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Weltmeister

Noch ein paar Stunden, dann ist es endlich wieder geschafft und ein paar Monate (bis zum nächsten völlig überflüssigen Fußballturnier, das sich dann EM oder irgendein League-Finale oder Meister schimpft) hab ich Frieden.

Nein, Fußball mag ich nicht wirklich. Aber dafür kann die Sportart „Fußball“ eigentlich nichts, sondern eigentlich nur die Fans.

Ach, wie werde ich den furzenden Elefanten vermissen, der immer dann ertönt, wenn Schland ein Tor geschossen hat!

Eigentlich handelt es sich um eine Vuvuzela, die mein Nachbar jedoch seit zwei Weltmeisterschaften in Folge noch nicht zu blasen gelernt hat und ihr demzufolge eher Töne entlockt, die man sich gut im Nachgang bei einem Elefanten vorstellen kann, der bereits etwas zu faule Früchte vom Baum genascht hat. Vielleicht mache ich mir die Mühe und stelle heute Abend mal meinen MP3 Rekorder ans Fenster… es wäre doch schade, wenn nur ich in diesen fekal-akustischen Genuss komme…

Wie werde ich es vermissen, mitten in der Nacht (z.B. wie neulich an einem Montagmorgen um 01:00 Uhr) aus dem Bett gehupt zu werden, weil total sportpatriotische Fußballdeppen meinen auch im letzten Hammer Wohngebietswinkel durch die häufige Anwendung von Lärmmitteln die Leute aus dem Schlaf reißen zu müssen, um ihnen mitzuteilen, dass Schland gewonnen hat!

Sicher, sicher… ein intelligenter Mensch würde womöglich vorher mal nachdenken, warum die Leute, die er jetzt gerade so eifrig und nationalbewußt aus dem Schlaf reißt, das Spiel nicht geschaut haben… womöglich weil es sie EINEN SCHEISSDRECK INTERESSIERT?! Aber wir reden hier auch nicht von intelligenten Menschen, sondern von in nationalsportlicher Begeisterung schwelgender Fußballfans, die sich gerade fühlen, als wäre das  letzte und alles entscheidende Tor nur dank ihres persönlichen Faneinsatzes gefallen…. das entschuldigt natürlich alles.

Oh Pardon, liebe Facebook-Fußballmeldungen-Pinnwand-Vollscheißer, entschuldigt auch dass ich darüber überhaupt eine Kritik wage…. natürlich interessiert mich nicht anderes als Fußball, wenn ich während eines Spiels lieber vor dem PC als vor dem Fernseher sitze und natürlich bin ich dankbar für jede einzelne der sechundzwanzigtausendfünfhundertachtundheunzig in Echtzeit abgegebenen Meldungen zum aktuell laufenden Spiel (inkl. Video oder Screenshot) insbesondere der zigfachen Kommentierung jedes Mal, wenn einer der Spieler sich gerade eine Socke hochzieht oder der Mannschaftsmasseur sich einen Popel aus der Nase holt.

„Fußball, Fußball über alles, über alles in der Welt….“ möchte man dabei schon im Klang der Nationalhymne aufstoßen. Mir kommt das große Kotzen.

Nicht dass mich die arme gekränkte Fußballseele nun falsch versteht… ich gönne euch eure Begeisterung für jedwede Sportart und natürlich sollt und dürft ihr auch im Stadio und beim Rudelglotzen vor den großen Leinwänden feiern und gröhlen und schreien und heulen…. aber muss man da immer auch die Leute reinziehen, die damit nichts zu tun haben wollen oder würde es nicht auch Möglichkeiten geben, das ein wenig zu trennen?

Kann man nicht in der Innenstadt seine Hupe drücken, wo ohnehin schon viele Leute feiern? Muss das unbedingt im Wohngebiet sein?

Spielt Schland denn besser, wenn des Nachbars Elefantenfürze am Balkon ertönen?

Ist der BVB beim letzten Titelgewinn den wirklich ein noch besserer Deutscher Meister geworden, nur weil es uns in der Nacht jemand auf zwei Meter Breite auf die Hauswand gesprüht hat?

Aber mit solchen Fragen macht man sich natürlich keine Freunde…. Gott Fußball ist in all seinen Auswüchsen in diesem Lande in der Volksseele quasi unantastbar.

Und wenn woanders Mittel gekürzt werden… pumpt man weiterhin dicke, dicke Beträge (auch von Steuergeldern) in den Fußball um wenigstens die rüdesten der Fans noch einigermaßen ordnungsmäßig unter Kontrolle zu haben und die aus diesem „Sport“ resultierenden (gesellschaftlich schon ganz selbstverständlich hingenommenen) Sachschäden wieder in Ordnung zu bringen.

Dieser Tage versöhnt mich immerhin ein wenig ein Bericht im TV, in dem sich sogar „echte Fußballfans“ über die Eventfans aufregen..

 

In diesem Sinne: wenn wir verlieren, wird es eine ruhige Nacht…. besonders viele Argentinier werden hier nicht wohnen…. und ich fühle mich auch als WM-Zweiter in diesem unseren Lande deshalb nicht schlechter.

10 Dinge die ich heute noch tun muss aber keine Lust dazu habe

1. Drei Maschinen mit Wäsche machen

2. Geschirr einräumen

3. Abstauben

4. Boden wischen

5. Einkaufen und zur Post gehen

6. Haare schneiden

7. Bad putzen

8. Pflanze im oberen Bad entsorgen

9. Altpapier entsorgen

10. Auto mal wieder ausräumen

 

…. jetzt brauch ich nur noch mindestens einen guten Grund um vor dem PC sitzen bleiben zu können. 🙂

Wir bleiben beim Feuer…

… also rein rechnerisch habe ich jetzt pro Monat fast eine ganze Packung der Teelichter aus dem Schwedischen Möbelhaus zum Verbrauch, bis nächstes Jahr wieder diese gut nach Apfel-Zimt duftenden Teile im Regal stehen.

Wer mich gelegentlich besucht (was eigentlich nur der Fotos wegen passiert), der weiß: ich liebe Duft-Teelichter. Und auch wenn ich (wenn ich allein bin) oft vergesse welche anzuzünden, so brennen doch immer welche, wenn ich in meiner (künstlich dunkel gehaltenen) Wohnung Besuch erwarte.

Meine derzeitigen Lieblinge sind die Weihnachts-Edition-Teelichter aus dem schwedischen Möbelhaus. Und gestern zog ich los für einen letzten Einkauf, bevor sie wieder aus dem Programm verschwinden (wovon ich ausgehe) und habe mir gleich 8x Packungen (= 8×36 Teelichter) davon gekauft. Ich denke, das dürfte erst einmal reichen.

Ansonsten habe ich nichts gefunden… das kleine Gewächshaus, das ich schon beim letzten Mal gesehen und dann mitzunehmen vergessen hatte, habe ich natürlich prompt wieder vergessen. Die Schlangen an den Kassen waren auch für so einen Brückentag und angesichts der Uhrzeit (ca. 15 Uhr) bemerkenswert kurz. Dabei achte ich immer schon im Vorfeld darauf, nie mehr als 15 Teile zu kaufen, um noch an die Expresskasse zu dürfen.

Eigentlich ist es ja auch blödsinnig nur wegen ein paar Teelichtern nach Kamen zu fahren… aber andererseits habe ich mir auch gleich wieder zwei dieser praktischen stabilen großen blauen Tüten gekauft. Meine letzten Exemplare davon habe ich eine Kollegin für ihren Umzug „geliehen“… und sie bis heute nicht zurückbekommen.

Dann hat mich dieser Tage auch noch wirklich nette Weihnachtspost erreicht. Sie kam von einem älteren Herrn, dem ich im November zwei Stunden Beistand geleistet habe, als er eine Autopanne hatte und gleichzeitig der Akku auf dem Handy alle war. Ist ja schließlich kein Spaß für so ein altes Pärchen da mitten zwischen Autobahn-Abfahrt und Autobahn-Auffahrt im Regen in der Dunkelheit zu stehen und nicht zu wissen, ob und wann der Abschleppdienst endlich kommt.

Nachdem ich den ADAC gerufen und dann kurz was erledigen war, fuhr ich noch einmal zur Pannenstelle um zu schauen, ob der ADAC nun endlich da war… war aber nicht der Fall. Also hatte ich noch einmal dort angerufen und mir die direkte Nummer des beauftragten Unternehmens geben lassen. Dann hab ich gewartet bis der Abschleppdienst endlich vor Ort war. Da an diesem Tag wirkliche in Schweißwetter war, war die Wartezeit aber auch mehr als verständlich.

Die alten Herrschaften wollten mich aber nicht abziehen lassen ohne dass ich denen meinen Namen und Adresse nenne… doch weil das schon im November war, habe ich dieser Tage eigentlich gar nicht mehr so richtig daran gedacht als ich einen Umschlag im Briefkasten fand. Darin ein Skizzenbuch mit selbstgemalten Eindrücken aus dem Kleinwalsertal (Österreich), das ich aus eigener Erfahrung früher gut kannte.  Zusätzlich war noch eine Einladung dabei bei den Leuten mal Abends zu erscheinen.

Hoch klingt das Lied des braven Mannes“ stand dort im Dankeskärtchen des Akademiker-Pärchens (wie sich anhand des Absenders und einer Google-Suche herausgestellt hat) geschrieben und das beschämt doch etwas… immerhin habe ich nicht mehr getan, als ich von anderen auch erwarten würde, wenn zum Beispiel meine Eltern einmal in einer ähnlich hilflosen Situation wären.

Ich finde es unangebracht sich über Gebühr für ein Verhalten danken zu lassen, das man von anderen ebenso erwartet.

Doch was nun tun… ein Rückruf von mir ist ausdrücklich erbeten… aber ich will mich da auch nicht als den braven Mann feiern lassen (immerbin bin ich der böööse Asmodeus und hab einen Ruf zu verlieren *g*). Daher denke ich, ich werde mich über Neujahr daransetzen und denen einen kurzen Brief schreiben, mich für das Buch bedanken und versuchen die Sache damit abzuhaken.

Und wenn sie auf einen Besuch bestehen…. vielleicht schau ich dann in Kutte vorbei, dann hat sich die brave Mann Sache bestimmt bald erledigt 🙂