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Perlen der Erkenntnis zu allem was man schauen, lesen oder hören kann…

HIM lösen sich angeblich auf

Wie ich meinem Gothic-Forum „DUNKLES LEBEN“ entnehme, lösen sich laut mehrere Meldungen diverser Szene-Magazine wohl „HIM“ (also die Musikgruppe um Ville Valo) auf.

Tja, ich hätte eigentlich gar nicht mal gedacht, dass es die noch gibt…. denn das war und ist mal so gar nicht meine Musik (gewesen), aber ich hatte insb. durch meine damalige Partnerin, mit der zusammen ich unser Forum vor über 10 Jahren ins Leben rief, damit Kontakt. Stigma (so hieß das Mädel) war nämlich HIM-Fan und im Moment frage ich mich, ob ich ihr (da sie nicht mehr im Forum ist) mal diese Nachricht zur Auflösung zukommen lassen soll…. aber wahrscheinlich weiß sie das eh schon.

Nun gut, alles hat seine Zeit. Wenn ich mir überlege, wie lange sich die letzten 10 Jahren schon für mich angefühl haben, dann kann ich mir selbst kaum vorstellen, dass ich als Künstler bzw. Musiker überhaupt selbst so eine lange Zeit mit der gleichen Art von Musik „durchhalten“ könnte…. ich persönliche wechsle gerne meine Musikgenres ziemlich krass und kann mich mit einem Genre allein nie zu lange zu intensiv beschäftigen. Als Musiker wäre ich also ziemlich ungeeignet in Sachen Beständigkeit und Durchhaltewillen. 🙂

Lied der Tränen II

„Ja….. schon wieder die Fotografie“ werdet ihr jetzt denken, aber es ist leider wahr… ich komm einfach zu nix sonst mehr … und ich bin glücklich damit. Sorry.

Leider leidet auch dieser Blog darunter ein wenig. Neue Einträge bleiben aus.

Heute will ich damit wenigstens einen Eintrag nachholen, den ich schon lange schreiben will um meine begonnene Reihe „Lied der Tränen“ fortzusetzen.

Das sind Musikwerke, die einen dermaßen tiefen emotionalen Einfluss auf mich ausüben, dass ich regelmäßig Pipi in den Augen hab. Nun klar, sicher nicht wenn ich gerade auf der Autobahn unterwegs bin und der Song nebenher im Radio plärrt (obwohl dort solche Sachen meist nicht gespielt werden), sondern wenn ich Abends allein vor meinem PC sitze und dank Kopfhörer die Musik in guter Wucht in die Ohren pressen kann…. dann passiert das mal.

Nein, ich habe keine Probleme damit. Im Gegenteil. Tatsächlich betrachte ich es als Glück sich so rühren lassen zu können und bin den Meistern, also den Schöpfern dieser Werke und den aufführenden Musikern, unendlich dankbar für ihre Arbeit.

Leider ist der zweite Song, den ich hier nun offenbaren will, nicht unbedingt ein Song der besonders gut in den Blog eines doch noch einigermaßen schwarz angehauchten Goths passt… aber scheiss drauf. Es ist ein geniales Musikwerk und auch wenn ich die Botschaft darin in spiritueller bzw. insbesonderer kirchlicher Hinsicht nicht teile, so bleibt es dennoch geradezu eine göttliche Eingebung, wenn ein Mensch in der Lage ist so ein Werk zu komponieren. Dieser Wechsel der Stimmen, die Zusammenarbeit und Wiederholungen….. ich würde gerne wissen wie der Komponist sich wohl gefühlt hat und in welcher Stimmung er gewesen sein muss, als ihm diese Melodien in den Sinn kamen!

Die Rede ist heute vom Meister Georg Friedrich Händel und seinem sehr bekannten „Halleluja“ Char aus dem bekannten „Messiah„.

Die eindeutig beste (mir bisher bekannte) Umsetzung dieses Werk gibts auf Youtube zu hören und wird vom Mormon Tabernacle Choir zur Darbietung gebracht. Was ich an dieser Einspielung besonders mag ist die relativ beschwingte Interpretation, die nicht so behäbig und schwerfällig ist, wie das insbesondere bei europäischen Chören oft zu hören ist. Außerdem finde ich die gut ausbalancierte Abstimmung der Stimmanteile untereinander und des Chors ingesamt zum Orchester hier wirklich gelungen. Das Video ist obendrein recht gut gemacht (insb. die verschiedenen Schnitte auf die unterschiedlichen Einzelpersonen im Chor mag ich, weil es so ein Alle-Gemeinsam-Für-Eine-Sache-Gefühl macht).

Natürlich bin ich mir bewusst, dass die meisten unter euch wohl kein Interesse an solcher Musik und insbesondere an diesem Werk haben. Einen extrem breiten Musikgeschmack (von Industrial über House, Folk, Rock, Mittelalter, Elektro, Minimal, Dubstep bis Klassik uvm) habe ich glücklicherweise von meinem Vater geerbt, der mir (als ich noch ein Kind war) vorlebte, dass man Sitar-Musik von Ravi Shankar ebenso geil finden kann wie „The Who“ oder „Kraftwerk“…. nun müsst ihr eben damit leben 🙂

So, genug der Vorrede, ihr sollt auch was zu hören bekommen…. und wenn ich euch wenigstens ein wenig neugierig gemacht habe, dann wars die Schreibarbeit schon wert. 🙂

Den Rhein wieder rauf… (eine traurige Reise)

Stuttgart, Mannheim, Mainz, Koblenz, Bonn, Köln….. ich nähere mich wieder meiner Wahlheimat. Im Moment befahre ich in einem Zug der Bahn die Hohenzollernbrücke mit ihren vielen Liebesschlössern links und rechts an den Zäunen.

Ich komme (wie sich der eingefleischte Leser meines Blogs sicher denken kann) einmal mehr aus meiner süddeutschen ehemaligen Heimat zurück, wo ich mir für zwei kurze Tage aufgehalten habe. Der Anlass hierfür war einer der sehr traurigen Sorte, denn meine Oma starb vor wenigen Tagen und nun galt es für mich natürlich auch als eine persönliche Ehrensache der Beerdigung beizuwohnen.

Gestern nun fand die Beerdigung statt und obwohl ich eigentlich niemals (außer denn ich alleine bin) irgendwelche Gefühle von Traurigkeit zeige, fiel es mir zeitweise doch ziemlich schwer, dies auch dort so beizubehalten. Dabei fällt mir das wohl auch deshalb leichter, weil meine Sicht von Werden und Vergehen eine andere ist, als man das hier landläufig hat (ich schrieb dazu bereits am Todestag meiner Oma etwas in diesem Blog).

Doch auch die Familie und Verwandtschaft war relativ gefasst. Dies liegt sicher zu einem Teil auch daran, wie friedlich und ohne Leiden und nicht ganz unerwartet meine Oma aus dem Leben schied. Viel mehr möchte ich aber auch nicht darüber schreiben, denn ich finde, dass der Blog eine falsche Plattform für solche doch recht persönlichen Dinge ist – selbst für einen persönlichen Blog trifft das zu.

Meinen größten Respekt hat sich meine Schwester verdient, denn die hat vor einiger Zeit verwirklicht, was ich lange schon einmal angedacht aber nie umgesetzt hatte… und nun war es zu spät für mich. Ich wollte schon lange einmal die Oma vor einer laufenden Kamera interviewen und sie nach ihren Jugenderinnerungen und lustigen Familienanekdoten befragen, denn dies sollte mit dem Tod meiner Oma (aus damaliger Sicht) irgendwann nicht verloren gehen. Doch umgesetzt hatte ich das leider nie. Umso dankbarer bin ich meiner Schwester, dass sie das vor einiger Zeit mal auf eigene Regie (wenn auch technisch natürlich nicht ganz so perfekt wie mit meiner Hardware) erledigt hat.

Was dabei herausgekommen ist sind ca. 40-50 Minuten als Videoclip, auf denen meine Oma von früher erzählt und wie ihr Alltag und das Familienleben vor ca. 90 Jahren so ausgehen hat.

Die ersten 20 Minuten haben wir uns gestern Abend nach der Beerdigung bereits angeschaut. Ein Wort ist mir dabei besonders im Gedächtnis und es passt zu dem Nachruf den ich vor einigen Tagen für meine Oma hier im Blog hinterlassen habe, so sehr, dass es einfach komplett die positive Meinung bestätigt, die ich von meiner Oma hatte…

Auf die Frage meiner Schwester hin: „Welchen Rat oder welche Empfehlung würdest Du aus deiner Erfahrung heraus anderen Familien/Sippen geben?“ und Omas allererste Antwort bestand aus einem wichtigen Wort: „Zusammenhalten.“

Genau das ist es, was meine Sippe nämlich lebt und worauf man (s)ich immer und alle Zeit verlassen kann und was diese Familie so einzigartig macht. Auch wenn ich über 500km entfernt von allen wohne, weiß ich doch, dass im wirklichen Notfall ein Anruf von mir reicht und mindestens ein halbes Dutzend nahe Verwandte sitzen quasi sofort im Auto oder Zug und sind auf dem Weg zu mir oder holen mich zur Not auch vom Ende der Welt ab. In meiner eigenen Familie (also Eltern, Geschwister, Schwager) ist das natürlich umso selbstverständlicher… und ich denke alle wissen, dass das im umgekehrten Notfall für mich natürlich ebenso selbstverständlich ist.

Und selbstverständlich ist das für uns, weil es ebenso selbstverständlich für meine Oma war immer für alle da zu sein. Und so lebt sehr viel von ihr weiter, auch wenn sie nicht mehr da ist.

Morgen obliegt es mir noch ein paar Bilder der letzten Tage zu bearbeiten, denn es war gewünscht, dass ich vom Grab noch Aufnahmen mache. Leicht fällt mir das trotz der eigenen Inneren Klarheit zu Tod und Sterben nicht gerade, aber Fotos vom Grab sind auch eine Form der Trauerarbeit und der Bewältigung und deshalb stelle ich die natürlich auch den Verwandten zur Verfügung – gerade für diejenigen auch, die leider nicht persönlich anwesend sein konnten. So wird mich das Thema also auch am Sonntag noch etwas beschäftigen, bevor mich die Arbeit und der Alltag am Montag dann wieder haben wird.

Meine Freundin blieb die Tage über in NRW, denn ich wollte sie eigentlich nicht dabei haben. Sie hat meine Verwandtschaft schon einmal besucht und als wirklich sympathische Sippe kennengelernt und diesen Eindruck wollte ich jetzt nicht ändern, denn wenn es darum geht, sich von einem geliebten Menschen zu verabschieden, dann hat man auch einfach nicht immer die Zeit und die Aufmerksamkeit sich um Andere zu kümmern – trotz aller guten Eigenschaften mit denen meine Sippe wirklich trumpfen kann. Da wir dieses Jahr wohl noch einmal im Sommer gen Süden fahren, besteht dann für meine Freundin wieder Gelegenheit mitzukommen… und dies dann für einen richtigen Urlaub im angenehmen Sinne und nicht für einen traurigen Anlass.

Eben passiere ich Duisburg, was bedeutet, das Ende einer weiteren langen Zugreise ist nun abzusehen und in circa einer Stunde bin ich dann auch zuhause… wo mich dann erst einmal der samstagliche Einkauf erwartet, den man beim Supermarkt um die Ecke zum Glück noch bis 22 Uhr unternehmen kann.

Den Abend werde ich ruhig verbringen und die dutzenden Mails checken, die mich erreicht haben und die natürlich unerledigt blieben. Im Forum sollte ich auch mal reinschauen und natürlich werde ich mich dann auch wieder um Fotoangelegenheiten kümmern, die ich vor einigen Tagen per öffentlicher Mitteilung auf meiner Fotografen-Fanpage offiziell für kurze Zeit ausgesetzt habe.

Mehr als ein Dutzend Shooting-Anfragen liegen noch von der letzten Aktion als „offen“ markiert auf meinem Schreibtisch ohne fest vereinbarten Termin. Dabei wollte ich dieses Jahr doch eher weniger als mehr Shootings machen, sondern mich eher auf ganz besondere Projekte konzentrieren… aber diesmal waren eben auch Bewerberinnen dabei, die ich unmöglich ablehnen konnte.

Ach ja… den Blogtext muss ich natürlich auch noch hochladen. Es wäre höchst witzlos das hier einfach nur im Notebook gespeichert zu lassen.

Das Auspacken aber werde ich wohl heimlich erledigen, denn meine Mutter hat, lieb wie sie ist, für meine Freundin etwas gekocht, wonach sie seit ihrem ersten Besuch in Süddeutschland verrückt ist. Das will ich heimlich in den Kühlschrank packen und da wir gleich vom Einkaufen zurück sein werden, wird meine Freundin nicht umhin kommen im Kühlschrank eine freudige Entdeckung zu machen… ich glaube, für den Rest des Wochenendes brauch ich mich nicht mehr anstrengen etwas Großartiges zu kochen, weil die Ernährung meiner Freundin dann quasi schon feststehen dürfte… (grins).

Was ich ganz dringend machen muss, ist mal wieder den Kontakt zu ein paar Leuten mehr zu pflegen. Da war ich etwas nachlässig im letzten Jahr und die Fotografie ist zwar eine Erklärung aber keinesfalls eine Entschuldigung dafür – erst recht nicht, wenn es sich um liebe Menschen wie z.B. auch Exfreundinnen handelt mit denen ich noch im guten Kontakt stehe. Da habe ich mich doch als ziemlich unzuverlässig erwiesen und das ist eigentlich sonst gar nicht meine Art.

Vielleicht organisiere ich auch wieder ein Foto-Event der Community in diesem Jahr. Nachdem in den letzten zwei Jahren (seit ich die Organisation der regelmäßigen Bochumer Usertreffen aufgrund fortwährend unzuverlässiger Anmeldungen eingestellt habe) hat sich trotz anfänglichem großen Bedauern und diverser Absichtserklärungen meiner Kenntnis nach noch nicht selbst organisiert das vergleichbar mit den früheren regelmäßigen Usertreffen wäre. Daher kümmere ich mich vielleicht zur Abwechslung mal um ein Foto-Event an passender Location evtl. mit ein oder zwei von mir noch zusätzlich organisierten externen und guten Fotografen.

Ach Du je…. meine Freundin hat mich beim Instagram mit der Anzahl der Abonennten aber schon meilenweit abgehängt, wie ich das eben sehe. Da werde ich also auch wieder einiges tun müssen…. und so häuft sich schon wieder die Liste der Dinge, die eigentlich zu erledigen sind.

Am besten ich beende hier meinen Blogeintrag, bevor die Liste noch länger und obendrein noch öffentlich bekannt wird, so dass ihr mich womöglich zum Ende des Jahres an der Erledigung all dieser Punkte messen könnt…

… oder meine Freundin im Dezember 2015 mit noch viel mehr Abonennten (als ich sie habe) mit einem breiten Grinsen vor mir steht. 🙂