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Wenn es einen Gott gibt, so ist der größte Fluch, den er uns mitgegeben hat die „Religion“

Was Gott wohl so will…

Also ehrlich Freunde, ich schau gerade mal wieder Nachrichten…

Ich weiß nicht, wie Menschen, die Gewalt anwenden, ernsthaft der Meinung sein können, dass ein Schöpfer-Gott sowas wirklich will?!

Ich persönlich bin ja religionsfrei… und das genau aus diesem Grund, weil Religion immer von Menschen gemacht wird und daher stets missbraucht wird. Religion bedeutet für die Menschen, die sie leiten und die von ihr in ihrem Einfluss profitieren, immer Macht und Macht gibt man nur ungerne wieder her. Es fällt mir eigentlich keine große Religion ein, in der das nicht so ist.

Glauben kann von mir aus jeder was er will, ABER niemand soll dabei auf die Idee kommen mir Vorschriften machen zu wollen, wie ich lebe…. wenn andere versuchen mir die Lebensweise ihres Glaubens diktieren zu wollen, dann ist einfach eine Grenze überschritten, die ich nicht mehr akzeptieren kann.

Und wenn ich so sehe, wie die Menschen sich in Aufständen und Bürgerkriegen zerreiben, dann frage ich mich immer wieder, was Gott oder eine Religion (sei es der Islam oder andere Richtungen) darin verloren haben.

Verstehen kann ich das einfach nicht…. wie kann man als fehlerhafter Mensch (der an die Schöpfungseigenschaft Gottes glaubt) guten Gewissens annehmen, man hätte das Recht die Schöpfung Gottes (insb. das Leben oder die körperliche Unversehrtheit von anderen) zu zerstören? Das ist doch in Wahrheit nichts anderes, als sich selbst zu Gott (bzw. zu seinem Werkzeug) machen zu wollen und sich damit mit Gott (dem Herrn über Leben und Tod, zumindest den üblichen Glaubensgrundsätzen nach) gleichzustellen.

Sollte ein Gott, der WIRKLICH allmächtig und allwissend ist, nicht selbst in der Lage sein, die Schmähung seines Namens oder der Personen seiner weltlichen Vertreter, Propheten und Verkünder selbst zu rächen? Was sind das für Götter, die auf die Hilfe von gewalttätigen Menschen angewiesen sind um Schmähungen zu rächen??? Das klingt für mich nicht nach einem allmächtigen Gott.

Ein Gott, an den ich glauben können soll, der muss mit sowas selbst fertig werden. Ein Gott, an den ich glauben soll, von dem weiß ich, dass er das Weltall und alle Welten (inkl. unseres kleinen unbedeutenden Planeten) geschaffen hat… muss ich da wirklich jetzt noch für ihn einspringen und dafür sorgen, dass der, der seinen Namen beleidigt, leiden oder sterben muss? Das ist doch gerade zu lächerlich.

Ich denke, wenn es Gott wichtig ist, die Sünder zu bestrafen, dann soll ER das tun und er wird schon wissen ob und wie und wann … dafür braucht ein anständiger Gott keine Menschen, die das für ihn tun.

Die Menschen sollten sich lieber auf das besinnen, was einem Gott zu Ehre gereicht und das sind Eigenschaften wie Friedfertigkeit, Mitgefühl und viele andere Dinge für die man keine Kalaschnikow braucht.

Sonnige Aussichten

Man liest, dass es nicht gut steht mit unserem kleinen blauen Planeten… ob die Band „Trio“ das schon wusste, als sie ihren Song „Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei“ schrieb, weiß ich nicht… aber dass auch unser Planet ein Ende hat – wenn auch noch sehr weit entfernt (zumindest soweit planbar) – ist irgendwie eine Vorstellung, die nicht so wirklich in unser kleines „Affe Version 2.0 Gehirn“ passt.

So ungefähr in 5.000.000.000 Jahren soll doch tatsächlich Schluss sein mit der Sonne (klickst Du hier) und bevor die sich dann vom Acker macht und zum Zwerg wird, schaut sie im halben Sonnensystem vorbei, weil sie sich vorher erstmal enorm aufbläht und dabei (unter anderem) auch die Erde und den Mond mit sich nimmt.

Aber das betrifft uns nicht mehr, erstens leben wir (ich und ihr, die ihr dies lest) da schon lange nicht mehr. Zweitens haben wir uns bis dahin 1.000.000 Mal schon selbst augerottet. Drittens sind wir schon lange vorher tot (weil da noch einiges zuvor passiert).

Es sei denn, zwei der großen Weltreligionen haben doch recht und ich werde wiedergeboren… Scheisse!

Bei ca. 70 Jahre Lebenserwartung pro Menschenleben (und ich gehe einfach mal davon aus, dass ich als Mensch wiedergeboren werde und nicht als wirbelloses schleimiges Kriechtier) hätte ich dann nur noch 71.428.571 Existenzen abzuleben um doch noch Erleuchtung zu erlangen oder mich sonst irgendwie ins Nirwana zu mogeln. Da wird es wirklich langsam Zeit sich mal ernsthaft Gedanken um sein Kharma zu machen. Wenn ich erstmal in der Sonne bin, dann hab ich dort wohl kaum noch sowas wie eine irdische Existenz um ein besserer Mensch zu werden. Zum Glück glaube ich nicht an Wiedergeburt.

Aber irgendwie ist es doch so: der Stoff, aus dem ihr und ich gemacht sind, der bleibt. Die Atome, aus denen ich bestehe, waren schon da, bevor ich atmen, sprechen, laufen und bloggen gelernt habe… und sie werden auch noch da sein, lange nachdem ich (der Schreiber dieses Blogs) nicht mehr existiere.

Und ich finde es irgendwie faszinierend (auch wenn ich das natürlich gar nicht mehr so ganz direkt mitbekomme) mal ein Teil der Sonne zu sein – und wenn es nur im letzten großen Akt des Stellaren Schauspiels ist.

Andererseits… die ganzen Arschlöcher, die mich hier ein Leben lang (oder eben vielleicht auch mehrere Leben länger) geärgert haben, sind dann auch wieder mit dabei… so hat wohl selbst die Sonne ihre Schattenseiten.

Naja. Man kann eben nicht alles haben.

In diesem Sinne: sonnige Grüße von eurem bööösen Asmodeus

 

… und was passt jetzt zum Schluss wohl besser zu diesem Blogeintrag als ein Link zu einem wundervoll passenden Song mit dem Namen: „Sternenkinder„?!

Was bleibt?

Habt ihr euch mal die Frage gestellt, was zurückbleiben würde, wenn ihr einfach heute spontan und völlig unvorhersehbar sterben würdet?

Ich meine, was ist – wenn euer Leben zu Ende ist – dann noch übrig von dem, was einmal euer Leben war? Ein Grab… OK, aber sonst?

Ich bin kein Freund davon sich durch das Klammern an ewige Dinge vor der Einsicht der eigenen Vergänglichkeit zu flüchten und sich damit zu belügen, dass man selbst irgendwann einfach nicht mehr da ist und das die Weltgeschichte nicht die Bohne juckt, so wie es mich heute auch nicht juckt wer gerade in dieser Sekunde irgendwo auf der Welt stirbt (schlicht weil ich diese Leute nicht kenne und nichts von ihrer Existenz weiß).

Jeder muss irgendwann einmal sterben, vielleicht sogar auch ich.

Aber es wäre doch schön, wenn die Welt durch mich ein wenig anders (und im Optimalfall sogar etwas besser oder zumindest lustiger) geworden wäre… oder verpuffen alle Jahre, die ich auf der Erdenscheibe verbracht habe, einfach sang- und klanglos im Nichts und gerade so, als hätte es mich nie gegeben?

Viele Menschen hinterlassen etwas… ein Haus, Vermögen, eine Firma oder auch einfach nur einen Haufen Schulden… aber sind das Dinge, die zählen?

Andere hinterlassen Kinder und Enkelkinder…. ok, das mag substantieller sein, aber ich habe mich schon immer geweigert einzusehen, dass er Hauptzweck meiner Existenz meine Reproduktion sein soll… obgleich ich dem „Üben“ natürlich nicht abgeneigt war und bin. Kinder (oder gar Enkelkinder) aber sind für mich keine Hinterlassenschaft, die mich in meinem Lebenssinn beruhigen würde.

Eigentlich finde ich den Gedanken, einfach in das Nichts einzugehen, aus dem ich gekommen bin, auch ganz tröstlich. Wie heißt es doch im Song aus „Das Leben des Brian“? „Du kommst aus dem Nichts und Du gehst ein ins Nichts… also was hast Du verloren? Nichts!“ und Elling in einem meiner Lieblingsfilme („Elling“) sagt: „Die Vorstellung von Reinkarnation hat oft gequält. Einer wie ich, wird sich vermutlich immer wieder verlaufen, auf dem schweren Weg ins Nirwana.

Und Tatsache: mir wäre ein einfaches Nichts ziemlich sicher auch lieber als irgendwas sonst.

Außerdem, wenn es ein Paradies geben sollte und ich (wider Erwarten) dorthin finden würde, würde ich sofort wieder austreten wollen, wenn dort nicht mindestens KalkbrennerDaft Punk oder VNV Nation als Hintergrundmusik läuft. Ohne den Sountrack zum Paradies, braucht es kein Paradies für mich sein… da geht es mir um’s Prinzip.

Also, was würde heute bleiben?

Ein paar Leutz, die noch eine Zeit lang an mich denken (im Guten wie im Bösen)… im Optimalfall bis sie selbst zu Staub werden. Ein paar Webseiten, die vermutlich erstmal verwaisen, weil sich niemand zuständig fühlt. Eine Community die weisungsgemäß verwaltet und dann „abgewickelt“ wird und eine Wohnung mit Möbeln und was eben so darin zu finden ist.

Traurig finde ich das nicht.

Besonders toll aber auch nicht.

Aber ganz allgemein nachdenkenswert finde ich das schon.