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Themen, die mit der schwarzen Kultur des Gothic zu tun haben

Popoliebe und falsche Klamotten

So lautet die Aufschrift auf meinen Lieblings-Tshirt. Ich würde es gerne mal wieder anziehen, doch ergibt sich dabei das Problem, dass das Tshirt leider nicht zusammen mit mir gewachsen ist – dabei ist natürlich speziell die Breite gemeint – so dass es mir leider auch beim allerbesten Willen nicht mehr passt.

Aber nein Freunde, ich habe das Ufer nicht gewechselt und habe es auch nicht vor! Lasst euch von einem alten (leider trifft das zu) Clubgänger sagen, dass man mit so einem Tshirt einen ziemlich hohen Unterhaltungs- und Flirtfaktor mit sich herumträgt. Man(n) glaubt es nicht, mit wem ich da so alles ins Gespräch gekommen bin. Sicher, wenn man natürlich in Clubs wie dem „Kings Club“ oder „Laura“ in Stuttgart unterwegs ist (wo ich früher gerne war weil die Musik cool und die Party gut war), dann darf man eben auch nicht böse sein, wenn es auch mal missverstanden wird, aber ich denke damit kann man leben.

Naja, jedenfalls habe ich mich jetzt echt schon lange erfolglos mit einer Suche nach einem ähnlichen Tshirt bemüht… aber so richtig komme ich ja nicht mehr in die Clubstores… aus der Houseszene bin ich ja nun auch schon über zehn Jahre weg… und abgesehen davon: Finden tut man sowas eh nicht mehr, es war ja schon ein Zufall dass ich das damals in einem Clubstore gefunden habe. Doch selbst wenn das Ding heute noch irgendwo hängen würde… wäre es sicher kaum meine Größe, denn wie das immer so ist: meist gibt es in den Szene-Shops nur Klamotten, die eher an Kindergrößen erinnern.

Das ist eines der Dinge, die alle Szene-Läden (ob nun Gothic, House oder sonst was…) verbinden, wenn ich sie besuche: da gibts nur Klamotten für Kinder oder zumindest für Menschen, die dem Hungertod schon recht nahe sein müssen. Selbst wenn ich auf die Schilder dort schaue und „XL“ lese, komme ich mir dabei höchstens XL-verarscht vor.

Aber vielleicht bin ich auch einfach nur der Einzige, dem das so ergeht… oder ich bin in den falschen Läden.

Passt mal was (womit insbesondere Hosen gemeint sind), sind sie elend zu lang. Das ist bei einfachen Exemplaren nicht besonders schlimm, denn dafür gibt es ja LaLa (so nenne ich meine Änderungsschneiderin). Blöd wird es nur dann, wenn die Hose irgendwelche Applikationen oder andere Installationen hat, die dann (wenn man sie kürzen wollte) die Aktion entweder komplett verhindern oder eben bewirken, dass es danach einfach nicht mehr gut aussieht (z.B. wenn ein Element, das auf dem Knie sein sollte, dann irgendwo am unteren Schienbein hängt).

 

Popoliebe im DUNKLES LEBEN Shop

 

Von den ganzen Kleidungsstücken, die man sich so als Goth, der ernst genommen werden möchte (wobei das Popoliebe!-Tshirt sicher nicht dazu zählt), hab ich eigentlich nur mit Tshirts und Mänteln kein Problem… aber das allein macht eben auch nicht glücklich… es sei denn man gibt sich vielleicht mit einer Existenz als Exhibitionist zufrieden – da reicht ein Mantel ja völlig. Mit Sweaties und Hosen aber steh ich größentechnisch auf Kriegsfuß und wenn es um Männerröcke oder gar exotischere Dinge geht würde ich das schon als „totalen Krieg“ bezeichnen.

Sicher, es gibt das Internet… aber da hab ich mir noch nie was bestellt was hinterher auch gepasst hat. Überhaupt habe ich im letzten Jahr nur einmal ein Kleidungsstück bestellt und das waren Schuhe, die es sonst wirklich nirgendwo mehr gab und (ja richtig!) das war bei dem Laden in dessen Werbung die Paketbringer und -empfänger immer so laut zu kreischen beginnen…. ok, ich glaube jetzt hab ich mich als komplett untrue geoutet…

Aber was solls? Solange ich mein Popoliebe!-Tshirt habe und damit ganz in Erinnerungen schwelgend irgendwo abtanzen gehen kann, wo mich kein Grufti jemals vermuten würde… solange scheiss ich doch darauf wie true ich bin…

In diesem Sinne, man sieht sich (eher nicht)

euer böser Asmodeus

Wie dunkel ist mein Leben?

Oh my goth….. ich bin ja soooo untrue!

Doch, ganz ehrlich, das bin ich wirklich! In den letzten zwei Wochen habe ich sage und schreibe nur ein einziges Mal schwarz getragen… und auch nur, weil ich mit meinem Besuch in Essen die Gothic Shops heimgesucht habe und da kann man ja nicht untrue auftauchen… also kann man schon, aber man könnte dabei ja gesehen werden und das geht ja mal gar nicht, Freunde.

Also rein in die obligatorische schwarze Hose und ein schwarzes T-Shirt… und da ist sie dann wieder: meine Schwarztonkorinthenkackerei, denn mir fällt im Tageslicht beim Blick in den Spiegel auf, dass das x-fach gewaschene Baumwoll-Tshirt doch tatsächlich einen zur Hose leicht abweichenden Schwarzton besitzt, der minimal heller ist und vielleicht sogar etwas ins bläuliche abdriftet… untragbar! Also Tshirt wieder ausgezogen und das nächste getestet – die Option steht mir zur Verfügung, denn immerhin bietet mein Kleiderschrank Raum für ein ganzes Universum an schwarzen Tshirts.

Irgendwann stimmen also Hose und Schuhe schwarz in schwarz überein und es kann losgehen – natürlich mit der festen Absicht sich endlich mal wieder neue T-Shirts zu kaufen. Im Laden aber stehe ich dann vor knapp Euro 10,- teuren „Fruit of the Loom“ Tshirts und frage mich eindringlich welcher für mich bemerkbare Unterschied vorhanden ist, denn bei „KIK“ kosten die schlichten schwarzen Tshirts keine Euro 3,- … gewaschen habe ich beide Fabrikate schon und ich könnte nicht sagen, dass das teurere Tshirt dabei länger haltbar oder besser zu tragen gewesen wäre.

Also hab ich mir den Kauf verkniffen – mit der festen Absicht diese Woche noch „KIK“ zu besuchen.

OK, was ich aber dringend brauche ist eine schlichte schwarze Hose, die passt. Hosen hab ich genug, aber da ist soviel Klimbim dran, dass man sie eigentlich nur für Clubs und Events tragen kann, denn die Zeiten, bei denen ich für mein eigenes Seelenheil unbedingt bei jedem Einkauf im Supermarkt um die Ecke outfittechnisch provozieren musste, sind irgendwie schon ein paar Jahre vorbei. Eine Hose wurde auch gefunden – nicht von mir versteht sich, denn ich hab weder für Größen ein Gedächtnis, noch für Maße einen Blick. Schlicht und schwarz… und natürlich zu lang… IMMER zu lang… denn Hosen, die im Bund so groß sind, wie ich sie brauche, erwarten von mir, dass ich längere Beine habe, als ich sie in Wahrheit bieten kann. Nun gut, freut sich Lala (so nenne ich meine Lieblings-Änderungsschneiderin, aber das weiß sie nicht) wieder über einen kleinen Auftrag.

Für meine hübsche Begleitung haben wir im zweiten Laden auch noch Schuhe gefunden. Zum Glück, denn im ersten Laden hatten sie zwar schöne Schuhe, aber entweder passten sie nicht oder alle normalen Größen (die nichts mit Kinderfüßen und Elefantentramplern zu tun hatten) waren ausverkauft. Das ist sowieso ein Phänomen, das ich einmal gesondert bloggen sollte… aber naja… gut, so bekam zum Schluss doch noch jeder, was er/sie begehrte und der Tag war gerettet.

Im „KIK“ war ich dann tatsächlich später noch….. und hab prompt die falschen Tshirts gekauft… sind nämlich zu klein. Toll… jetzt hab ich hier 10 neue schwarze Tshirts und darf 9 davon wieder umtauschen (eines ist ja bereits ausgepackt und getragen)…. das schaffe ich diese Woche nur leider nicht mehr… höchstens Samstag, aber mal sehen.

Soviel Probleme mit so vielen schwarzen Sachen… vielleicht bin ich ja doch true’r als ich geglaubt hatte?

So Freunde, damit schließe ich meine Betrachtungen und werde mich jetzt wieder in meine dunkle Gruft zurückziehen, wo ich mein zerstörtes Herz pflegen und im tristen Winter meiner hoffnungslosen Existenz den sanften Klängen von Lacrimosa oder anderer Deprimusik lauschen werde…

Ey Alder, sowas von true!