Results for tag "auto"

Mein Auto ist unanständig

Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, wann ich zuletzt in meinem Leben einen dieser Fachmärkte für Erotikbedarf besucht habe.

Das war mit meiner damaligen Partnerin im Urlaub in Hamburg auf der Reeperbahn und das ist auch schon circa 10 Jahre her… und in diesem Fall handelte es sich um so einen Schlag-Mich-Kratz-Mich-Beiß-Mich Laden, in dem ich sogar noch ein cooles (und nicht unanständiges) Kleidungsstück für mein Lieblingsset von Gothic Klamotten fand.

(Nein, es gibt kein Foto davon zu sehen.)

Jedenfalls ist das schon lange Jahre her und mein Auto, das ich aktuell fahre, hatte ich damals noch nicht und seit jenem Wochenende in Hamburg hat mich auch kein Schweinszeugs-Laden mehr zu Gesicht bekommen.

Soweit die Fakten.
Soweit so gut.

Da mein Auto jetzt zum TÜV muss, habe ich dies zum Anlass genommen, es mal so richtig von rechts auf links zu krempeln und einmal alles aus dem Wagen zu räumen, was dort so herum liegt. Es kann ja nicht schaden ein Auto alle zwei Jahre mal zu reinigen.

Jedoch trat dabei Seltsames zu Tage, denn bei der ersten Entrümpelungsaktion ist das hier im Bild gezeigte Tütchen zum Vorschein gekommen…. und da frage ich mich doch, wo kommt das bitteschön her bzw. wie kann das sein?

Gleitgel gefunden im eigenen Auto - keine Erklärung

Gleitgel gefunden im eigenen Auto – keine Erklärung

Laut dem Gebrauchtwagenhändler, von dem ich mein Auto vor Jahren erworben habe, war die Vorbesitzerin ein bereits sehr betagtes Mütterchen und der Umstand, dass ich ihren Namen (der im Fahrzeugbrief steht) weder in Facebook noch sonst wo finde, scheint dies auch zu bestätigen. Ich glaube also wirklich nicht, dass dieses Päckchen aus dem Alltagsgebrauch der Vorbesitzerin stammte.

Niemand sonst außer mir ist seit meinem Kauf mit diesem Auto gefahren und mein Auto war sicher auch nicht allein irgendwo in einem Viertel mit vielen roten Laternen und Hausbeleuchtungen unterwegs.

Also (und unter Beachtung all dieser Umstände) wie bitteschön ist eine Packung Gleitgel unter meinen Fahrersitz gekommen?

Das gibt mir echt zu denken…???

Bis dass der TÜV uns scheidet…

Ich zähle ja nun inzwischen schon nicht mehr zu den ganz jungen Autofahrern, sondern bin selbst auch schon seit Anfang der 90er mit verschiedenen Autos auf den Straßen unterwegs. Darunter waren zumeist Gebrauchtwagen, aber auch schon fabrikneue Anschaffungen. Wenn ich so zurückblicke, dann stellt sich mir kaum die Frage, was denn nun für mich besser und vernünftiger war.

Ich persönlich muss doch sagen, dass ich mich mit meinem Gebrauchten zur Zeit noch immer sehr wohl fühle. Allerdings habe ich auch großes Glück mit meinem Auto, denn abgesehen von Bremsen und einem Dom-Lager (wenn ich das hier richtig geschrieben habe) war trotz des Alters des Fahrzeugs (Erstzulassung 2001) bisher nichts daran zu reparieren. Es kann natürlich auch ganz anders laufen, wenn man sich auf Gebrauchte einlässt. Mir Schrecken erinnere ich mich dabei an zwei meiner drei Twingos, wovon der letzte so viele Wochen beim Gebrauchtwagen-Händler zur erfolglosen Reparatur stand, dass er ihn schließlich zurückgenommen hat.

Unbedingten Wert auf einen Neuwagen lege ich ohnehin nicht. Für mich muss ein Auto seinen Zweck erfüllen und ich sehe diesen Zweck weder in Sachen Design noch Status. Also ob mein (aktueller gebrauchter) Ford Ka nun eine Schramme mehr hat oder weniger, das interessiert mich überhaupt nicht, solange der TÜV kein Problem damit hat. Bei einem Neuwagen ist das natürlich anders… der sieht aus wie aus dem Ei gepellt und da ist jeder Kratzer und jeder kleine Lackschaden ein Thema (auch schon wegen des Restwerts beim Wiederverkauf). Das ist mir nervlich alles viel zu anstrengend.

Ich bleibe bei meinem kleinen Ford Ka, bis eines Tages eine Reparatur auf mich wartet, welche unter vernunftsmäßiger Kostenbetrachtung die Anschaffung eines anderen Gebrauchten nahelegt… und auf diese Weise bin ich bisher immer am besten gefahren.

Doch ich gebe zu, so manchem Auto trauere ich doch mehr hinterher als anderen. Allen Twingos weine ich keine Träne nach, aber mein kleiner Citroen, den ich leider in einer Autobahn-Stau-Karambolage mit mehreren Teilnehmern zerlegt habe…. der lag mir doch etwas am Herzen. Naja, vorbei ist eben vorbei… nicht immer scheidet der TÜV, sondern manchmal eben auch der Sicherheitsabstand. Für meinen aktuellen Wagen bin ich aber noch guter Hoffnung, dass er noch lange halten wird… am Sicherheitsabstand wird es definitiv nie mehr liegen. 😉

Der Parkplatz-Terrorist

Schon seit Jahrzehnten bin ich der Meinung (wohlwissend, dass es mich in eher naher als ferner Zukunft einmal selbst betreffen wird), dass man ab einem gewissen Alter alle paar Jahre die Tauglichkeit zum Führen eines Kraftfahrzeuges im Straßenverkehr attestieren lassen müsste. Es kann doch nicht sein, dass immer erst etwas passieren muss, bevor etwas passiert.

Heute ist mir wieder so ein Exemplar vor die Augen gefahren.

Beim Ausparken auf einem echt dafür ausreichend breiten Parkplatzweg beschädigte ein Autofahrer beim Rückwärtsfahren ein anderes (parkendes) Fahrzeug. Der Schaden ist nur leicht und keinesfalls so schlimm, dass der Fahrer durch einen Stoß dies hätte merken müssen… aber dass sein Abstand absolut nicht mehr vorhanden war, hätte er schon merken müssen.

Der Fahrer war ein älterer Mann und seine Beifahrerin eine ältere Frau.

Unfälle passieren. Das ist kein Thema. Dafür gibt es Versicherungen.

Was ich aber echt bedenklich finde ist, dass ich hinter dem Opa hinterher gefahren bin und ihm mit dauernder Lichthupe und dauernden Hup-Signalen zu verstehen geben wollte, dass da etwas absolut nicht in Ordnung ist und er doch stehenbleiben soll. Er hat jedoch nicht die Bohne von Reaktion gezeigt und ist einfach völlig unbeirrt weitergefahren ohne dass man überhaupt an irgendwas hätte erkennen können, dass er wenigstens meine Signale wahrgenommen hat.

So fernab der Wahrnehmung kann man doch unmöglich sein?!

Ich meine, wenn man so durch die Landschaft fährt, überfährt man auch Kinder ohne dass es einem auffällt.

Unglaublich!!!

Naja, ich hab dem Geschädigten einen Zettel an den Scheibenwischer geklemmt und ihm meine Beobachtung, die Autonummer des Verursachers und meine Telefonnummer aufgeschrieben. Wenn er Glück hat und kein erneuter Prasselregen einsetzt, hat er den Zettel sogar noch an der Scheibe, wenn er wieder zu seinem Auto kommt. Anonsten, Pech gehabt.

Ich weiß ja, dass es im Alter zunehmend schwer wird selbstbestimmt zu leben. Es müssen tausend Dinge getan und erledigt werden, für die Bus und Bahn einfach nicht so gut taugen…. und den Kindern und Enkeln (so man welche hat) will man auch nicht immer auf die Nerven gehen… dafür habe ich Verständnis, vollends.

Wenn man aber so in seiner Wahrnehmung und Reaktion nachlässt, dass man mit der Tonne Metall um sich herum zu einer dauernden Gefährdung für andere wird, dann hört der Spaß einfach auf. Dann ist einfach der Moment erreicht, wo man zumindest einmal prüfen sollte, ob man noch fähig ist mit einer gewissen Grundzuverlässigkeit am motorisierten Verkehr teilzunehmen… alles andere ist doch Blödsinn.