Der Ton macht die Musik

… oder was immer man auch darunter verstehen mag.

Ein wunderbares Beispiel für das unterschiedliche Verständnis dafür, was „Musik“ an sich so alles sein kann ist mir von meinem Mondscheinkätzchen per Youtube präsentiert worden. Es handelt sich dabei um eine Hintergrundmusik zu einem Computerspiel (ich glaube „Pokemon“) und die „binauralen“ Töne, die dabei zu hören sein sollen sind, so wurde mir versichert, hirnstromverändernd und würden Angstgefühle und ein Gefühl von Enge verursachen. Ich hab übrigens keine Ahnung was „binaural“ bedeutet, aber es klingt irgendwie geil unanständig….

Offensichtlich wurden dort Frequenzen auch so gewählt, dass sie in der Anzeige des Frequenzspektrums Botschaften vermitteln sollen (schaut bei Zeitindex 08 Minuten 50 Sekunden)…. vermutlich heißt der Text übersetzt soviel wie: „Esst mehr Sushi“ oder „Die japanischen AKW’s sind sicher“…. oder sowas in der Art.

Nun ja, aber „hirnstromverändernd“ und „psychisch störend“…. das ist ja einfach zu verlockend…. Grund genug für den bösen Asmodeus sich diesen geilen Scheiss direkt mit maximaler Lautstärke auf die Sennheiser-Kopfhörer zu legen und es im Selbstversuch zu testen:

Aber wirklich gemerkt habe ich nichts. Klar, die Musik ist etwas disharmonisch, aber ich hab mich nach diesem Clip nicht (noch mehr) hirngefickter gefühlt als vor dem Clip und ich hab auch nichts dergleichen Empfunden, was mir irgendwie Sorgen oder Angst machen würde.

Dies führt unausweichlich zu zwei drängenden Fragen:

1. Irren sich tausende von Menschen in Internet und auf Youtube wirklich so sehr? Ist dieser Song wirklich absolut harmlos und selbst in maximaler Lautstärke völlig ungefährlich?

2. Ist das Hirn des bösen Asmodeus einfach schon so sehr zu grauer Sülze verkommen, dass ihm sowas Ultragefährliches einfach nichts mehr anhaben kann oder besitzt der böse Asmodeus intellektuell einfach keine Angriffsfläche auf der ein solcher psychischer Angriff ansetzen könnte?

Nun, ich glaube, ihr bleibt meine Freunde, wenn ihr die Frage lieber nur für euch selbst in meditativer Stille beantwortet….

Meine ganze eigene Erklärung ist eher folgende: ich hab in meinem Leben schon wirklich so unglaublich viel musikalischen Mist gehört, dass es kaum noch möglich ist, das irgendwie zu toppen. Ich erinnere mich mit Schrecken an so manchen akustischen Auswuchs der letzten Jahre – und zwar genreübergreifend – dass es allein schon schwer fällt, dafür konkrete Beispiele zu nennen. Und außerdem…. Hey!… wer (wie ich) ernsthaft auf solche Sachen wie HGich.T’s wunderbare Kunstergüsse „Hauptschule“ oder „Tutenchamun“ abrocken kann, für den muss erst mal ein neues Pokemon erfunden werden, dass es noch schafft das Hirn zu ficken!

… boah Leute, irgendwie hab ich jetzt Lust mal wieder eine Goa-Party zu besuchen… gibts sowas eigentlich noch (ich meine, so wie früher)?

Peace, Freunde 🙂

Comments ( 3 )

  1. Alice

    Schöner Schwachsinn. :D

  2. Alice

    Nicht mehr als sonst. ;) Aber kann ich dich schockieren, indem ich feststelle, dass solche Töne sehr wohl die Hirnströme verändern? Und dass das bei uns im Psycho-Labor ständig gemacht wird? *g* Liegt aber eher daran, dass _jede_ Wahrnehmung die "Hirnströme" verändert... Sonst wäre es keine Wahrnehmung, weil "Wahrnehmung" letztlich eine neuronale Verarbeitung meint. Es gibt ja auch Reize, die vorhanden sind, aber nicht wahrgenommen werden - und umgekehrt auch Reize, die nicht vorhanden sind, aber trotzdem wahrgenommen werden. "binaural" ist übrigens sowas wie stereo. Um das auch mal zu entmystifizieren... :) !!! OMG, wenn ich Nahrung kaue und runterschlucke kommt es in meinen Magen!!! Totale Manipulation meiner Organfunktionen!!! Dieses Zeug namens "Essen" ist gefährlich!!! Es verändert euch!!! Das müssen jetzt alle Erfahren!!! Größte Entdeckung des Jahrtausends!!! :P

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