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Vegane Anime Pudding Kommunikations Einsichten

Also, nachdem ich mir jetzt schon drei komplette Anime-Serien von vorne bis hinten durchgeschaut habe, bin ich ich der Überzeugung, dass das Handy, das wir alle als unseren kleinen nützlichen Freund empfinden, in Wirklich die materiegewordene Ausgeburt des bösen ist.

Wie ich zu der Annahme komme? Nun, weil von den „guten Jungs“ in den Animes bisher nie einer ein Handy benutzt hat. Das haben immer nur die bösen (wie z.B. die fiesen Forscher in Elfenlied), aber die Guten scheinen nicht einmal zu wissen dass es sowas wie Handys gibt, wenn sie Nachts im strömenden Regen allein am Strand nach Freunden suchen… und wenn sie fluchtartig das Haus verlassen müssen um die nächste Katastrophe aufzuhalten, sind sie immer darauf angewiesen dass jemand im Haus bleibt, der berichten kann dass man eben mal kurz weg ist (die Welt retten), weil man ja keine SMS mit dieser Info schicken kann.

OK, vermutlich geht das nicht, weil ja die bösen Wissenschaftler alle Handys haben und sicher superverschwörungstechnisch alle Frequenzen abhören oder so… oder das Handynetz geht nicht wegen der radioaktiven Strahlung die noch vom letzten Godzilla-Angriff über ist… hmmm… eher unwahrscheinlich.

Naja, jedenfalls ist mir aufgefallen dass es zwar technisch hochentwickelte Maschinen gibt (wie zum Beispiel menschlich aussehende affenscharf-sexy-aufreizende vorbildblich bebrüstete PersoComs, die man da einschaltet, wo man sonst nur ganz besonders unartige Sachen macht) und menschheitsvernichtende Gen-Mutanten mit super-strangen Vektor-Armen… aber eben kein Handy… etwas ungewohnt im technologischen Zukunftsland Japan.

Oder ich hab einfach nicht gut genug aufgepasst… oder ich bin zu plöth für Animes…. was schade wäre, denn die bisherigen Einblicke in dieses Genre haben mir gut gefallen. Ich habe auch den besonderen Vorteil, dass eine Expertin darüber wacht, dass ich mir auch die „richtigen“ Sachen anschaue und ihrem Urteil darüber, was mir gefallen könnte und was nicht, kann ich voll vertrauen (wie ich jetzt schon weiß).

Ich glaube, die nächste Anime-Serie wird jetzt Full Metal Panic Alchemist sein oder irgend etwas in dieser Art jedenfalls. Hmm… der Titel stimmt jetzt sicher nicht, aber ich bin jetzt zu faul zum googlen… außerdem hab ich gerade meine Sendung auf radio.XES (Elektronischer Montag) und da ist es schon sündhaft genug wenn ich nebenher blogge… was ich übrigens nur mache, weil gerade niemand im Chat ist.

Eine weitere Entdeckung vom Wochenende (abgesehen von handyunbegabten Anime-Helden) ist, dass Vanillepudding mit Soja-Milch gekocht total zum Kotzen schmeckt.

Total widerlich. Also Soja-Milch als solches kenne ich ja und trinke ich auch (wenn ich mal veganösen Besuch hatte und danach noch etwas davon in meinem Haushalt in geöffneter Verpackung übrig ist). Auch Kakao hab ich mit dem Zeug schon gemacht und das ist auch ganz gut trinkbar, aber Pudding ist echt übel…. irgendwie total mehlig und geschmacklich macht es die ganze Vanille uninteressant.

Nö, Ergebnis dieser Erfahrung: muss wirklich nicht nochmal sein. Vanillepudding braucht eben doch den Drüsensaft eines Wiederkäuers damit er mir schmeckt… steh ich zu… scheiss drauf.

Das Problem ist nur, ich hab schon seit Donnerstag keine Milch da und irgendwie komme ich nicht zum Einkaufen… nervig. Ich könnt mal einen Heimlieferservice brauchen… muss mal die Caritas fragen ob sie es auf für jemand in meinem Alter schon macht… immerhin sind meine Aussichten mal ein gesegnetes Alter zu erreichen (aufgrund meiner wilden Jugend) recht stark gesunken…. da wäre es doch eigentlich fair ein wenig von den Annehmlichkeiten, die ich vielleicht nie erfahren dürfen werde, jetzt schon zu erhalten… immerhin zahl ich doch ein Leben lang dafür meine Sozialbeiträge!

Also falls das jemand von den „Bufdis“ oder „Zivis“ (oder wie die jetzt heißen) liest: ich brauch 4 Tüten Milch 3,5% (aber was Günstiges, nicht dieses Bio-Gemülle von glücklichen Landwirten), Chicken Wings (nicht scharf), Mais-Käsebällchen (aber nur die „Charlie“ von REWE) und Pizza Magerita im Doppelpack. Außerdem brauch ich Toilettenpapier (aber nur die Marke „Regina“ vom Edeka, was anderes kommt mir nicht an den Arschmodeus) und Kirsch-Banane-Saft wäre auch ganz in Ordnung, weil ich da gerade voll Bock drauf habe.

Und wenn’s geht das ganze ziemlich zügig, ich will heute nämlich früh in’s Bett und Japan-Dokus anschauen und dann hab ich echt keinen Bock mehr aufzustehen nur weil ihr nicht mit dem Arsch aus der Marmelade gekommen seid!

Ist doch schlimm, dass nichts funktioniert bis ich mich aufrege. 🙂

Achso, senden muss ich ja auch noch nebenher… eben den Einsatz für den Liedwechsel verpasst… ach, hat keiner gemerkt… 🙂

Hmm.. gut, dann mach ich mal den Blog zu für heute… wer noch immer nicht genug hat vom bösen Asmodeus kann mir ja noch bis ca. 22:00 Uhr auf radio.XES zuhören oder mich dort im Chat besuchen

In diesem Sinne, euer böser Asmodeus

Selbstverständlichkeiten im Juli

Meine Herzallerliebste,

ich bin tausende von Meilen gegangen,

habe Flüsse überquert,

Berge versetzt,

ich habe gelitten,

und ich hab Qualen über mich ergehen lassen,

ich bin der Versuchung widerstanden

und bin der Sonne gefolgt,

um dir gegenüberstehen zu können

und dir zu sagen:

Ich liebe dich.

Quelle: „Im Juli„, 2000, Regie: Fatih Akin

Nennt mich ruhig hoffnungslos romantisch, aber von allen filmischen Liebeserklärungen finde ich dieses Zitat aus dem Film „Im Juli“ (Trailer) am schönsten, wenngleich es ohne die Geschichte des Films, die Stimmung, die Musik und den sympathischen Blick von Christiane Paul eben in diesem bösen Blog nicht so schön rüberkommt.

An diesen Film, den ich mir eben angeschaut habe, weil ich gerade sonst nichts tun kann, hab ich mich noch fast Szene für Szene erinnert obwohl ich ihn schon ein paar Jahre lang nicht gesehen habe. Ich erinnere mich sogar noch an die Kinovorstellung, in der ich den Film zum ersten Mal gesehen habe und auch daran, dass ich bei diesem Film zum ersten Mal in meiner damaligen Beziehung gemerkt habe, dass mir Zweifel kamen, als ich mir wünschte meine (damalige) Freundin wäre ein wenig mehr wie „Juli“ im Film.

Damit ist nicht die Person selbst oder die Optik gemeint, sondern einfach dieses bedingungslos zueinander stehen, diese Selbstverständlichkeit des „Wir gehören zusammen, auch wenn es mal reibt“ und des „Ich folge dir wohin Du auch gehst“ bzw. „Wir stehen das zusammen durch“. Diese Selbstverständlichkeit in der Sicherheit des Zusammengehörens – ohne Angst und ohne Zweifel… das ist es, was ich an der Liebe (wenn sie richtig ist) am meisten schätze…. leider jedoch ist es (wie alle guten Dinge des Lebens) nur schwer zu finden.

Hätte ich damals diese ersten Zweifel nicht beiseite gewischt, wäre mir wahrscheinlich eine (gleich zweimalige) Enttäuschung durch meine damalige Freundin erspart geblieben… andererseits ist man(n) hinterher immer klüger…. aber ich bin nicht (und war auch nie) ein Mensch, der sich von Zweifeln in Sache Liebe bestimmen lässt. Ich bin eher jemand, der trotz Zweifel versucht für etwas zu kämpfen oder daran zu glauben, denn Liebe kann sich nicht nur in Sonnentagen zeigen, sondern gerade auch in nicht so besonders guten Zeiten wirklich bewähren. Erst dann zeigt sich, was wirklich in dem steckt, was man gerne Liebe nennt und auch ob man dafür die richtige Partnerin (oder den richtigen Partner) hat, denn das ist ein Spiel, für das man zwei Spieler guten Willens braucht.

Den Film nach so lange Zeit wieder anzuschauen und die eigenen Erinnerungen dazu retrospektiv zu durchdenken, das ist schon sehr komisch. Mal sehen was das Film-Regal noch so hergibt an alten Filmen, die mir diesen (vermutlich) krankheitsbedingt untätigen und noch dazu sehr verregneten Samstag erträglich macht…

Der bisher einzige Lichtblick heute war, dass ich wieder mit meinem Kätzchen sprechen konnte… war zwar nur kurz und verbindungstechnisch eher schlecht als recht, aber wenigstens weiß ich, dass es ihr gut geht. Das ist sowieso das Wichtigste für mich und von allen anderen Dingen können wir uns noch erzählen, wenn wir ins in zwei Wochen dann hoffentlich wiedersehen.