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Was ist das und WER isst das?

Wir waren mal wieder in Düsseldorf um ein paar Dinge nachzuholen, zu denen wir beim Japan-Tag 2014 aufgrund der Massen von Besuchern einfach nicht gekommen sind.

Dazu gehörte unter anderem auch ein Einkauf in einem japanischen Supermarkt auf der Immermann-Straße, der beleibtere Menschen (ich ich selbst auch inzwischen einer bin) ständig vor kleine Herausforderungen stellt, insbesondere auch dann, wenn man dort noch mit Taschen und einem Rucksack und in dicker Wintermantelung zusammen mit anderen Kunden unterwegs ist.

Ständig hat man Angst in diesen schmalen Gängen bei einer Drehung oder Bewegung die eine oder andere Köstlichkeit aus den dicht gedrängten Regalen zu fegen… aber letztlich haben wir uns doch gut und ohne Schäden durchgearbeitet und dank Tante Google (auf dem Handy) und genügend Zeit auch alles gefunden, was wir suchten.

Naja, genau genommen haben wir mehr gefunden als wir gesucht haben, aber ich komme nun auch nicht jede Woche nach Düsseldorf und daher war das schon in Ordnung.

Eines dieser Dinge, die ich gefunden habe ist das hier:

Aus dem Japan-Supermarkt

Aus dem Japan-Supermarkt

„Was ist das?“ hab ich mich natürlich gefragt und tippte zunächst einmal auf einen nach Apfel schmeckenden Kaugummi, denn die Form und Größe der Verpackung deutete auf etwas in Richtung Kaugummi oder Drops oder dergleichen. Das Gefühl beim Anfassen der Verpackung war allerdings seltsam nachgebend… also eher so wie bei Sülze zum Beispiel.

Da sich der Preis dieses Produktes (wenn ich mich richtig erinnere) noch im Cent-Bereich bewegte, hab ich es (neben anderen Produkten) einfach mal gekauft um es zuhause zu testen… am Ende war der Einkaufskorb gut gefüllt mit ähnlichen Produkten, die wir in den nächsten Tagen hier im Blog wahrscheinlich auch noch kurz zeigen werden…

… abgesehen von der Japanischen Version von „Jelly Bellys“, die ich gleich zuhause getestet habe und die SO GEIL LECKER waren, dass ich die ganze Packung verdrückt habe, noch bevor ich überhaupt daran denken konnte ein paar Fotos für den Blog zu machen.

Tja, wenn das jetzt wieder mein Hausarzt lesen würde… der würde mir sicher wieder was dazu erzählen.

Zuhause angekommen hab ich also mal diese recht seltsame Verpackung geöffnet und siehe da… so weit entfernt von Sülze waren wir gar nicht, denn es handelt sich um eine Art Gelatine, die (wie es die Produktverpackung schon im Bild andeutet) nach Apfel schmeckt.

Glibberig und schmeckt nach Apfel

Glibberig und schmeckt nach Apfel

Allerdings ist die Konsistenz deutlich fester als man es von Konfitüre oder Marmelade erwarten würde und außerdem hat man beim Verzehr auch ein leicht mehliges Gefühl auf der Zunge.

Seltsam, seltsam also, aber absolut wohlschmeckend, wie ich finde.

Wofür man das „eigentlich“ verwendet, weiß ich nicht. Vielleicht nur zum naschen… vielleicht als Mittel zum Abschmecken süßer Speisen… vielleicht aber auch nur, damit sich Nicht-Japaner darüber wundern.

Auf der japanischen Homepage des Herstellers habe ich leider keine Infos dazu gefunden – auch wenn sich der (extra dafür wieder von mir aus der datentechnischen Versenkung geholte) Chrome Browser mit Übersetzungsfunktion wirklich alle Mühe gegeben hat.

Das Ding kommt beim Sonntagsfrühstück morgen früh aufs Brötchen, basta. 🙂

Oh du Wahnsinnige

Ich gebe es zu: eigentlich wollte ich keine Weihnachtsgeschenke kaufen….

… eigentlich.

Doch nun sind da doch ein paar verpackte Päckchen für meine Freundin auf der Anrichte und mit einem nicht zu leugnenden Anteil Selbstverspottung muss ich mir eingestehen, dass ich mich dem weihnachtlichen Kaufwahnsinn doch nicht ganz entziehen konnte.

Dass ich mir natürlich Gedanken gemacht habe, was ich schenke, das versteht sich von selbst. Die Gedankenlosigkeit liegt vielmehr darin, nicht darüber nachzudenken, ob es denn überhaupt notwendig ist und ob es unbedingt zu diesem Anlass sein muss.

Ganz ehrlich: mit Geschenken tu ich mich ohnehin immer schwer … und wer einmal das (vermutlich zweifelhafte) Vergnügen hatte meine Wohnung von innen zu sehen, der bekommt auch eine Ahnung wieso das so ist, denn ich lebe in einer zweckmäßigen Ansammlung von Räumen, die für die jeweilige Nutzung passend eingerichtet ist. Punkt. Viel mehr ist da nicht. Die Deko oder (allgemein ausgedrückt) die „wohnlich machenden Elemente“ in dieser Raumsammlung kann man nämlich an fünf Fingern abzählen.

In einer Zeit, in der die Menschheit Tonnen von Dekoartikeln, Glitzersternchen, Trockenorangenscheiben in Sandgläsern und Spitzen und Schleifchen kauft um sie in alle Ecken der Wohnung zu stellen, vor allen Fenstern auf zuhängen und jeden Quadratzentimeter in Regalen und Schränken damit vollzustellen, fühle ich mich auf diesem Planeten immer etwas falsch platziert und nehme meine Wohnung mehr und mehr als Bollwerk wider dem Dekorations- und Zustellwahnsinn wahr. … Zumindest so lange, bis mich die Geschenkverpackungen auf der Anrichte dann doch Lügen strafen.

Zumindest konnte ich mich in diesem Jahr bisher erfolgreich diesem schrecklichen „Last Christmas“ Song entziehen und musste ihn bisher kein einziges Mal hören.

Ich bin mir sicher, dass es in der Hölle eine gesonderte und schreckliche Abteilung für all die Menschen gibt, die an diesem Song mitgewirkt haben und die ihn (z.B. als DJ oder Musikredakteur) irgendwo ins Programm genommen haben.

Mein persönlicher Rekord, mich diesem Song zu entziehen, beläuft sich bisher bis zum 1. Weihnachtsfeiertag. Dann hatte es mich beim letzten Mal doch erwischt, dass ich das Lied irgendwo trällern hören musste.

Ich bin guter Hoffnung, es diesmal zu schaffen und wirklich einmal – ein einziges Mal in meinem Leben – eine Wahnsinnssaison durchzuhalten ohne dieses Dreckslied hören zu müssen. Einziger Schwachpunkt in meinem akkustischen Endkampf gegen diese in Liedform gepresste sinnentstellte klangdebile Schallwellenverschmutzung ist die Einladung zum Essen am ersten Weihnachtsfeiertag bei den Eltern meiner Freundin – zumindest falls da das Radio unkontrolliert läuft.

„Essen“. Das Stichwort….

Als ich gestern nach der Arbeit nervlich völlig unvorbereitet zur Packstation fuhr, um dort ein Paket abzuholen, habe ich nicht bedacht, dass uns in dieser Woche Feiertage bevorstehen und es zwischen Mittwochnachmittag und Samstagvormittag keine Möglichkeit mehr gibt in Supermärkten einzukaufen. Dementsprechend ging es zu, in diesem Einkaufzentrum, in dem gleich vier große Supermärkte meist direkt aneinander stehen.

Wenn man die Panikszenen in in Filmen wie „World War Z“ gesehen hat oder einem beliebigen anderen Katastrophenfilm, wenn sich die Menschheit vor dem großen Aussterben noch plündernd mit Konserven, Batterien, Windeln und Wasser eindeckt, während am Horizont schon das Glühen des Weltuntergangs aufwallt… dann hat man eine ungefähre Ahnung, was in diesem Einkaufscenter gestern schon los war. OK, die Selbstjustiz und die Schusswaffen, die in solchen Szenen immer wieder mal vorkommen, die fehlten natürlich…. die Zombies auch… aber mehr auch nicht.

Ich glaube, wenn die Welt mal untergeht, dann sterben wir Deutschen zuerst aus. Anscheinend ist ein überwiegender Teil unserer Bevölkerung nicht mehr in der Lage sich planhaft und ohne Panik auf zweieinhalb Tage ohne nachkaufbare Lebensmittelversorgung einzustellen. Da wird um jeden Parkplatz gekämpft bis zum völligen Materialverschleiß und Menschen, die an Heilig Abend andächtig in der Kirche stehen und betend Heile Welt Gesichter zu Schau stellen, springen sich an der Kühltheke im Discounter fast gegenseitig an die Halsschlagader im Kampf um die letzte Polnische Stopfgans.

Ich kauf am Mittwochmorgen nur noch das Nötigste ein“ … hab ich zu meiner Freundin gesagt und meine damit Dinge, die man schlecht lange vorher kaufen kann (frisches Brot, Salat usw) … „und ich gehe zu Fuß und nehme den Rucksack mit.“ Auf diese Zustände, wie ich sie gestern schon auf dem Parkplatz erlebt habe, kann ich am 24. wirklich verzichten… außerdem kann ich es mir leisten, denn alle vier Supermärkte sind keine 10 Minuten Fußweg von mir entfernt.

So werde ich werde morgen mit einer gewissen Unterhaltungserwartung einkaufen gehen… Zuzusehen wie die ganze Nation in Einkaufshektik verfällt und wie man noch Großeinkäufe am Weihnachtstag machen muss (die Lebensmittelversorgung auf diesem Planeten endet bekanntlich morgen und dann gibt es NIE WIEDER etwas zu kaufen) und wie genervt dabei alle sind an diesem Fest der Liebe…. das wird mein persönlicher Spaß morgen sein.

In diesem Sinne: Fröhliche Wahnsinnszeit 🙂

Zu n/fett für H&M

„Was soll die Überschrift nun bedeuten?“ mag sich der unschlüssige Leser nun vielleicht denken. „Zu fett“ oder „Zu nett“, das ist hier die Frage. Die Antwort dazu lautet: „beides gleichzeitig“.

Gestern war ich (dieser Blog berichtete bereits darüber) in der von mir ungeliebten Innenstadt unterwegs und weil ich so ungern Klamotten kaufe, habe ich die nach dem Blutspenden verordnete Zwangspause (betreffend das Führen von Kraftfahrzeugen) dazu genutzt mich im benachbarten Einkaufszentrum nach ein paar Hosen umzusehen.

Im Moment scheinen wieder die Hosen „in“ zu sein, die ich schon in den 80er nicht habe leiden können. Ich rede von Jeanshosen, die nach unten hin immer enger werden… lieber sind mir aber Hosen mit einem ganz leichten Schlag am Fußende. Scheiß drauf, wenn die nicht stylish sind! Mir gefallen sie und ich bin auch der, der sie bezahlt, also muss das „mir“ auch reichen.

Das eigentliche Hauptproblem gestern lag aber nicht am Ende der Hose, sondern vielmehr am Anfang.

So langsam beginnt es sich zu rächen, dass das Fintesscenter seit mehr als einem Jahr nur noch meine Monatsbeiträge von mir sieht, mich hingegen jedoch gar nicht mehr… und so ist es also nicht nur die Auswahl, die enger wird.

Auch bei Preissenkungen bleibt man in den oberen Größen meist unberücksichtig, wie mir aufgefallen ist. Die Verhungerten-Größen waren durch die Bank weg alle reduziert, wohingegen meine Größen entweder gar nicht reduziert waren oder bereits ausverkauft sein mussten (falls ich nicht der einzige Fette mit Hosenbedarf war)… aber gut, das ist ein persönliches und in meinem Fall nicht unabänderliches, sondern durch Faulheit begründetes Schicksal, mit dem ich (ungesund) leben kann.

Was mir jedoch ganz gewaltig gestunken hat, war die… hmm… ja gut, ich nenne sie jetzt trotzdem mal „Servicekraft“ oder „Verkäuferin“ im H&M.

Die gute Frau stand gerade vor dem Jeansregal und war damit beschäftigt Hosen ordentlich zusammenzulegen und wieder in das Fach mit der richtigen Größe einzuordnen. Weil ich etwas Probleme hatte die spaltenmäßig etwas schlecht angeordnete Tabellengröße (EU-Größe im Vergleich zu anderen Maßeinheiten) zu interpretieren – vor allem, weil ich dabei meine Größe nicht fand – erdreistete ich mich doch glatt, die „Verkäuferin“ mit einem „Entschuldigung, ich hätte da mal kurz eine Frage“ anzusprechen.

Ja ich weiß, das ist böööse… wie kann sich ein Kunde nur erdreisten eine Verkäuferin zu stören… und das auch noch MITTEN in der Arbeit?! Aber seht es mir nach, Freunde… immerhin begann ich meine Ansprache schon mit einer Entschuldigung.

Jedenfalls war ich dann noch todesmutig genug, sie trotz ihrer nicht besonders versteckt zur Schau gestellten Genervtheit zu fragen, ob Jeans in der Größe 40/32 oder 42/32 in diesem Laden irgendwo zu finden sind.

„40 was?“ war die sehr direkte Antwort. Also ehrlich gesagt, war ich darauf etwas unvorbereitet…. Ich meine, selbst ein Blinder mit Krückstock müsste ohne Beleuchtung in tiefdunkler Nacht erkennen, dass in meinem Fall mit 32 nicht die Größe des Hosenbundes gemeint sein kann und was die „40/32“ letztlich konkret bedeutet, kann ich als dummer Kunde doch auch nicht sagen… ich weiß nur, dass es in der Hälfte aller Läden, die ebenfalls Hosen verkaufen, als Angabe für Bundmaß/Beinlänge dient.

Was macht man nun also, wenn Sprach- oder Verständigungsprobleme auftauchen? Genau! Man bedient sich der Zeichensprache. Ich zeigte von links nach rechts auf meine Hüfte  und sagte „40“ und dann von der Hüfte das Bein abwärts und sagte „32“. Nach einem kurzen eher zweifelnden Blick (den ich der Verkäuferin auch absolut zugestehe, immerhin reden wir hier nicht von Starmodelgrößen) antwortete sie „Die Größen haben wir nicht“.

Somit ist es also offiziell: Ich bin zu fett für H&M

Hinter diesem vordergründigen Informationsgehalt der Antwort der Verkäuferin lag aber durch den unmissverständlichen Tonfall noch eine zweite (weit aussagekräftigere) Informationsebene verborgen, welche übersetzt ungefähr folgenden Inhalt hatte: Hör gefälligst auf mich bei meiner Arbeit zu stören.

Die Botschaft ist auch angekommen. Somit ist es also ebenso offiziell: Ich bin auch zu nett für H&M.

Doch selbst wenn diese H&M-Filiale in Hamm der letzte mir bekannte Laden wäre, in dem noch überhaupt noch Klamotten irgendwelcher Art zu kaufen geben würde, würde ich lieber im Adams-Kostüm oder mit alten Kartoffelsäcken bekleidet herumlaufen als solchen Mitarbeitern auch noch das Gehalt zu finanzieren… denn, liebe „Verkäuferin“, genau das tun Ihre Kunden nämlich… und auch wenn man von kaufwilligen Kunden überhaupt nichts hält, so sollte es doch zum Verständnis des Jobs gehören, wenigstens ein Grundmaß an (zur Not auch gespielter) Freundlichkeit abrufbar zu haben.

Nicht zusätzlich behost ging es dann nach Hause… im Konkurrenzladen fand ich auch nichts was mir gefallen hat. Dann werde ich eben warten müssen, bis der Rest der Modewelt einsieht, dass Jeans mit leichtem Schlag doch besser aussehen… immerhin kommt und geht das alle paar Jahre.