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Hier testet, bewertet, probiert, verköstigt und beurteilt der böööse Asmodeus Artikel, die ihm in die Finger kommen

Sailor Pin Up Fotografie Workshop

Ein hier in Hamm ansässiger Fotograf, der auch eine Fotoschule leitet, bietet einen sehr interessanten Workshop an – nämlich einen Workshop der Sorte, wie man sie nicht immer und überall findet…. und weil ich das mal wirklich erwähnenswert finde und mein kleiner Blog in den letzten Einträgen auch immer mal wieder das Thema „Fotografie“ behandelte, wollte ich das (zusätzlich zu Mitteilung in der DUNKLES LEBEN Community) auch hier mal erwähnen:

Fotoworkshop

„Sailor Pin-up Fotografie“

Termin: 13.10.2013

Oft werden Pin-Up-Fotos mit Aktfotografien verglichen. Es gibt es jedoch einen bedeutenden Unterschied: Ein Akt ist freizügig, kann auch mal anzüglich wirken und sogar pornografisch sein. Nicht so beim Pin-Up: Hier steht steht die vollkommene Inszenierung der Persönlichkeit eindeutig im Vordergrund.

Und darum geht es in diesem Workshop: Hübsche, junge Frauen in sexy Posen. Doch wer genauer hinschaut wird feststellen, dass die Fotos oft romantisch, sentimental oder patriotisch sind. Meistens auch charmant, witzig oder gar ironisch. Wichtig ist aber, dass die Bilder zwar erotisch wirken, aber nur andeutend und keineswegs enthüllend sind.

Themen:

  • Kurze Einführung in das Thema Pin-up und in das Inszenieren von Menschen
  • Der Umgang mit dem Modell
  • Pinup-Posing entwickeln
  • Porträts optimal in Innenräumen fotografieren
  • Arbeiten mit Scrim und Aufheller
  • Den Aufhellblitz wie ein Strobist einsetzen
  • Bildgestaltung
  • Wir werden mehrere Modelle zur Verfügung haben, mit denen ausführlich fotografiert werden kann.
  • Später kommt noch ein Airbrush-Künstler, der einem zusätzlichen Modell ein Sailor-Style-Bodypainting verpasst.

Die Kajüte ist Szenekneipe mit Graffiti-Kunst an den Wänden. In dieser Location werden wir verschiedene Sets aufbauen, an denen dann parallel fotografiert werden kann. Ich selbst werde ebenfalls fotografieren und lasse mir dabei über die Schulter schauen.

Die Fotos werden nebenbei in Lightroom bearbeitet. So zeige ich, wie durch optimale Bildbearbeitung das letzte aus den Fotos heraugeholt werden kann.

Uhrzeit: 12 – 18 Uhr

Kursort: Kajüte, Feidikstr. 64, Hamm

Kursgebühr: 99 €

Den Link zur Kurs-Seite und zur Anmeldung findet ihr hier:

http://www.fotokurs.org/fotokurs-fotoworkshop/events/fotoworkshop-pin-up-sailor.html

 

Ich selbst habe dort schon einige Workshops besucht und war immer gut aufgehoben – und zwar ganz gleich, ob ich in dem jeweiligen Thema schon gearbeitet hatte oder noch nie… da es keinen unumstößlichen Lehrplan gibt, sondern der Couch von Teilnehmer zu Teilnehmer geht, kann er auch dabei leicht auf den jeweils vorhandenen Kenntnissen aufbauen bzw. an das jeweilige Niveau anknüpfen.

Da ich meine, man hat wirklich nicht alle Tage für realtiv wenig Geld die Möglichkeit mit einem professionellen Model und professioneller Anleitung in so einer passenden Location zu shooten… daher ist mir diese Veranstaltung einen Tipp Wert gewesen, auch wenn ich selbst noch nicht weiß, ob ich teilnehmen werde.

Postcrossing – Die Welt in deinem Briefkasten

Nein, werte Freunde, dies ist kein bezahlter Blog-Marketing-Eintrag, sondern ein von Herzen kommender Bericht über eine Seite, die ich einem (zuerst eher beiläufig geäußerten) Tipp folgend für mich entdeckt habe.

 

Postcrossing.com

 

Nun, worum geht es bei dieser Community-Webseite? Kurz gesagt: es geht um Postkarten und zwar (wenn man nur will) um JEDE MENGE Postkarten, denn jedes Mal, wenn man selbst eine Postkarte an einen der Teilnehmer verschickt hat, erhält man auch selbst eine Postkarte von irgendwo auf der Welt.

Beides geschieht nach Zufallsprinzip, so dass man stets an eine Person eine Karte schickt, aber die Karte, die man erhält, wiederum von einer ganz anderen Person stammt (also nicht vom Empfänger der eigenen Postkarte).

Bei (Stand Januar 2013) mehr als 367.000 Teilnehmern aus 214 unterschiedlichen Ländern ist die Auswahl an zufälligen Postkarten-Partnern auch enorm groß. Gerade erst vor wenigen Tagen wurde die 15.000.000. Postkarte auf den Postweg gebracht.

Wie funktioniert das nun genau?

Zunächst ist es notwendig sich auf der Seite ein eigenes Userkonto anzulegen. Dies geschieht im üblichen Verfahren (Eingabe Usernamen, Emailadresse usw). Danach kann man sich dort sein Profil anlegen.

In seinem Profil hat man neben bestimmten Informationsfeldern (z.B. welche Sprachen man spricht) auch Freitext-Eingabefelder, die man nutzen kann um sich vorzustellen oder auch um seine Wünsche zu konkretisieren. Viele Teilnehmer sammeln bevorzugt Postkarten bestimmter Bereiche (z.B. Stadtansichten, Sprüche, Tiere…). Es ist zwar nicht zwingend notwendig diese Wünsche auch zu berücksichtigen, stellt aber eine sinnvolle Hilfe dar.

Außerdem bitten viele Teilnehmer in ihren Profilen um bestimmte Angaben, z.B. welchen Lieblingsfilm man hat oder welches Buch man zuletzt gelesen oder wie man heute seinen Tag verbracht hat… eben damit auf der Postkarte auch noch etwas anderes als nur „Grüße aus Deutschland“ steht. Da es sich um eine weltumspannende Gemeinschaft handelt ist die Verständigung meist in Englisch. Oft genug kann man den Profilen (meist aus den Niederlanden oder den Skandinavischen Ländern) aber auch entnehmen, dass man seine Karte auf Deutsch schreiben kann.

Zusätzlich hat man auch noch die Möglichkeit Filtereinstellungen vorzunehmen, wenn man zum Beispiel keine Karten innerhalb seines eigenen Landes versenden oder erhalten will.

Zu Anfang kann man sich maximal fünf zufällige Empfänger-Adressen aus dem System herausgeben lassen. Dabei handelt es sich dann um echte postalische Anschriften, die man auf die Postkarten schreibt (es gibt auch eine Druck-Option, falls man das lieber seinen Drucker erledigen lassen will).

So nimmt man also eine Postkarte, schreibt einige nette Worte auf die Rückseite, dazu die Adresse des Empfängers und noch (sehr wichtig!) die für diesen speziellen Vorgang vom System zugeordnete „Postcard-ID“-Nummer, denn jede Adressherausgabe bekommt eine eigene unikate „Postcard-ID“, die unbedingt auf die Karte zu schreiben ist.

Danach bringt man die Postkarte auf den Weg.

Übrigens kostet eine übliche Postkarte von Deutschland ins Ausland Euro 0,75 (Stand Januar 2013) und wenn man einen „Priority“ Aufkleber (gibt es bei der Post kostenlos) zusätzlich aufklebt, spart man sich bei den Luftfrachten angeblich ein paar Tage Versandzeit.

Wenn die Postkarte beim Empfänger (dem vorab nicht mitgeteilt wurde von wem er eine Postkarte bekommt) angekommen ist, bestätigt dieser den Eingang durch Eingabe der „Postcard-ID“ (die ihr auf der Postkarte notiert habt).

Sobald eure erste Postkarte als eingegangen gemeldet wurde, habt ihr euch dafür qualifiziert selbst eine Postkarte zu erhalten. Das heißt, der nächste Teilnehmer, der auf Postcrossing.com eine Postkarte versenden will, bekommt dann eure Anschrift vom System genannt (aber ihr erfahrt nicht welchem Teilnehmer eure Adresse geben wurde) … und so dürft ihr euch, einige Tage nachdem eure eigene Karte angekommen ist, selbst über eine Karte von irgendwoher aus der Welt freuen.

Damit man sich nicht sinnlos Adressen (die man vielleicht nie beschickt) von dem System ausspucken lässt, existieren Grenzen. Zu Anfang kann man nur maximal fünf Empfänger-Adressen geben lassen und erst wenn eine Postkarte als „recieved“ markiert wurde, darf man sich eine sechste Adresse (usw.) geben lassen. Dieses Limit erhöht sich aber mit der Gesamtzahl aller Postkarten, die ihr erfolgreich verschickt habt, immer weiter. Ich selbst bin nach ca. 20 Postkarten nun bei einem Limit von sieben gleichzeitigen Postkarten.

Nun kann es auch einmal vorkommen, dass eine Postkarte nicht beim Empfänger ankommt. In dem Fall bekommt sie nach 60 Tagen den Status „abgelaufen“ („expired“) und man kann sich als Ersatz und ohne sein Limit zu verletzen eine neue Adresse geben lassen. Dies gilt auch, wenn ein Empfänger eure Karte zwar erhält, sie aber nicht als „recieved“ einträgt (was aber kaum vorkommt).

Besonders schön an dieser Seite ist es, dass man Postkarten, die man empfängt oder versendet, auch einscannen und dann als Bild in seinem Profil ausstellen kann. So bekommt man im Laufe der Zeit eine schöne Postkarten-Wand zusammen.

Natürlich besteht (gerade bei uns misstrauischen Deutschen) schnell der Verdacht, dass es sich bei diesem Projekt um einen gewerblichen Adresshandel handeln könnte. Dies kann ich aber aus mehrfachem guten Grund nicht bestätigen. Erstens existiert eine Selbstbeschränkung zur Adressnutzung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Seite, zweitens existiert die Seite schon eine Weile und bisher wurde über nichts derartiges berichtet und drittens wurde dieses Projekt schon von so vielen professionellen Redaktionen weltweit (Rundfunk, TV, Presse) durchleuchtet, dass solche Umtriebe aufgedeckt worden wären.

Ich kann nach ungefähr zwei Monaten Mitgliedschaft jedenfalls nur Gutes über diese Seite berichten und freue mich inzwischen fast täglich darüber, zwischen den Prospekten der Supermärkte, den Gebührenerhöhungsmitteilungen der Stadtwerke und den Pizza-Service-Speisekarten eine nette Karte von irgendeiner netten Person irgendwo auf der Welt zu finden.

The Quarter Pounder (flame grilled) von Rustlers

Ein mikrowellen-tauglicher Burger-Bausatz… klar dass ich den versuchen musste… und hier ist das (rein geschmackliche) Ergebnis:

Die Verpackung verspricht schon einmal einiges, denn „flame grilled“ weckt natürlich einige Erwartungen bei denen die Geschmacksnerven im Mund schon freudig erregt zu hüpfen beginnen.

Das in schwarz und rot gehaltene Design und der lecker dargestellte Aufdruck des Burgers (das Salatblatt ist aber nicht im Lieferumfang enthalten), verstärken diesen Eindruck natürlich noch einmal enorm und die Flammen links über dem Hersteller-Logo machen Lust und Laune auf ein schön rauchig schmeckendes saftiges Stück Fleisch zwischen den Zähnen…

Den ersten größeren Kampf hatte ich dann schon beim Öffnen der Verpackung, da die Reißlasche an der Ecke sofort abriss und ich Packung dann mit einem herbeigeschafften Küchenmesser aufschneiden musste.

In der Packung enthalten waren, der Burger (Brötchendeckel, Fleischeinlage, Brötchenunterseite) in der für Burger typischen Machart, eine Scheibe Käse (wie man sie kennt) und eine Packung mit einer Soßenmischung.

Das auf der Packungsvorderseite im Serviervorschlag abgebildete Salatblatt war nicht enthalten, was man angesichts der Haltbarkeit von Kopfsalatblättern auch nicht erwarten sollte.

Mittels einer Schere konnte ich die Soßenverpackung dann doch noch öffnen und verteilte den Inhalt auf der Innenseite des Brötchenoberteils.

Die Soße ist in ausreichender Menge vorhanden und vergleichbar mit den Soßen, die man auch sonst aus Burger-Buden, die keinen großen Ketten angehören, kennt. In der Schärfe ist sie sehr dezent und stellt daher auch für Schärfe-Weicheier (wie mich selbst) keine Herausforderung dar.

Den Käse habe ich beim ersten Versuchs-Burger bereits vor dem Gang zur Mikrowelle auf die Fleischeinlage gelegt und bei einem zweiten Versuchs-Burger erst nachdem der Burger heiß aus der Mikrowelle kam. Einen wesentlichen geschmacklichen Unterschied konnte ich dabei nicht bemerken, allerdings war der Käse beim ersten Versuchs-Burger dank Mikrowellen-Unterstützun angenehmer zerlaufen.

In beiden Fällen (also einmal mit Käse und einmal ohne Käse auf der Fleischeinlage) wurde die Erwärmung des Burgers zusammengeklappt und auf einem Teller liegend in einer Mikrowelle und gemäß Anleitung durchgeführt.

In beiden Fällen war die Brötchenunterseite kaum mit ungeschützter Hand zu greifen, da die Feuchtigkeit aus der Fleischeinlage in den unteren Brötchenteil versickert und dort noch sehr heiß war.

Entsprechend „matschig“ und durchnässt fühlte sich der untere Brötchenteil dann an. Da der Burger aufgrund der Hitze so kaum zu halten war, habe ich beide Burger auf den Kopf gedreht und verspeist, da der Oberteil des Brötchen trocken blieb und daher nicht so viel Hitze gespeichert hatte.

Geschmacklich lagen beide Burger (mit und ohne Käse in der Mikrowelle) gleich, also ohne erkennbaren Unterschied im Ergebnis. Den Geschmack insgesamt würde ich als durchaus ausreichend bezeichnen, wobei die Soße den eigentlichen Geschmack dominiert und ich vom „flame grilled“ Fleisch eigentlich mehr (genauer gesagt: einen stärkeren Rauch-Geschmack) erwartet hätte.

Für den großen Hunger taugt der Burger übrigens nicht, zumal das Brötchen wirklich sehr luftig ist. Angesichts der recht schnellen Zubereitungszeit ist es aber eine gute Überbrückung, falls man keine Zeit hat sich etwas „Vernünftiges“ zu kochen.

Insgesamt gebe ich dem Erlebnis die Schulnote 4.

Als experimentierfreudiger Mensch in Sachen Mikrowellen-Bausatz-Essen habe ich schon sehr viel Schlimmeres erlebt.