Results for category "Das Leben und ich"

„Geschichten die das Leben schrieb“ sagt man gerne… ich sage: „Geschichten die das Leben einem diktiert – ob’s einem passt oder nicht“

Zuckerwasser

Gestern hatte ich einen sehr seltsamen Tag, denn ich glaube wirklich: noch nie in meinem Leben habe ich so viel geschlafen wie gestern am Samstag.

Dabei war ich am Freitag nicht auf Tour, ich war in keiner Disco, auf keiner Party, in keinem Club und habe auch die Nacht nicht irgendwie mit anderen (schönen) Dingen oder Menschen verbracht… dennoch stand ich schon am Samstag todmüde auf und legte mich nach Minuten schon wieder ins Bett.

Und so setzte sich das quasi den ganzen Tag fort… nach längstens ein paar Minuten bis max. eine halbe Stunde nach dem letzten Erwachen war ich schon wieder so fix und alle, dass ich quasi auf dem Zahnfleisch ins Schlafzimmer kroch um mich auf’s Bett zu legen und in sekundenschnelle einzuschlafen.

Einmal musste ich kurz wegen eines EDV-Problems in die Firma und auf dem Rückweg war ich schon so müde, dass ich ernsthaft überlegte kurz etwas im Auto zu pennen (dabei ist mein Arbeitsweg nur 12km)… und Abends telefonierte ich noch mit meinem Kätzchen, ich glaube so ungefähr zwei Stunden lang, aber ich kämpfte um jede Minute, in der ich noch irgendwie wach bleiben konnte. Zum Schluss telefonierte ich mich dem Kopf auf dem Schreibtisch liegend, weil es einfach nicht mehr ging und führte einen harten Abwehrkampf gegen diese alles überwältigende Müdigkeit.

Die letzte Nacht nun schlief ich (was extremst selten ist!) fast komplett und tief durch – obwohl ich allein war! Nur einmal gegen 03:40 Uhr wurde ich wach und musste mal was trinken, aber sonst schlief ich wie ein Stein und träumte sehr intensiv (wie auch schon den ganzen Tag über).

Heute, am Sonntag, bin ich nun kurz nach 07:00 Uhr aufgewacht und aufgestanden – gähne zwar noch etwas, fühle mich aber zum ersten Mal wieder einigermaßen wach und habe nicht sofort wieder das Gefühl gleich ins Bett gehen zu müssen. Inzwischen tut mir auch schon der Nacken und Rücken vom vielen Liegen weh.

Natürlich mach ich mir Gedanken um die Ursache dieser krassen Müdigkeit. Wie gesagt, ich war nicht unterwegs und die Arbeitstage zuvor waren auch sehr normal, ich war nicht krankgeschrieben, hab nichts unübliches gegessen oder getrunken, keine Medikamente genommen, unterlag sonst keinen ungewohnten Umwelteinflüssen…

Nach langem überlegen bin ich dann nur auf eine mögliche Ursache gekommen: seit Donnerstag trinke ich kein Zuckerwasser mehr, auch keine sog. „Zero“-Getränke mehr, sondern nur noch Mineralwasser. Das ist die einzige Umstellung, die ich überhaupt nur bieten kann in den letzten Tagen. Kann es sein, dass eine solche Umstellung (vorher waren es immerhin mindestens 1-2 Liter täglich) auf Wasser (in gleicher Menge) eine solche Müdigkeit bewirkt weil es sich z.b. auf den Stoffwechsel auswirkt?

So oder so: es war ein seltsamer Samstag… und eigentlich wollte ich in der Nacht auf Sonntag doch zur Autobahnbrücke und dort ein paar Langzeitbelichtungen testen… aber bei der Müdigkeit war das natürlich nicht drin… na gut, dann muss meine Foto-Seite eben noch etwas auf ihre nächsten Updates warten. Heute ist erstmal alle Arbeit angesagt, zu der ich gestern beim besten Willen nicht gekommen bin und für Morgen muss auch noch etwas vorbereiten.

Und… wer weiß… vielleicht bekomme ich heute Abend sogar noch einen besseren Blogeintrag hin… Themen hätte ich genug, doch die Muse fehlt. 🙂

Mexikanisch Essen…. oder war’s Spanisch?

Fajita Todo…. ist das eigentlich mexikanisch oder spanisch gegessen? Keine Ahnung ehrlich gesagt, jedenfalls war ich bisher in meinem Leben nur einmal mex/span Essen und dies war nun das zweite Mal. Die könnten aber auch wirklich mal eine Bedienungsanleitung zum Essen beilegen oder eine App zum Download anbieten, in der man nachlesen kann (am besten mit Video-Tutorial) wie man das, was man mit Müh‘ und Not gerade noch in möglichst leiser Aussprache bestellen konnte (um sich nicht hörbar bei den Tischnachbarn zu blamieren) vertilgen kann!

Ich meine, wenn sie schon eine deutschen Speisentitel anbieten und man wirklich genötigt ist Sachen wie „Chimichanga“ und „Quesadillas“ langsam wie ein Erstklässer an der Tafel abzulesen, könnte man doch wenigstens die Speisen durchnummerieren, so dass auch Nicht-Mexikanesen wie ich einfach cool: „Einmal die 23 und ’ne Sprite, bitte“ sagen können…

Gebracht wurden mit ein Mexikanischer Sombrero, der sich als Aufbewahrungskorb für Pfannenkuchen entpuppte. Eine Pfanne, gepaart mit einer Warnung „Vorsicht sehr heiß“ (was natürlich nicht verhinderte, dass ich mich dennoch daran verbrannte), sowas ähnliches wie einen Salatteller nur dass drei Dressings darauf in Schälchen waren und der Salat darum herum verteilt. Der Teller, von dem ich essen sollte, wurde leer gebracht und Besteck gab es natürlich auch noch.

Meine Begleitung, die natürlich fit ist in der spanischen Sprache und auch im spanischen Essen, hatte ihren Spaß mit mir. Sie war es dann auch, die mir erklärte dass man den Pfanneninhalt und den Salat auf den Pfannkuchen schmieren, ihn dann rollen und (gerne auch mit den Fingern) essen soll. Aha, so geht das!

Das hat bei mir aber nie so wirklich geklappt und ich hatte auch meine Probleme mit dem Fingeressen, immerhin haben die mir zur besseren Verwirrung ja auch besteckt zum Teller gelegt…  mit dem Zusammenrollen klappte es auch nicht, weil ich den nicht nur seitlich belegt hatte (so dass die andere Hälfte leer war und besser gerollt werden konnte), sondern den kompletten Pfannenkuchen (ja… das gibt’s ein Wort dafür, aber ich hab’s vergessen….) gut vollgehäuft hatte.. somit konnte bestenfalls geklappt, aber nicht gerollt werden. Naja, die ganze Pfanne hätte ich auch nie auf den paar Fladen verbrauchen können, die da beilagen, denn sonst wäre die Hälfte der Pfanne noch übrig geblieben.

Geschmeckt hat es jedenfalls – obwohl Mais (ich mag meine Maiskörner) dabei war – und ich hab es sogar mit meinem Weichei-Magen gut vertragen.

Das einzige, was mich an dem Abend geärgert hatte war, dass ich extra einen Tisch innen reserviert hatte. Der war allerdings belegt, weil sich Gäste einfach dort platziert haben ohne auf die Reservierungschilder zu achten und die Angestellten haben die dann einfach auch bedient… so wurden wir gebeten, draußen Platz zu nehmen (wir könnten ja nachher wieder umziehen) und das fand ich schon ein starkes Stück, denn ich finde diesen Spruch hätten sie den Gästen aufdrücken sollen, die an dem Tisch saßen, den wir zuvor telefonisch reserviert hatten…. ich meine … Hallo…. es steckt doch irgendwo ein Sinn im Wort „Reservierung“.

Aber meiner Begleitung zuliebe hab ich meinen Ärger, der immer dann etwas schneller entfacht wenn ich auf meine zwei Reizthemen (Inkompetenz und Unzuverlässigkeit) stoße, dann verdrängt und so mussten wir draußen im Freien sitzen. Normalerweise ist das kein Problem… beim Chinarestaurant am alten Kanal sitz ich zum Beispiel sehr gerne draußen… aber das Mexikanische Restaurant befindet sich mitten in der Innenstadt an einer kleinen Straße, wo an einem Samstagabend all die bedauernswerten Proleten mit lautem „BUMS BUMS BUMS“ und dröhnenden Motoren vorbeifahren müssen, die damit irgendwelche Defizite in der eigenen Selbstbetrachtung kompensieren müssen…. das hat mich schon geärgert und das nächste mal wird es dann eben ein anderes Restaurant sein, dem ich mein Geld vorbei bringe.

Meine Freundin jedenfalls hat sich köstlich amüsiert und ich hab nebenher auch noch ein paar interessante Fakten zur spanischen Sprache erfahren. Zum Glück hat auch das Wetter gute Laune gehabt, denn ich meinte doch noch am Freitagabend in der Tagesschau irgendwas von „unwetterartigen Schauern“ für Samstag gesehen zu haben?

*sterb!*

Meine Güte ist das hart…. nochmal warten….. *im Quadrat sterb*

Manche Dinge sind schon nicht mehr schön, sondern seltsam… z.B. stehen wir tatsächlich am gleich Tag morgens in aller Herrgottsfrühe auf um uns zu schreiben…. denken oft genau das gleiche, haben die gleichen (unsinnigen) Essgewohnheiten, den gleichen Humor, begeistern und gemeinsam für die gleichen Dinge und was weiß ich noch alles…. in der Häufung dieser Dinge ist das fast schon ein wenig unheimlich…. unheimlich schön! 🙂

Aber zu anderen Dingen, immerhin muss ich den Abend auch irgendwie hinter mich bringen und langsam geht mir auch die schmutzige Wäsche aus… danach wird es hart noch eine sinnvolle Beschäftigung zu finden… die Wohnung ist geputzt, der Abwasch gemacht, die Bäder glänzen beide, die Betten sind 1A, die Möbel sind entstaubt, der Kühlschrank herausgewischt und die Lebensmittelvorräte auf Haltbarkeit überprüft. Wenn ich jetzt noch die letzten zwei Tocknerladungen zusammengelegt habe, dann wird der Abend aber furchtbar lang….

Mal sehen, vielleicht kann mich mal wieder eine Runde WOW oder ein paar Runden „Day of Defeat“ ablenken… vor den TV will ich mich gar nicht setzen, das fesselt zu wenig und alle Filme, die ich hier habe, kenne ich ja (immerhin hab ich sie gekauft). Weggehen mag ich heute auch nicht, sonst bin ich morgen so kaputt…. außerdem kann ich das demnächst noch mehr als genug tun.

Naja, irgendwie werden wir auch diesen Abend wieder rumbekommen….