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Wahnsinnige Neuigkeiten…

Es ist schon unglaublich, was alles ans Tageslicht kommt. Vermutlich haben wir all das, der massenhaften Ausspähung durch NSA & Co zu verdanken…. aber jetzt hat man doch tatsächlich den Verdacht, dass beim Fußball sich nicht alles nur um den Sport, sondern oftmals nur ums Geld dreht.

Wahnsinn!!! Da wäre ich niemals von alleine auf die Idee gekommen. Ich, als bekennender Fußballlaie und Fußballtum-Verweigerer, hätte mir das nie träumen lassen…

Naja, aber darüber soll sich bloß niemand von euch Fußballfanatikern da draußen ärgern… ihr finanziert den ganzen Scheiss nämlich. Jedes Mal wenn ihr irgendeinen Fan-Müll kauf, auf dem das Logo des Verbandes zu finden ist, geht ein Teil von diesem Geld in die Taschen der Leute, die sich schon gut genug von irgendwelchen russischen Muster-Demokraten und Wüstenscheichs schmieren lassen haben.

Wenigstens davon kann ich mich einigermaßen lossprechen… reicht ja schon, dass mit meinen Steuern die ganzen Polizeieinsätze und mit meinen Versicherungsbeiträgen die Schadenssummen bezahlt werden, mit denen man die Randaliererei (die für viele anscheinend zum Fußball dazu gehört) begleicht.

Natürlich mache ich mir nicht die Illusion, dass sich auch nur ein Furz daran ändern wird. Es werden ein paar Köpfe ausgetauscht und für die meisten Abgesägten wird sich die Sache wohl dennoch ziemlich gelohnt haben – wenn sie nicht gerade in den USA verurteilt und eingesperrt werden, denn dort ist man mit der Dauer von Haftstrafen bekanntermaßen wenig zimperlich.

Ich find es nur irgendwie schade, dass jetzt die Fußball-Events in Russland und in Katar kippen sollen.

Was Russland betrifft, so bin ich mir sicher, dass sich Wladimir alle vergeblichen Investitionen (ob nun für die Sportstätten oder für andere Zwecke) über die EU-Melkmaschine Gazprom wieder zurückholen wird. Rohstoffpreise sind variabel und die EU ist dank der (für ihn selbst) sehr weitsichtigen Politik des Herrn Bundeskanzlers a.D. Schröder davon mehr abhängig als es eigentlich notwendig gewesen wäre. Dass der sozialdemokratische Herr Bundeskanzler a.D. heute (als Aufsichtsratsvorsitzender einer Gazprom-Tochter) selbst auf der Gehaltsliste von Mütterchen Russland steht, ist sicher nicht mehr als purer Zufall.

Und was Katar angeht, so hätte ich dem deutschen Fußballvolk wirklich mal eine WM in Eis und Schnee gewünscht. Das würde zumindest im Öffentlichen Leben die unangenehmen Begleiterscheinungen des Massenwahnsinns und der Aller-Orten-Public-Besaufing extrem reduzieren. Bei Minus-Graden feiert nur noch der echte Fan.

Auf diese WM im Wüstensand hätte ich mich wirklich gefreut!

Man denke nur an die bisher nie dagewesenen volkswirtschaftlichen Zusatzchancen im Merchandising! Schneeschaufeln in Schwarz-Rot-Gold, Nikoläuse ohne Handglocke aber dafür mit Glitzer-Vuvuzela (im Erzgebirge aus echtem Elchhorn geschnitzt) und unter dem Weihnachtsbaum singt die Familie statt „Oh, du Fröhliche“ dann lieber ein „Schlaaaaand! Schlaaaand! Schlaaaand! Oleeee!!!“ bevor es dann ans Auspacken der vielen Geschenke (alle mit kleinem Fußballverbands-Logo) geht..

So Freunde, ich geh jetzt kotzen….

Und die Welt dreht sich weiter

Ein Nachruf für meine Oma, die heute gestorben ist:

Wenn ein Gespräch mit mir einmal auf das Thema „Verwandtschaft“ kam, erwähnte ich stets gerne, wie harmonisch und liebevoll es schon immer in meiner Verwandtschaft zugeht und dass ich verbissenen Streit und Feindschaft bisher nur aus anderen (fremden) Sippen kenne, dies bei uns aber nie ein Thema war.
Einen sehr großen Anteil daran hat ganz sicher die Frau, die sechs Kinder (inkl. meiner Mutter) geboren und aufgezogen hat und denen sie durch ihr eigenes Beispiel die Güte und Liebe gelehrt hat, auf die ich mich ein Leben lang durch alle Höhen und Tiefen hindurch bei allen in meiner Sippe bedingungslos verlassen durfte.
Diese Frau ist heute, nachdem sie noch im November letzten Jahres recht munter ihren 90sten Geburtstag im großen Kreis der Familie feiern konnte, gestorben.
Mir bleibt nur noch zu sagen: „Danke für alles“ und „Wenn es diesen Himmel gibt, an den Du stets so fest geglaubt hast, dann muss sich ein Mensch, wie Du es warst, sicher keine Sorgen machen. Da bin ich mir sicher.“

Ihre katholischen Religion, die mir aus Kindertagen anerzogen war und der ich lange und zeitweise auch inbrünstig gefolgt bin, teilte ich schon eine Weile nicht mehr. Aus Rücksicht auf meine Oma habe ich dies aber ihr gegenüber niemals thematisiert.

Auch in der Zeit der Trauer, wenn man den Verlust eines geliebten Menschen realisiert, kann ich mich dieser Religion einfach nicht mehr anschließen. Gleichwohl respektiere ich gerade im Fall meiner Oma aber ihren Glauben, denn sie lebte ihre Religion so wie man es tun soll: friedlich und demütig.

Ich hingegen kann mich einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass wenn alles (vom kleinsten Grashalm bis hin zum größten Stern) einem Kreislauf aus Werden und Vergehen unterliegt, wir Menschen wirklich und ausgerechnet das Einzige sein sollen, das nicht diesem Kreislauf folgt. Zeit ist dabei nur eine Illusion, der wir entfliehen, sobald wir dieses Leben verlassen.

Was war ist vergangen, aber nicht verloren. Alles kehrt wieder, wenn auch in anderer Ausprägung und in einer anderen Weise…. aber nichts verschwindet für immer. Dessen bin ich mir ganz sicher.

Dennoch muss ich mich jetzt erstmal mit dem Gedanken vertraut machen, dass ein geliebter Mensch, den ich schon seit meinem allerersten Lebenstag kannte, nicht mehr hier ist.

Doch die Welt dreht sich weiter. Jeden Tag sterben Menschen (und sicher nicht alle so gnadenvoll friedlich wie meine Oma) und jeden Tag werden Menschen geboren… ein Kommen und Gehen und glücklich darf sich trotz allem wohl der schätzen, der im Leben soviel bedeutet und bewirkt hat, dass es Menschen gibt, die sich mit Liebe an ihn erinnern.

Kalkofe sagt …

… einige Sachen, die ich länger auch schon sagte, insbesondere wenn ich über Religion und den damit früher oder später stets einhergehenden Fanatisnus und die Anmaßung des Menschen rede, wenn dieser denkt, genau zu wissen was sein Gott will… bzw. dieser der Meinung ist, dass sein Gott auf sein Tun angewiesen wäre.

Glaube, das mag von Gott kommen… da will ich nichts gegen sagen, wenn jemand an einen Gott glauben mag.

Religion aber… Religion kommt von Menschen, sie ist von Menschen gemacht und deshalb dient sie auch nur den Menschen und genau deshalb ist sie auch das Problem!