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Weihnachten ohne das Schlampen-Lied!

Ha ha ha! Es ist geschafft, endlich einmal nach so vielen Jahren!

Ich hab die komplette Weihnachtszeit, angefangen vom ersten Advent bis hin zum Ende des zweiten Weihnachtsfeiertages überstanden ohne ein einziges Mal dieses gottverfluchte Dreckslied „Last Christmas“ hören zu müssen!!!

Das gabs bisher noch nie. Beim letzten ernsthaften Anlauf schnappten sie mich doch tatsächlich am 2. Weihnachtsfeiertag durch die Musikberieselung im Kino mit diesem Klanggeschwür… und das war schon sehr ärgerlich damals. Daher bin ich dieses Jahr wohl erst mal verschont, denn kein Musikredakteur, der sein Geld wert ist, wird jetzt nachdem wirklich alle Weihnachten zu genüge feiern konnten, noch solche Songs spielen.

Ja! Ich hasse dieses Lied und ich werde auch nicht müde dies zu erwähnen. Ich hasse es aber nicht der Musik wegen, des Künstlers wegen oder des Textes wegen, sondern wegen seiner zweckentfremdenden Verwendung, denn wir Idioten spielen dieses Lied jedes Weihnachten immer und immer und immer wieder und immer und immer und immer und immer nochmal wieder… weil es so schöne Pferdeschlittenglöckchen hat und im Video ist so ein kuschelig schöner Weihnachtstag mit Freunden zu sehen…

… was für schönes Weihnachtslied….  AM ARSCH, FREUNDE!

In dem Song kommt natürlich das Wort „Weihnachten“ (bzw. „Christmas“) vor, aber das ist auch schon alles!

George singt über eine Schlampe, mit der er was hatte und zwar nur eine Nacht lang und die war eben zufällig letzte Weihnachten und schon am nächsten Tag hat sich die Schlampe mit einem anderen Kerl getröstet und alles worüber George in seinem Lied rumheult ist, dass sie eine kalte Seele hat und sie wohl nur einen Typ zum Trösten brauchte und er heute (schon wieder Weihnachten) trotzdem nochmal so blöd wäre erneut darauf reinzufallen.

Hätten George und die Schlampe an einem anderen Tag gepoppt, hätte das Lied auch problemlos „Last Thanksgiving“ oder „Last Eastern“ oder „Last Independence Day“ oder von mir auch „Last Victory in Europe Day“ heißen können… man hätte vom gesamten Liedtext nur das Wort „Christmas“ austauschen und natürlich diese albernen Winterschlittenglöckchen weglassen müssen.

Kurz gesagt: Dieses Lied ist so weihnachtlich, wie das Klopapier, das ich zufällig an dem Tag benutze, wenn gerade Weihnachten ist. Aber wir fremdsprachlich völlig Unzurechnungsfähigen spielen diesen schwachsinnigen Dreckssong natürlich dumm und blöd rauf und runter…. Stichwort: Agathe Bauer.

Eigentlich bin ich auch nicht George böse. Der Mann wollte ja auch nur sein Einkommen verdienen. Eigentlich muss ich uns böse sein, immerhin scheint diesen Song ein Großteil unserer Bevölkerung hören zu wollen… man kann es einfach nicht fassen.

OK… OK… Weihnachtsfilme

Also gut, Freunde. Nachdem ich im vorletzten Beitrag ausdrücklich einen nicht-weihnachtlichen Film für die Langeweile an den Festtagen empfohlen habe, will ich mal nicht so sein und euch auch eine Liste von Filmen mitgeben, die ich so typischerweise für Weihnachtsfilme halte und falls euer Liebling fehlt, könnt ihr dies gerne in einem Kommentar zum Blogeintrag fortsetzen-

Somit also die Liste meiner drei liebsten „echten“ Weihnachtsfilme…. tadaaaaa:

 

1. Platz: Die Geister, die ich rief

Ein herrlich 80er Film mit Bill Murray, einem meiner Lieblingsschauspieler. Er spielt den hartherzigen Sendeleiter eines TV Senders, für den Weihnachten nur ein vermarktungstechnischer Event ist und erhält eine individuelle Therapie durch drei Geister, die ihm in der Weihnachtszeit erscheinen. Ja, es ist der klassische Scrooge-Stoff, den man in die 80er katapultiert hat. Daher auch der englische Titel des Films: „Scrooged“. Aber der Film ist witzig, wenngleich auch wenig hintersinnig natürlich… aber wenn man etwas Humor in Bauch hat, kann man mit dem Film eigentlich nichts falsch machen – vielleicht mal abgesehen davon, dass ihn inzwischen wirklich jeder schon mindestens zwei oder drei Mal gesehen haben dürfte.

 

2. Platz: Täglich grüßt das Murmeltier

Ja, wirklich, nochmal Bill Murray und nochmal 80er. Das muss sein. Diese Komödie um ein kleines Nest mit einer seltsamen Wintertradition und einem Tag, den Bill Murray wieder und wieder und wieder und immer wieder erlebt bis er sich zu einem besseren Menschen gewandelt hat, ist meiner Meinung nach der zweitbeste Film, den ich mit Bill Murray kenne. Eine nette kleine Liebesgeschichte ebenfalls aus den 80ern und weniger überdreht wie es „Die Geister, die ich rief“ später war.

 

3. Platz: Der kleine Lord

OK… scheissegal was ihr denkt, aber der böööse Asmodeus mag diesen Film. Allredings nicht die alte s/w-Version oder die neue Verfilmung, sondern nur die 1980er Version mit Alec Guinness… der einen guten englischen Earl von Dorincourt abgibt, auch wenn ich immer etwas damit rechne, dass er doch noch unvermittelt sein Laserschwert zückt und dem kleinen Lord Fauntleroy in die Mysterien der Macht einweiht. Die Geschichte ist natürlich kitschig. Die filmische Umsetzung voller Filmfehler und die Story nicht gerade tiefgründig… aber egal, zu Weihnachten darf man auch mal sowas echt geil finden – nur meine Freundin mags nicht. Trailer hab ich dazu auch keinen gefunden… vermutlich gabs noch keine Kinos als der Film gedreht wurde. 🙂

 

So… wenn ich was vergessen haben sollte (eurer Meinung nach), dann belehrt mich! 🙂

Oh du Wahnsinnige

Ich gebe es zu: eigentlich wollte ich keine Weihnachtsgeschenke kaufen….

… eigentlich.

Doch nun sind da doch ein paar verpackte Päckchen für meine Freundin auf der Anrichte und mit einem nicht zu leugnenden Anteil Selbstverspottung muss ich mir eingestehen, dass ich mich dem weihnachtlichen Kaufwahnsinn doch nicht ganz entziehen konnte.

Dass ich mir natürlich Gedanken gemacht habe, was ich schenke, das versteht sich von selbst. Die Gedankenlosigkeit liegt vielmehr darin, nicht darüber nachzudenken, ob es denn überhaupt notwendig ist und ob es unbedingt zu diesem Anlass sein muss.

Ganz ehrlich: mit Geschenken tu ich mich ohnehin immer schwer … und wer einmal das (vermutlich zweifelhafte) Vergnügen hatte meine Wohnung von innen zu sehen, der bekommt auch eine Ahnung wieso das so ist, denn ich lebe in einer zweckmäßigen Ansammlung von Räumen, die für die jeweilige Nutzung passend eingerichtet ist. Punkt. Viel mehr ist da nicht. Die Deko oder (allgemein ausgedrückt) die „wohnlich machenden Elemente“ in dieser Raumsammlung kann man nämlich an fünf Fingern abzählen.

In einer Zeit, in der die Menschheit Tonnen von Dekoartikeln, Glitzersternchen, Trockenorangenscheiben in Sandgläsern und Spitzen und Schleifchen kauft um sie in alle Ecken der Wohnung zu stellen, vor allen Fenstern auf zuhängen und jeden Quadratzentimeter in Regalen und Schränken damit vollzustellen, fühle ich mich auf diesem Planeten immer etwas falsch platziert und nehme meine Wohnung mehr und mehr als Bollwerk wider dem Dekorations- und Zustellwahnsinn wahr. … Zumindest so lange, bis mich die Geschenkverpackungen auf der Anrichte dann doch Lügen strafen.

Zumindest konnte ich mich in diesem Jahr bisher erfolgreich diesem schrecklichen „Last Christmas“ Song entziehen und musste ihn bisher kein einziges Mal hören.

Ich bin mir sicher, dass es in der Hölle eine gesonderte und schreckliche Abteilung für all die Menschen gibt, die an diesem Song mitgewirkt haben und die ihn (z.B. als DJ oder Musikredakteur) irgendwo ins Programm genommen haben.

Mein persönlicher Rekord, mich diesem Song zu entziehen, beläuft sich bisher bis zum 1. Weihnachtsfeiertag. Dann hatte es mich beim letzten Mal doch erwischt, dass ich das Lied irgendwo trällern hören musste.

Ich bin guter Hoffnung, es diesmal zu schaffen und wirklich einmal – ein einziges Mal in meinem Leben – eine Wahnsinnssaison durchzuhalten ohne dieses Dreckslied hören zu müssen. Einziger Schwachpunkt in meinem akkustischen Endkampf gegen diese in Liedform gepresste sinnentstellte klangdebile Schallwellenverschmutzung ist die Einladung zum Essen am ersten Weihnachtsfeiertag bei den Eltern meiner Freundin – zumindest falls da das Radio unkontrolliert läuft.

„Essen“. Das Stichwort….

Als ich gestern nach der Arbeit nervlich völlig unvorbereitet zur Packstation fuhr, um dort ein Paket abzuholen, habe ich nicht bedacht, dass uns in dieser Woche Feiertage bevorstehen und es zwischen Mittwochnachmittag und Samstagvormittag keine Möglichkeit mehr gibt in Supermärkten einzukaufen. Dementsprechend ging es zu, in diesem Einkaufzentrum, in dem gleich vier große Supermärkte meist direkt aneinander stehen.

Wenn man die Panikszenen in in Filmen wie „World War Z“ gesehen hat oder einem beliebigen anderen Katastrophenfilm, wenn sich die Menschheit vor dem großen Aussterben noch plündernd mit Konserven, Batterien, Windeln und Wasser eindeckt, während am Horizont schon das Glühen des Weltuntergangs aufwallt… dann hat man eine ungefähre Ahnung, was in diesem Einkaufscenter gestern schon los war. OK, die Selbstjustiz und die Schusswaffen, die in solchen Szenen immer wieder mal vorkommen, die fehlten natürlich…. die Zombies auch… aber mehr auch nicht.

Ich glaube, wenn die Welt mal untergeht, dann sterben wir Deutschen zuerst aus. Anscheinend ist ein überwiegender Teil unserer Bevölkerung nicht mehr in der Lage sich planhaft und ohne Panik auf zweieinhalb Tage ohne nachkaufbare Lebensmittelversorgung einzustellen. Da wird um jeden Parkplatz gekämpft bis zum völligen Materialverschleiß und Menschen, die an Heilig Abend andächtig in der Kirche stehen und betend Heile Welt Gesichter zu Schau stellen, springen sich an der Kühltheke im Discounter fast gegenseitig an die Halsschlagader im Kampf um die letzte Polnische Stopfgans.

Ich kauf am Mittwochmorgen nur noch das Nötigste ein“ … hab ich zu meiner Freundin gesagt und meine damit Dinge, die man schlecht lange vorher kaufen kann (frisches Brot, Salat usw) … „und ich gehe zu Fuß und nehme den Rucksack mit.“ Auf diese Zustände, wie ich sie gestern schon auf dem Parkplatz erlebt habe, kann ich am 24. wirklich verzichten… außerdem kann ich es mir leisten, denn alle vier Supermärkte sind keine 10 Minuten Fußweg von mir entfernt.

So werde ich werde morgen mit einer gewissen Unterhaltungserwartung einkaufen gehen… Zuzusehen wie die ganze Nation in Einkaufshektik verfällt und wie man noch Großeinkäufe am Weihnachtstag machen muss (die Lebensmittelversorgung auf diesem Planeten endet bekanntlich morgen und dann gibt es NIE WIEDER etwas zu kaufen) und wie genervt dabei alle sind an diesem Fest der Liebe…. das wird mein persönlicher Spaß morgen sein.

In diesem Sinne: Fröhliche Wahnsinnszeit 🙂