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Lieber Herr Westerwelle,

Sie wissen es vielleicht nicht, aber auch in der Vergangenheit waren sowohl Sie persönlich mit Ihren Aussagen als auch insgesamt Ihre Partei mit meinen politischen Ansichten nie besonders deckungsgleich.

Aber das muss auch nicht unbedingt sein, denn Demokratie lebt ja von vielschichtigen Meinungen und auch davon, dass jeder denkt, er wüsste einen besseren Weg. Daher akzeptiere ich natürlich größtenteils Ihre Arbeit auch als wichtig und notwendig…. vielleicht aber mit Ausnahme offensichtlicher mieser Lobby-Maschen wie z.B. die Aktion mit den 7% für das Hotelgewerbe oder ihre seltsame Haltung bei der Regelung der Glückspiel-Gesetzgebung, aber das soll hier kein Thema sein.

Mein Thema ist ihr Auftreten vor den Kameras der Weltpresse, als bekannt wurde, dass unsere Botschaft im Sudan gestürmt wurde.

Ich frage mich wirklich:  Was bitte hat Sie geritten, dass sie meinen, als Außenminister der Bundesrepublik Deutschland bei den gedanklich im Frühmittelalter festgefahrenen religiösen Hinterwäldnern für ein dummes Video zu katzbuckeln, das weder in Deutschland gedreht wurde, das nicht von Deutschen produziert wurde und mit dem die Bundesrepublik Deutschland nicht das geringste zu tun hat?

Lieber Herr Westerwelle, unsere Botschaft wurde von einem Mob gestürmt, der zwar einerseits von uns Entwicklungshilfe erwartet und erhält, sich aber anderseits zu unserem Religiösen Diktator erheben will. Ein Land, das selbst so instabil ist dass es schon Probleme damit hat selbst geeinigt zu bleiben will aber gleichzeitig den meinungsfreien Ländern dieser Erde aufzwingen bestimmen zu wollen was wir sagen, denken, zeichnen und worüber wir schmunzeln dürfen.

Sollte DAS nicht ihr Part sein, bei dem Sie nun auf den Plan treten?

Wir haben uns nicht für etwas zu entschuldigen, was irgendwo in Amerika ein Depp (der mit dem Kopf ebenso in einem Zeitalter steckengeblieben ist, das man nur „mittelalterlich“ nennen kann) mit seiner Videokamera aufnimmt. Und wir haben uns auch nicht dafür zu entschuldigen, dass unsere Bundeskanzlerin einen Preis an einen Künstler vergibt, der einmal Mohammed gezeichnet hat, denn Sie sind Außenminister der Bundesrepublik Deutschland – einem freiem Land.

Hat denn ein irgendein Außenminister Ihnen gegenüber sein Bedauern bekundet, dass vor wenigen Tagen bei einem Mannheimer „Kulturfest“ unserer Mitbürger mit Migrationshintergrund 80 unserer Polizisten verletzt wurden? Ich glaube wohl eher nicht.

Ich bin froh, dass wir in Deutschland eine Kultur haben, in der sich alle ihren Platz suchen können. Deutsche, Ausländer, Deutsche mit Migrationshintergrund… Christen, Moslems, Juden, Atheisten… die Lebensweise, das Bekenntnis und die Prägung jedes Einzelnen ist weitestgehend geschützt und das ist gut so. Ich bin ein Befürworter der kulturellen und religiösen Vielfalt in unserem Land. Dies geht nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme und mit gegenseitiger Akzeptanz. Und in Deutschland haben wir Gesetze gegen allzu unverschämte Schmähungen (StGB §166 Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen) und sind damit schon rücksichtsvoller und vernünftiger als es die USA zu sein scheint. Daran sollten wir uns messen lassen, an unseren eigenen Gesetzen und nicht daran, was irgendwelche Fanatiker in Afrika meinen. Wir orientieren uns an einem Weltbild von Freiheit und von so ziemlich allem, was in unserem Grundgesetz nachzulesen ist… und wenn wir dies verletzen, DANN, Herr Außenminister unserer Republik, haben Sie Grund öffentlich eine distanzierte Position zu proklamieren und sich zu erklären… aber nicht vorher.

Wird es denn in Zukunft so sein, dass Sie nun in einer regelmäßigen amtlichen Pressekonferenz wirklich jedes dämliche Video im Internet kommentieren und relativieren müssen? Dann hätten Sie aber viel zu tun, obwohl Sie als Youtube-Minister dann vielleicht sogar wahre Qualitäten zeigen könnten, die ich dieser Tage bei Ihnen als Außenminister wahrlich vermisse.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr böser Asmodeus

Das letzte bisschen Youtube

So Freunde, meine Spuren in Youtube sind nunmehr fast vollkommen ausgelöscht… bis auf zwei Videos bin ich nun aus Youtube verschwunden und die letzten beiden Clips sind Filmchen, bei denen ich keine Probleme habe dort zu sehen zu sein, dürfen bleiben.

Es war ein kleiner Kampf bis nun auch das letzte alte Video (das eigentlich erst ein paar Monate alt war) entfernt wurde, weil der Nutzer nicht mehr erreichbar war.. aber jetzt ist dafür wieder der moralisch unanfechtbare Ruf im Clipportal hergestellt. 🙂

Die letzten beiden Clips will ich euch aber auch nicht vorenthalten:

Der erste Clip ist das „Making Of“ vom Video „Starry Night“ der THE VIOLET TRIBES. Die Sängerin Bianca und ihr Mann Oliver sind Freunde von mir und Dr. Mark Benecke, der vielen in der Szene ein Begriff sein wird und der auch beim Dreh dabei war und einen bösen Vampir spielt, hat mit seinem Smartphone den Tag in Ton und Bild festgehalten. Ihr seht mich zusammen mit Numsi (wer bei DUNKLES LEBEN ist kennt den Namen) immer wieder mal im Hintergrund mit der Kamera herumrennen… und natürlich auch im Abspann vom „richtigen Musikvideo“ (*stolz*) … wenn auch leider nicht mit Pseudo.

 

Das „richtige“ Video vom Song gibt es hier.

 

Das zweite Video, das von mir auf Youtube noch existiert, ist eine Eigenproduktion aus dem Jahre 2008 als wir damit Werbung für DUNKLES LEBEN gemacht haben. Die Beine am Anfang gehören übrigens meiner Exfreundin Stigma… und ich selbst bin nur kurz auf ein paar Fotos zu sehen. Leider ist die Qualität nicht so besonders, was nicht nur dem Alter des Clips geschuldet ist.

 

 

DUNKLES LEBEN sieht zum größten Teil gar nicht mehr so aus wie in dem Video, doch die beschriebenen Funktionen gibt es (eben in anderer Form) noch immer.

So… und nun, da alle unliebsamen Altlasten entsorgt und beseitigt sind, werde ich in Zukunft etwas mehr aufpassen (müssen) von wem ich bei welcher Gelegenheit wobei gefilmt werde… oder ich räche mich einfach und filme direkt zurück… wer weiß!?

Eben hat sich mein Mondscheinkätzchen gemeldet, darauf hab ich den ganzen Tag gewartet und nun werde ich mich noch schnell mit allen Dingen befassen, die heute noch erledigt werden müssen, damit ich nachher möglichst ungestört am PC bin – denn Kätzchenzeit ist mir die wichtigste Zeit des Tages.

Kennt ihr Tuwa?

Es wäre keine Schande wenn nicht, ich kannte Tuwa bis gestern nämlich auch nicht.

Fragen wir doch einfach mal Wikipedia:

Die Republik Tuwa (russisch Республика Тыва/Respublika Tywa, auch Тува/Tuwatuwinisch Тыва Республика/Tywa Respublika) ist eine zur Russischen Föderation gehörende autonome Republik im südlichen Teil von Sibirien. Tuwa, das frühere Urjanchai, war von 1921 bis 1944 als Tuwinische Volksrepublik formal unabhängig. Der geographische Mittelpunkt Asiens liegt nach einer Berechnung von 1914 in der Nähe der Hauptstadt Kysyl.[2]

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tuwa

Für jemand, der sich weit weniger mit Einzelheiten auseinandersetzen möchte, könnte man (ganz im Klischee verweilend) auch sagen: viel Steppe, Pferdeherden, Jurten und verteilt auf einer Fläche, die etwa halb so groß ist wie die der Bundesrepublik Deutschland, tummeln sich gerade mal soviel Menschen wie bei uns in Bonn, Mannheim oder Bielefeld wohnen. Und damit sind wir – zumindest in geographischer bzw. geopolitischer Sicht – wieder ein wenig wissender geworden.

Was mir von Tuwa bis gestern auch nicht bekannt war (ich meine abgesehen von der Tatsache, dass es überhaupt existiert) ist die Musik der tuwinischen Einwohner, die wir als „Kehlgesang“ oder „Obertongesang“ bezeichnen. Auch davon hab ich bisher nichts gewusst und natürlich erst recht nichts gehört, doch genau dieser Gesang war es, der mich gestern – als ich zufällig in einer Dokumentation darüber gestolpert bin – regelrecht gefesselt hat.

Nun, man kann sagen, da ich schon immer eine Schwäche für „besondere“ Musik hatte, wozu ich durchaus auch meine Vorliebe für mittelalterliche, keltische und andere Klänge (z.B. die von Didgeridoos) zähle, war es klar, dass ich an dieser Musik irgendwie hängenbleibe. Es hat allerdings ein wenig gedauert, bis ich herausgefunden habe, wie die Folklore-Gruppe hieß, die mir in der Dokumentation der ARD aufgefallen war. Gut, hätte ich in Wikipedia mal nach „Tuwa“ gesucht, hätte ich mir die Arbeit ersparen können, denn dort ist die Gruppe als bekannteste Folklore-Gruppe (mit internationalen Engagements) auch explizit genannt.

Huun-Huur-Tu“ nennt sich die Band und ist für alle, die sich gerne mal mit völlig neuen musikalischen Eindrücken beschäftigen wollen und keine Angst vor ein wenig Folklore haben (solange es nicht Akkordeon, Tuba und Lederhosen sind), mein ganz persönlicher Tipp!

Irgendein netter Youtube-User hat sich sogar die Mühe gemacht ein ca. einstündiges Konzert in den USA in wirklich guter Qualität anzubieten:

Und (oh Wunder, denn ich hätte das nicht gedacht) es gibt wenigstens eine CD Huun-HuurTur – Mother-Earth! Father-Sky! sogar auf Amazon.de zu kaufen bzw. anzuhören.

Das Konzert auf Youtube hab ich mir natürlich komplett angeschaut, was Dank youtube-fähigen BlueRay-Players im Schlafzimmer möglich war (besserer Sound, großer TV) und mir nicht nur gute Unterhaltung brachte, sondern mir auch Lust machte nachzuforschen ob diese Band Deutschland demnächst wieder heimsucht, denn in Deutschland spielten sie auch schon einmal. Aber leider fand ich zu dieser Band keine Homepage mehr und selbst der Link, der bei Wikipedia.de genannt ist und auf eine Seite hunnhuurtu.com führt, bringt mich nicht weiter, denn diese Seite enthält (wenn die Schriftzeichen von meinem Google Chrome übersetzt wurden) lediglich Informationen über Golfschläger, deren Kauf und Patente und die Zulassung von Golf Clubs…

Ok… bei soviel tuwinischer Steppe ist Golf vielleicht die logische geografische Konsequenz, denn da ist sicher genug Platz für ein paar Greens.

Jedoch fürchte ich, dass die Seite deshalb nicht mehr existiert, weil es die Band vielleicht nicht mehr gibt…. was ich schade finden würde, weil es irgendwie ein Stigma meiner musikalischen Entdeckungsreisen darstellt, dass ich Bands immer erst dann für mich entdecke, wenn sie nicht mehr existieren oder sich die Künstler schon umgebracht haben. Na, wollen wir mal hoffen, dass es den Jungs von Huun Huur Tu wenigstens gut geht, auch wenn ich vermutlich vergeblich darauf hoffe sie einmal live hier in Deutschland erleben zu dürfen, denn nach Tuwa ist es mir definitiv zu weit… auch meine Begeisterung hat Grenzen.

Und nach soviel Folklore bin ich jetzt mit Sicherheit reif für einen ausgedehnten Streifzug durch die schwarz-elektronische Musik der Gothic-Szene, denn immerhin will die morgige Sendung auf radio.XES gut vorbereitet sein!

In diesem Sinne *Pommesgabel in die Luft streck*

euer böser Asmodeus