Huch, Sonntag…

Wo ist denn der Samstag schon wieder hin?

Ich war gestern ziemlich viel unterwegs hier in der Gegend. Mein Latitude-Profil (in dem ich, ganz Kind des datengläsernen Zeitalters, meine Bewegungsprofile mittels GPS und Smartphone mitloggen lasse) erweckt den Eindruck, irgendein Gott hätte einen PingPong-Ball in den Ruhrpott geworfen und der wäre lustig hin und wieder zurück geholpert. Viel im Auto gesessen und einmal auch so extrem gerast, wie schon seit Jahren nicht mehr, aber notwendig wars – obwohl ich sonst kein Verfechter von maximalen Bleifuss-Fahrten bin.

Danach hab ich noch einer Freundin seelischen Beistand geleistet, was ich aber auch nicht wirklich konnte, denn durch manche Sachen (insbesondere wenn es Angelegenheiten des Herzen sind, an denen man selbst nicht beteiligt ist) muss man alleine abwälzen, weil das kein anderer für einen tun kann. Demzufolge konnte ich auch nicht viel mehr tun, als zu sagen: „Hier bin ich, wenn Du reden willst“ und sie sonst (wunschgemäß) alleine lassen. Aber man fühlt sich doch recht blöd dabei, etwas ausgestoßen und irgendwie so, als würde nicht mit einem geredet werden, weil man unerwünscht ist. Das sind natürlich höchst egoistische Gefühle, bedenkt man dass der Freund bzw. die Freundin im Moment andere Sorgen hat, weshalb es auch besser war das nicht anzusprechen sondern das einfach mal still und aus Freundschaft hinzunehmen.

Irgendwann Nachts bin ich dann zuhause angekommen und ich glaube, als ich im Bett nur kurze Zeit flach lag, war ich auch schon eingepennt. Immerhin war ich seit ca. 03:00 Uhr am Samstagmorgen so gut wie durchgehend wach.

Eine Freundin schrieb mir eine SMS, dass sie an mich denken würde, als sie gerade auf einem Konzert ein Lied einer meiner Lieblingsbands hörte und das sich dann an mich erinnern lassen hat. Das war eine sehr schöne Geste und kam auf die Minute genau zu richtigen Zeit dann, wenn ich selbst gerade wirklich seelische Unterstützung gut gebrauchen konnte. Sie weiß das natürlich nicht, aber ich werde es ihr noch berichten und ihr dafür danken.

Festivals, hmm…. ja bei mir selbst sieht es da in diesem Jahr nicht so gut aus. Eigentlich wollte ich ein paar Konzerte besuchen. Eigentlich… aber eigentlich hatte ich so gut wie jedes Wochenende meist relativ spontan und kurzfristig geplanten Besuch, da war es schlecht Monate im Voraus Karten kaufen zu müssen. Und eigentlich eher umständehalber ergibt es sich jetzt doch, dass ich wohl auf das ASP Konzert und vielleicht noch aufs Amphi Festival (zumindest einen Tag lang) gehen werde. Für ASP sind die Karten schon in der Post… oder zumindest ist das Geld schon vom Konto… und bei Amphi muss ich mal schauen, das ist noch nicht so ganz sicher… da würde ich eben als „seelische Unterstüzung“ mitgehen.

Ein Schäfchen, zwei Schäfchen, drei Schäfchen….

Waaah…. ich kann nicht schlafen, das ist ätzend.

Mein Besuch pennt schon, umsorgt und mit einem guten Buch zu Bett geschickt… und ich sitz vor dem PC, weil ich einfach nicht schlafen kann, obwohl ich müde bin. Ääääätzend! Aber weggehen kann ich jetzt ja wohl schlecht und ich wäre – was dumm ist – auch viel zu müde dafür… vermutlich könnte ich genau dann super schlafen, wenn ich fertig gestyled vor dem Club stehe und nur noch hineingehen müsste.

Naja, vielleicht fahr ich morgen Abend in die Matrix, wenn ich dazu Lust habe. Begleitung ist dafür schon abrufbereit organisiert, aber vermutlich trifft man ja eh Leute dort auch noch (was ja eine gute Sache ist), so dass es lustig werden könnte… ich bin jedenfalls ziemlich drauf und dran zu gehen, denn die Alternative hieße allein zuhause sitzen und dazu hab ich keine Lust, das kann ich dann die Woche über wieder genug haben.

Ja, die Woche… die war ziemlich anstrengend. Ich bin eigentlich zu nichts gekommen, was den Vorteil hat, dass man auch nicht viel tun muss. Die Wohnung hatte überhaupt keine Chance unordentlich zu werden und das bisschen Wäsche, kann am Sonntag in einer Maschine erledigt werden. Danach ist dann schon wieder alles klar an Deck.

… 2.634stes Schäfchen …

Irgendwie habe ich mich im Laufe der letzten (meist) Single-Monate schon total daran gewöhnt am Wochenende Besuch hier zu haben. Bedenkt man, dass ich das in den Jahren zuvor eigentlich nie wirklich beabsichtigte (gut, damals wohnte Stigma noch hier und somit waren also andere Voraussetzungen gegeben) Besuch zu haben, ist das eine Wendung nach Jahren um schlappe 180°. Jetzt kommt mir ein Wochenende schon trist und schnöde vor, wenn ich nicht bis wenigstens Sonntag Besuch hier habe. Mein aktueller Besuch geht morgen schon wieder und danach wird höchstwahrscheinlich meine Matrix-Begleitung bei mir pennen. Zwar hatte ich jemand speziellen dieses Wochenende besonders zu mir eingeladen, aber das klappte leider nicht – aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

Ich finde das jedenfalls schön, so wie es jetzt ist, würde sogar mit der einen oder anderen hier quasi als WG wohnen (Achtung: mit „der einen oder anderen“, nicht mit „dem einen oder anderen), denn mit Kerls vertrage ich mich nicht wirklich). Andererseits, dann würde das Gästezimmer und das Gästebad auf der oberen Etage wieder für „richtige“ Wohnzwecke genutzt, was natürlich für Besucher dann nicht mehr zur Verfügung steht und dementsprechend kann man den Besuch nicht mehr so komfortabel empfangen, wie ich das im Moment kann…

…. 6.382stes Schäfchen ….

Ich kann einfach nicht einpennen.

Hab gestern mit einer lieben Bekannten gechattet. Der gehts im Moment nicht so gut, aber das versteckt sie und spielt es herunter oder weicht der Thematik aus. Mir liegt ziemlich viel an ihr und es tut mir weh das zu sehen. Ich meine, sicher, ich bin derzeit auch nicht gerade ein klassisches Beispiel für einen Mensch, der positiv und voller unbändiger Lebensfreude durchs Gemüse hüpft, aber ein wenig Anteilnahme zeigen ist doch immer möglich. Am liebsten hätte ich mich ins Auto gesetzt und wäre zu ihr gefahren um dann einfach vor der Türe zu stehen und ihr damit gar keine Wahl mehr zu lassen sich zu verkriechen… aber das kann man ja nicht machen – zumal wir uns privat noch nie gesehen haben… da wirkt das eher stalker-artig.

Allzu viel Herzensangelegenheiten werdet ihr in diesem Blog übrigens nicht zu lesen bekommen, denn dafür ist er mir zu öffentlich. Daher seht’s mir bitte nach, wenn dieser Blog keinen Anspruch auf Vollständigkeit in der Darstellung aller Umstände, Personen und Situationen hat. Immerhin muss ich bedenken, dass ich, wenn ich über andere schreibe, sie damit auch (soweit ich schreibe) der Öffentlichkeit im Internet preisgebe und das werde ich genau beachten um mir und ihnen damit keinen Bärendienst zu erweisen.

… 9.241stes Schäfchen …

Ein wenig wünschte ich mir, mein Besuch würde wieder aufwachen damit wir noch was gemeinsam unternehmen können, aber ich glaube, die schlaft gut und fest. Ich hab ihr aus dem Buch vorgelesen und schon nach 4 Seiten aufgehört, weil sie längt eingepennt war. Brav zudecken, Licht löschen, Türe zu und nun sitz ich hier… „schlaflos in Hamm“… ein Titel eher für einen Horrorstreifen als für einen Liebesfilm. Naja, wenn sie sich hier so wohl fühlt, dass der ganze Stress der Woche so von ihr abfällt, dass sie sich hier richtig wohlig auspennen kann, ist das zwar nicht so toll für mich, aber es sei ihr gegönnt.

Ja, die Liebe… was soll ich sagen oder besser noch, was kann ich sagen… hier in diesem Blog. Viel ist es nicht. Verliebt, ja. Vergeben, leider nein. Es gibt vieles was hindert, ich selbst gehöre leider auch dazu in Hinsicht auf Dinge, die mir zu ändern leider nicht gegeben sind, und dennoch liebe ich… kann das auch nicht ändern – was ich aber auch nicht möchte, denn ich bin froh über das, was ich fühle… das war in den letzten Wochen gar nicht mehr möglich nach allem…. so wie früher ist es auch noch nicht, weil einfach die innere Unsicherheit da ist und die Angst wieder solche Sachen zu erleben wie in den letzten Monaten… aber ich kann mich wohl auf unsere in den Genen verankerte Dummheit verlassen und vertraue darauf, dass irgendwie und irgendwann wieder die Hoffnung über Erfahrung und Vernunft siegt. Dennoch ist es im Moment eher unwahrscheinlich, dass meine Liebe so erwidert wird, wie ich es mir wünsche… naja, was kann man also tun außer abzuwarten… und Schäfchen zu zählen….

… 12.395stes Schäfchen …

Die Woche war ich beim Onkel Doktor…. hab mich mal wieder komplett durchchecken lassen – auch in Hinblick auf die unterschiedlichen Kontakte der letzten Zeit, aber der Doktor und das Labor sagen, alles OK… gut, mit etwas anderem hätte ich auch nicht gerechnet. Die Triglyceride sind auch weiter gesunken, was eine gute Sache ist. Da ich jetzt endlich wieder regelmäßig ins Fitness kann, wird sich das auch weiterhin verbessern. Nur die Pfunde sind leider etwas hartnäckiger, aber lange Zeit können sie sich nicht mehr sträuben, da meine Trainingszeiten planmäßig wieder zunehmend länger werden, dann wird es denen schon noch an den Kragen gehen.

Zur besseren Motivation hab ich an meine „Hall of Fame“ Fotowand ein paar Fotos von mir aus früheren Jahren gehängt… ist schon ganz schön fies sehen zu müssen was für Bauchmuskeln man mal hatte, also man noch dünn und drahtig und Radsportler war. Ich glaube, da komm ich nicht mehr ganz hin, aber mit etwas, das in der ungefähren Nähe liegt, wäre ich schon vollauf zufrieden. Naja, Dienstage, Donnerstage und Samstage werden es möglich machen, erstmal.

… 14.392stes Schäfchen …

So und nachdem ich jetzt mehr als genug gespammt habe, mach ich dem Elend ein Ende… ich geh etwas zocken und zwar entweder bis die Sonne durch mein Balkonfenster blinzelt oder ich müde bin oder mein Besuch mich vor dem PC sitzend entdeckt.

In diesem Sinne,
euer Asmodeus

Wie dunkel ist mein Leben?

Oh my goth….. ich bin ja soooo untrue!

Doch, ganz ehrlich, das bin ich wirklich! In den letzten zwei Wochen habe ich sage und schreibe nur ein einziges Mal schwarz getragen… und auch nur, weil ich mit meinem Besuch in Essen die Gothic Shops heimgesucht habe und da kann man ja nicht untrue auftauchen… also kann man schon, aber man könnte dabei ja gesehen werden und das geht ja mal gar nicht, Freunde.

Also rein in die obligatorische schwarze Hose und ein schwarzes T-Shirt… und da ist sie dann wieder: meine Schwarztonkorinthenkackerei, denn mir fällt im Tageslicht beim Blick in den Spiegel auf, dass das x-fach gewaschene Baumwoll-Tshirt doch tatsächlich einen zur Hose leicht abweichenden Schwarzton besitzt, der minimal heller ist und vielleicht sogar etwas ins bläuliche abdriftet… untragbar! Also Tshirt wieder ausgezogen und das nächste getestet – die Option steht mir zur Verfügung, denn immerhin bietet mein Kleiderschrank Raum für ein ganzes Universum an schwarzen Tshirts.

Irgendwann stimmen also Hose und Schuhe schwarz in schwarz überein und es kann losgehen – natürlich mit der festen Absicht sich endlich mal wieder neue T-Shirts zu kaufen. Im Laden aber stehe ich dann vor knapp Euro 10,- teuren „Fruit of the Loom“ Tshirts und frage mich eindringlich welcher für mich bemerkbare Unterschied vorhanden ist, denn bei „KIK“ kosten die schlichten schwarzen Tshirts keine Euro 3,- … gewaschen habe ich beide Fabrikate schon und ich könnte nicht sagen, dass das teurere Tshirt dabei länger haltbar oder besser zu tragen gewesen wäre.

Also hab ich mir den Kauf verkniffen – mit der festen Absicht diese Woche noch „KIK“ zu besuchen.

OK, was ich aber dringend brauche ist eine schlichte schwarze Hose, die passt. Hosen hab ich genug, aber da ist soviel Klimbim dran, dass man sie eigentlich nur für Clubs und Events tragen kann, denn die Zeiten, bei denen ich für mein eigenes Seelenheil unbedingt bei jedem Einkauf im Supermarkt um die Ecke outfittechnisch provozieren musste, sind irgendwie schon ein paar Jahre vorbei. Eine Hose wurde auch gefunden – nicht von mir versteht sich, denn ich hab weder für Größen ein Gedächtnis, noch für Maße einen Blick. Schlicht und schwarz… und natürlich zu lang… IMMER zu lang… denn Hosen, die im Bund so groß sind, wie ich sie brauche, erwarten von mir, dass ich längere Beine habe, als ich sie in Wahrheit bieten kann. Nun gut, freut sich Lala (so nenne ich meine Lieblings-Änderungsschneiderin, aber das weiß sie nicht) wieder über einen kleinen Auftrag.

Für meine hübsche Begleitung haben wir im zweiten Laden auch noch Schuhe gefunden. Zum Glück, denn im ersten Laden hatten sie zwar schöne Schuhe, aber entweder passten sie nicht oder alle normalen Größen (die nichts mit Kinderfüßen und Elefantentramplern zu tun hatten) waren ausverkauft. Das ist sowieso ein Phänomen, das ich einmal gesondert bloggen sollte… aber naja… gut, so bekam zum Schluss doch noch jeder, was er/sie begehrte und der Tag war gerettet.

Im „KIK“ war ich dann tatsächlich später noch….. und hab prompt die falschen Tshirts gekauft… sind nämlich zu klein. Toll… jetzt hab ich hier 10 neue schwarze Tshirts und darf 9 davon wieder umtauschen (eines ist ja bereits ausgepackt und getragen)…. das schaffe ich diese Woche nur leider nicht mehr… höchstens Samstag, aber mal sehen.

Soviel Probleme mit so vielen schwarzen Sachen… vielleicht bin ich ja doch true’r als ich geglaubt hatte?

So Freunde, damit schließe ich meine Betrachtungen und werde mich jetzt wieder in meine dunkle Gruft zurückziehen, wo ich mein zerstörtes Herz pflegen und im tristen Winter meiner hoffnungslosen Existenz den sanften Klängen von Lacrimosa oder anderer Deprimusik lauschen werde…

Ey Alder, sowas von true!