Results for tag "radio"

Aussichten

Die Hälfte der Woche ist schon fast geschafft. Die Sendung, die ich heute ab 20 Uhr auf radio.XES veranstalten werde, gilt für mich immer als emotionale Wochenmitte… danach ist das Wochenende schon in Sicht… und dennoch – freuen kann ich mich nicht so recht darauf, denn das einzig Gute an diesem Wochenende ist, dass es (wenn es vorbei ist) wieder zwei Tage weniger sind, die ich auf mein Kätzchen warten muss. Mehr kann ich dem Wochenende aber nicht abgewinnen und das nicht nur weil ich es allein verbringen muss, sondern vor allem weil ich es ohne mein Kätzchen verbringen muss.

Von den anderen paar Leuten, die ich „auserwählt“ hätte mir Gesellschaft zu leisten (tatsächlich sind das nur zwei) hat niemand Zeit, so werde ich also Zeit haben… Zeit für… hmm… ja, für was eigentlich… keine Ahnung. Vielleicht zocke ich mal wieder ein paar Runden, das hab ich ja schon wochenlang nicht mehr gemacht…. oder ich geh (wenn das Wetter, insbesondere Nachts, mitspielt) wieder auf Bild- oder Tonjagd.

Mein Tonprojekt ist ja so sträflich vernachlässigt, dass es bis jetzt noch nicht einmal existiert… dabei ist die Idee schon mindestens drei Jahre alt. Ich weiß auch noch nicht so genau, wie ich das machen soll, also von der technischen Umsetzung her, aber darum muss ich mir eigentlich auch erst Gedanken machen, wenn ich genug Material zusammen habe – das allein dauert noch sehr lange. Immer dann, wenn sich die Gelegenheit bieten würde Material zu sammeln, hab ich natürlich nicht daran gedacht die entsprechende Hardware mitzunehmen. Und denk ich daran, dann ergibt sich die Gelegenheit nicht. Naja, die Aussichten für diese Sache sind also mehr als langfristig…

Trotzdem macht mich das Wochenende erstmal traurig. Ich bin das Alleinsein an den Wochenenden einfach nicht mehr gewohnt. Gepaart mit der fehlenden Lust auszugehen ist das keine gute Mischung. Sicher, weggehen könnte ich… da bin ich gewiss nicht zu schüchtern dazu (kennt man meine Vita, glaube ich gehört das zu den wenigen Dingen derer ich absolut beweisbar gewiss sein kann)… aber Lust dazu hab ich keine und das gilt genreübergreifend für Gothic, Mittelalter oder auch für meine elektronische Tanzmusik.

Ja, mal sehen… irgendwie bekomme ich das Wochenende auch allein hinter mich. Jetzt ist ja erstmal Mittwoch und nachher Sendung, das lenkt wenigstens ab.

 

Wenigstens nicht schwanger!

Ein dreifaches „Hurra“ auf diesen Montagmorgen!

Ich bin versehentlich eine Stunde zu früh aufgestanden (Wecker falsch gestellt) und bis ich es bemerkt habe, war ich schon aus der Dusche raus. Kopfschmerzen hab ich, dass ich befürchte meine Hirnhälften drücken um die Wette welche zuerst durchs Ohr kommt und geben mir damit kaum Gelegenheit zu überlegen, ob es mir schon vor dem ersten Erbrechen schlecht war oder ob es mit der Übelkeit erst danach wirklich schlimm wurde.

Zum Glück bin ich (zumindest aller Wahrscheinlichkeit nach) wenigstens nicht schwanger.

Gestern hab ich gar nichts Großartiges gemacht – zumindest nichts, was diesen heutigen Zustand rechtfertigen würde…. was schon fast an Bedauern grenzt, denn hätte ich gestern gewusst, wie es mir heute geht, hätte ich ja wenigstens noch dafür sorgen können, dass es heute wenigstens seinen guten Grund hat. Aber ich habe den Tag am PC und in Bergen von Papier verbracht als ich alle Unterlagen der letzten 6 Jahren geordnet und sortiert und dabei viel Altpapier erzeugt habe. Die nächsten Tage hat mein Aktenschredder also sehr viel Futter zu schlucken. Saudumm nur, dass man das zu kleinen Schlangen und Stückchen geschreddertes Papier dann nicht mehr ins Altpapier geben darf… ich hab so ein schlechtes Gewissen dabei, wenn ich Papier einfach so wegwerfe.

Abends hatte ich noch ein Telefonat mit meinem hübschen Kätzchen und einen Chat mit einer Exfreundin (der zum Ende hin nett war, auch wenn wir nicht auf einen Nenner kamen) bevor ich dann (wieder etwas später als mir selbst lieb war) ins Bett kam.

Ich hoffe, dass die Kopfschmerzen bis heute Abend, wenn ich ab 20 Uhr Sendung bei radio.XES mache, wieder abgeklungen sind…. Elektro und Darkwave sind ja auch nicht gerade angenehm, wenn der Kopf ohnehin schon von ganz alleine BUMMBUMMBUMM macht.

In diesem Sinne, man hört sich heute Abend

euer böser Asmodeus

Kennt ihr Tuwa?

Es wäre keine Schande wenn nicht, ich kannte Tuwa bis gestern nämlich auch nicht.

Fragen wir doch einfach mal Wikipedia:

Die Republik Tuwa (russisch Республика Тыва/Respublika Tywa, auch Тува/Tuwatuwinisch Тыва Республика/Tywa Respublika) ist eine zur Russischen Föderation gehörende autonome Republik im südlichen Teil von Sibirien. Tuwa, das frühere Urjanchai, war von 1921 bis 1944 als Tuwinische Volksrepublik formal unabhängig. Der geographische Mittelpunkt Asiens liegt nach einer Berechnung von 1914 in der Nähe der Hauptstadt Kysyl.[2]

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tuwa

Für jemand, der sich weit weniger mit Einzelheiten auseinandersetzen möchte, könnte man (ganz im Klischee verweilend) auch sagen: viel Steppe, Pferdeherden, Jurten und verteilt auf einer Fläche, die etwa halb so groß ist wie die der Bundesrepublik Deutschland, tummeln sich gerade mal soviel Menschen wie bei uns in Bonn, Mannheim oder Bielefeld wohnen. Und damit sind wir – zumindest in geographischer bzw. geopolitischer Sicht – wieder ein wenig wissender geworden.

Was mir von Tuwa bis gestern auch nicht bekannt war (ich meine abgesehen von der Tatsache, dass es überhaupt existiert) ist die Musik der tuwinischen Einwohner, die wir als „Kehlgesang“ oder „Obertongesang“ bezeichnen. Auch davon hab ich bisher nichts gewusst und natürlich erst recht nichts gehört, doch genau dieser Gesang war es, der mich gestern – als ich zufällig in einer Dokumentation darüber gestolpert bin – regelrecht gefesselt hat.

Nun, man kann sagen, da ich schon immer eine Schwäche für „besondere“ Musik hatte, wozu ich durchaus auch meine Vorliebe für mittelalterliche, keltische und andere Klänge (z.B. die von Didgeridoos) zähle, war es klar, dass ich an dieser Musik irgendwie hängenbleibe. Es hat allerdings ein wenig gedauert, bis ich herausgefunden habe, wie die Folklore-Gruppe hieß, die mir in der Dokumentation der ARD aufgefallen war. Gut, hätte ich in Wikipedia mal nach „Tuwa“ gesucht, hätte ich mir die Arbeit ersparen können, denn dort ist die Gruppe als bekannteste Folklore-Gruppe (mit internationalen Engagements) auch explizit genannt.

Huun-Huur-Tu“ nennt sich die Band und ist für alle, die sich gerne mal mit völlig neuen musikalischen Eindrücken beschäftigen wollen und keine Angst vor ein wenig Folklore haben (solange es nicht Akkordeon, Tuba und Lederhosen sind), mein ganz persönlicher Tipp!

Irgendein netter Youtube-User hat sich sogar die Mühe gemacht ein ca. einstündiges Konzert in den USA in wirklich guter Qualität anzubieten:

Und (oh Wunder, denn ich hätte das nicht gedacht) es gibt wenigstens eine CD Huun-HuurTur – Mother-Earth! Father-Sky! sogar auf Amazon.de zu kaufen bzw. anzuhören.

Das Konzert auf Youtube hab ich mir natürlich komplett angeschaut, was Dank youtube-fähigen BlueRay-Players im Schlafzimmer möglich war (besserer Sound, großer TV) und mir nicht nur gute Unterhaltung brachte, sondern mir auch Lust machte nachzuforschen ob diese Band Deutschland demnächst wieder heimsucht, denn in Deutschland spielten sie auch schon einmal. Aber leider fand ich zu dieser Band keine Homepage mehr und selbst der Link, der bei Wikipedia.de genannt ist und auf eine Seite hunnhuurtu.com führt, bringt mich nicht weiter, denn diese Seite enthält (wenn die Schriftzeichen von meinem Google Chrome übersetzt wurden) lediglich Informationen über Golfschläger, deren Kauf und Patente und die Zulassung von Golf Clubs…

Ok… bei soviel tuwinischer Steppe ist Golf vielleicht die logische geografische Konsequenz, denn da ist sicher genug Platz für ein paar Greens.

Jedoch fürchte ich, dass die Seite deshalb nicht mehr existiert, weil es die Band vielleicht nicht mehr gibt…. was ich schade finden würde, weil es irgendwie ein Stigma meiner musikalischen Entdeckungsreisen darstellt, dass ich Bands immer erst dann für mich entdecke, wenn sie nicht mehr existieren oder sich die Künstler schon umgebracht haben. Na, wollen wir mal hoffen, dass es den Jungs von Huun Huur Tu wenigstens gut geht, auch wenn ich vermutlich vergeblich darauf hoffe sie einmal live hier in Deutschland erleben zu dürfen, denn nach Tuwa ist es mir definitiv zu weit… auch meine Begeisterung hat Grenzen.

Und nach soviel Folklore bin ich jetzt mit Sicherheit reif für einen ausgedehnten Streifzug durch die schwarz-elektronische Musik der Gothic-Szene, denn immerhin will die morgige Sendung auf radio.XES gut vorbereitet sein!

In diesem Sinne *Pommesgabel in die Luft streck*

euer böser Asmodeus