammelt hat. Das lässt den Buddha weniger als reiner Dekogegensatz wirken und das gefällt mir.

Dieser Buddha steht jetzt im oberen Bad im Handtuchregal und macht sich ganz gut da. Ansonsten hab ich nicht viel Dekozeug in der Wohnung, weil ich klare Ordnung und übersichtliche Schränke und Regale mehr mag als tausend Kleinkrams und Andenkenzeugs, das sinnlos rumsteht und Staub fängt. Das einzige Zimmer, das wenigstens etwas dekoriert ist,  ist das Gästezimmer in der oberen Etage. Dort hängt ein Kalender, den Stigma mir mal gemacht hat und in einem Schrank mit Glastüre finden sich diverse Fotos und Erinnerungsstücke aus jeder Zeit… zusammen mit ein paar anderen Andenken (z.B. meiner Dienstmütze der Bundeswehr) und eben was mir sonst noch wichtig ist.

Ein Bild, gezeichnet von der Freundin vor Stigma, lehnt an der Wand und bringt gute Stimmung in den Raum, weil es den Schnitter als Gelstiftzeichnung zeigt und auf einem echten Röntgenbild (von meiner damaligen Freundin) zeigt. Eine enorm tolle Idee, aber kein Wunder, sie war auch sehr künstlerisch veranlagt. So ein Bild jedenfalls ist zu schade um es einfach nicht zu zeigen.

Unten im Flur hängt meine „Wall of Fame“… eine große Pinnwand mit Fotos von Menschen, die mir emotional etwas bedeuten. Diese Wand lebt, denn es kommen manchmal neue Fotos hinzu und gelegentlich verschwinden auch Fotos wieder davon und nur ganz wenige sind dort über viele Jahre zu finden. Und von ganz besonderen Menschen hängen auch gleich mehrere Fotos dort, weil ich mich nicht entscheiden konnte welches Foto ich nehmen soll.

Nicht weit entfernt von meiner „Wall of Fame“ hängt eine Zeichnung, die mir mein Kätzchen geschenkt hat. Sie war zwar nicht für mich gezeichnet, ich bin aber dennoch sehr stolz dass ich sie jetzt besitzen darf und deshalb hat sie auch den Platz, an dem ich die Zeichnung immer bemerke und so an mein Kätzchen denke.

Im Wohnzimmer geben sich auf einer Wand Ernie und Bert die Ehre und zwar genau an einer Stelle, die gut sichtbar ist, wenn man mit mir per Webcam chattet. Das sorgt (dank der HD-Auflösung meiner Webcam) regelmäßig für Erheiterung bei meinen Webcam-Chat-Kontakten. An der anderen Wand hängt (Überraschung!) ein Buddha Bild und in der Essecke (die eigentlich nur dann zum Essen verwendet wird, wenn ich Besuch habe und daher bestenfalls wochenends diesen Namen verdient) ein großes Buddha-Wandtuch.

Man sieht also, keine so besonders gruftige Wohnung – aber genau deshalb gefällt sie mir auch. Immer nur dunkles Rot und schwarz… da würde es nicht lange dauern, bis ich das nicht mehr sehen kann.

Besucht man mich, stimmt man mir schnell zu: bei mir ist alles in Buddha.


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