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Besuch bei Blutengels

Heute war ich entgegen meiner eigentlichen Neigungen wieder einmal an einem Samstag in der Innenstadt. Grund hierfür war meine Freundin… oder genauer gesagt war es das Blut, das in meinen Adern fließt.

Meine Freundin warb mich heute nämlich beim örtlichen Blutspendedienst und dazu muss ich dann ja wohl auch persönlich erscheinen (zuhause selbst Gezapftes wollten die nicht). So bin ich jetzt einen halben Liter Körperflüssigkeit ärmer, meine Freundin aber Euro 15,- Werbeprämie und einen Euro 20,- IKEA Gutschein reicher… und 35 Euro, dafür dass man den Freund ein wenig bluten lassen kann, ist doch gar nicht schlecht… 😉

Ne, im Ernst. Früher war ich regelmäßiger Blutspender, was sich dann aber so um das Millenium herum eingestellt hat. Seit längerer Zeit schon hatte ich eigentlich vor wieder spenden zu gehen, doch waren die Termine des Blutspendedienstes immer entweder von mir unbemerkt verstrichen oder ich hab einfach nicht daran gedacht.

Daher ist das Spendezentrum gar nicht schlecht, denn da kann ich hingehen, wann ich das möchte bzw. kann und muss mich nicht an einen Termin halten. Sicher, dass es dort etwas Geld gibt ist eine feine Sache… jedoch sehe ich die paar Euronen eher wirklich als Aufwandsentschädigung dafür, dass ich in die ungeliebte Innenstadt fahre und mich mit Menschen, Parkhäusern und Verkehr herumschlage und vor allem meine Zeit opfere und weniger als „Bezahlung“ für meinen Lebenssaft.

Die wollten mich schon für Dienstag wieder einbestellen um Plasma zu spenden… aber so schnell gehts dann mit mir doch nicht. Unter der Woche hab ich da keine Lust zu mir den Stress nach der Arbeit noch anzutun. Das ist eher etwas für einen frühen Samstagmorgen, wenn meine langschlaffreudige Freundin noch im Bett liegt und ich locker wieder zurück bin bis sie das erste Mal aus dem Bett krabbelt.

Allerdings sind die Untersuchungsmethoden etwas lustig… was vielleicht auch daran gelegen haben mag, dass ich den Fragebogen sehr gewissenhaft korrekt ausgefüllt habe. Wenn man dann seine Armbeugen zeigen muss und sich dabei überlegt, welche Diagnose sich daraus wohl ableiten lässt…. bis es mir dann doch einfiel und ich mal prüfte, ob ich den Doktor mit einem lockeren „Ich spritz mir den Shit immer zwischen die Zehen, da sieht man die Einstiche nicht“ aus der Ruhe bringen kann…. aber meine Zulassung bekam ich dennoch ohne dass ich die Socken ausziehen musste.

Viel los war jedenfalls nicht – obwohl ich in diversen Eckem im Internet Warnungen fand, dass Samstags die Hölle los sei. Vielleicht waren wir einfach zu früh dran für den Stress. Sonst war eigentlich alles gut, wenngleich der junge dynamische Mann am Empfang für meinen Geschmack eine etwas zu kesse Lippe hatte… aber das ist wohl dem Ruhrpottgemüt geschuldet, weshalb ich mir als verklemmter Schwabe da keine zuverlässige Meinung bilden kann. Die Mädels, mit der lustigen Aufschrift „Blutengel“ auf ihren Tshirts, waren aber schon etwas gestresst… aber dennoch sehr nett.

Auffällig war aber, dass ich fast nur junge Männer ausländischer Herkunft gesehen habe. Da mag dann vielleicht doch auch der Aspekt der „Aufwandsentschädigung“ eine Rolle spielen – was ich aber nicht schlechtreden will. Ich finde Blutspenden (auch wenn man für Geld tut) keinen Fehler – vorausgesetzt man ist ehrlich in seinen Angaben und gefährdet nicht durch bewusst falsche Angaben spätere Empfänger seines Blutes… dergleichen habe ich nämlich auch schon kennengelernt.

Also frühestens nächsten Samstag werde ich mich dort wieder blicken lassen…. dann hat meine Freundin aber nix mehr davon 😉

Eins, Zwei, Post von denen…

Und zwar von der Polizei… aber nur zur Zeugenanhörung (bezogen auf den von mir beobachteten Unfall, den ich im letzten Blogeintrag beschrieben habe).

Anscheinend haben sie jetzt gegen den Fahrer noch ein Strafverfahren wegen Unfallflucht eröffnet. Wie ich inzwischen von anderer Seite erfahren habe, lautet das Geburtsjahr des Unfallverursachers auf eine Jahreszahl, die noch vor 1930 zu finden ist… und mit knapp 90 Jahren, da muss man sich doch schon langsam mal selbst fragen, ob man noch angemessen in der Lage ist ein Auto zu fahren.

Aber dennoch, eine bewusste Unfallflucht war es meiner Meinung nach auch gar nicht – da bin ich mir recht sicher. Immerhin hätte der alte Herr doch wenigstens mit den Augen im Spiegel reagiert, wenn er mein Gehupe und meine Lichtsignale gehört/gesehen hätte…. aber da war gar keine Reaktion irgendeiner Art festzustellen. So habe ich das auch in den Anhörungsbogen geschrieben. Na, dann mal sehen ob die Geschichte mit dem Einwurf dieser Zeugenanhörung beendet ist oder ob der arme Kerl noch vor Gericht gezerrt wird…

Tjoar, ansonsten gibt es nicht viele Neuigkeiten. Zur Zeit kränkel ich so vor mich hin… mal der Magen, mal die allgemeine Befindlichkeit… es macht aber so im Durchschnitt einfach keinen Spaß. De facto betrachte ich mich als urlaubsreif, was diesem Bild jedoch etwas den Glanz nimmt, ist die Tatsache, dass ich erst vor einer Woche Urlaub hatte. Die Arbeit stresst derzeit auch ziemlich, bzw. eigentlich genauer gesagt was die Entwicklung dort im Allgemeinen so betrifft. Da ich aber auch weiterhin den Grundsatz pflege, privat nicht über die Arbeit zu berichten, bleiben weitere Infos außen vor. Jedoch gehört der Stress oder die Nerven, die man dort opfert, bei ehrlicher Betrachtung eben doch zumindest im Sinne einer Erwähnung auch einer Beschreibung meiner eigenen allgemeinen Befindlichkeit geschuldet.

Der Lichblick für dieses Wochenende ist das nahende Ende des Herbstleuchten-Events im Maxipark und damit ein Ende dieser unsäglichen Herr-Der-Ringe-Dauerschleifen-Musik (dieser Blog kotzte sich bereits dazu aus). Schön zu sehen, dass sich auch das Ordnungsamt gestern Abend endlich mal wieder die Ehre gab und durch ein paar Tickets zumindest den Anschein etablierte, sich um die Zustände an solchen Abenden zu kümmern – etwas, was mir an manchen Tagen hier ziemlich fehlt, auch wenn sich der Maxipark selbst (z.B. durch Zufahrts-Sperrung unserer Straße) sehr löblich darum bemüht die Parkerei hier nicht zum vollendeten Chaos kommen zu lassen.

Gleich geht es zu einem Fotoworkshop für Portraits Outdoor und das restliche Wochenende ist der Nachbearbeitung von Fotos eines Shootings gewidmet, bei dem die vertraglich zugesicherte Abgabefrist am Montag ausläuft. So spät war ich schon lange nicht mehr dran, aber die Woche gehört auch nicht unbedingt zu den tollsten Wochen in meinem Leben.

Ach so, eins noch: entgegen meiner Vorbehalte für Challenges jeglicher Art (insb. aber wenn Eiskübel oder Zitronen dabei im Spiel sind), hab ich mich aus Nettigkeitsgründen für eine Photo Challenge nominieren lassen. Jetzt gibt es im Facebook 5 Tage lang ein Foto von mir und an jedem dieser 5 Tage nominiere ich einen neuen Teilnehmer… da rächt es sich, dass ich meine Facebook-Accounts in Gruftis, Kollegen und Fotoleute getrennt habe, denn jetzt bin ich von einer Gruftin auf meinem Gruftaccount nominiert worden und hab die ganze Fotoleute dort nicht mehr in meiner Freundesliste.

Wie man es macht ist es einfach nix.

Im nächsten Leben wird sicher alles besser…

Der Parkplatz-Terrorist

Schon seit Jahrzehnten bin ich der Meinung (wohlwissend, dass es mich in eher naher als ferner Zukunft einmal selbst betreffen wird), dass man ab einem gewissen Alter alle paar Jahre die Tauglichkeit zum Führen eines Kraftfahrzeuges im Straßenverkehr attestieren lassen müsste. Es kann doch nicht sein, dass immer erst etwas passieren muss, bevor etwas passiert.

Heute ist mir wieder so ein Exemplar vor die Augen gefahren.

Beim Ausparken auf einem echt dafür ausreichend breiten Parkplatzweg beschädigte ein Autofahrer beim Rückwärtsfahren ein anderes (parkendes) Fahrzeug. Der Schaden ist nur leicht und keinesfalls so schlimm, dass der Fahrer durch einen Stoß dies hätte merken müssen… aber dass sein Abstand absolut nicht mehr vorhanden war, hätte er schon merken müssen.

Der Fahrer war ein älterer Mann und seine Beifahrerin eine ältere Frau.

Unfälle passieren. Das ist kein Thema. Dafür gibt es Versicherungen.

Was ich aber echt bedenklich finde ist, dass ich hinter dem Opa hinterher gefahren bin und ihm mit dauernder Lichthupe und dauernden Hup-Signalen zu verstehen geben wollte, dass da etwas absolut nicht in Ordnung ist und er doch stehenbleiben soll. Er hat jedoch nicht die Bohne von Reaktion gezeigt und ist einfach völlig unbeirrt weitergefahren ohne dass man überhaupt an irgendwas hätte erkennen können, dass er wenigstens meine Signale wahrgenommen hat.

So fernab der Wahrnehmung kann man doch unmöglich sein?!

Ich meine, wenn man so durch die Landschaft fährt, überfährt man auch Kinder ohne dass es einem auffällt.

Unglaublich!!!

Naja, ich hab dem Geschädigten einen Zettel an den Scheibenwischer geklemmt und ihm meine Beobachtung, die Autonummer des Verursachers und meine Telefonnummer aufgeschrieben. Wenn er Glück hat und kein erneuter Prasselregen einsetzt, hat er den Zettel sogar noch an der Scheibe, wenn er wieder zu seinem Auto kommt. Anonsten, Pech gehabt.

Ich weiß ja, dass es im Alter zunehmend schwer wird selbstbestimmt zu leben. Es müssen tausend Dinge getan und erledigt werden, für die Bus und Bahn einfach nicht so gut taugen…. und den Kindern und Enkeln (so man welche hat) will man auch nicht immer auf die Nerven gehen… dafür habe ich Verständnis, vollends.

Wenn man aber so in seiner Wahrnehmung und Reaktion nachlässt, dass man mit der Tonne Metall um sich herum zu einer dauernden Gefährdung für andere wird, dann hört der Spaß einfach auf. Dann ist einfach der Moment erreicht, wo man zumindest einmal prüfen sollte, ob man noch fähig ist mit einer gewissen Grundzuverlässigkeit am motorisierten Verkehr teilzunehmen… alles andere ist doch Blödsinn.