Results for category "Das Leben und ich"

„Geschichten die das Leben schrieb“ sagt man gerne… ich sage: „Geschichten die das Leben einem diktiert – ob’s einem passt oder nicht“

Bis dass der TÜV uns scheidet…

Ich zähle ja nun inzwischen schon nicht mehr zu den ganz jungen Autofahrern, sondern bin selbst auch schon seit Anfang der 90er mit verschiedenen Autos auf den Straßen unterwegs. Darunter waren zumeist Gebrauchtwagen, aber auch schon fabrikneue Anschaffungen. Wenn ich so zurückblicke, dann stellt sich mir kaum die Frage, was denn nun für mich besser und vernünftiger war.

Ich persönlich muss doch sagen, dass ich mich mit meinem Gebrauchten zur Zeit noch immer sehr wohl fühle. Allerdings habe ich auch großes Glück mit meinem Auto, denn abgesehen von Bremsen und einem Dom-Lager (wenn ich das hier richtig geschrieben habe) war trotz des Alters des Fahrzeugs (Erstzulassung 2001) bisher nichts daran zu reparieren. Es kann natürlich auch ganz anders laufen, wenn man sich auf Gebrauchte einlässt. Mir Schrecken erinnere ich mich dabei an zwei meiner drei Twingos, wovon der letzte so viele Wochen beim Gebrauchtwagen-Händler zur erfolglosen Reparatur stand, dass er ihn schließlich zurückgenommen hat.

Unbedingten Wert auf einen Neuwagen lege ich ohnehin nicht. Für mich muss ein Auto seinen Zweck erfüllen und ich sehe diesen Zweck weder in Sachen Design noch Status. Also ob mein (aktueller gebrauchter) Ford Ka nun eine Schramme mehr hat oder weniger, das interessiert mich überhaupt nicht, solange der TÜV kein Problem damit hat. Bei einem Neuwagen ist das natürlich anders… der sieht aus wie aus dem Ei gepellt und da ist jeder Kratzer und jeder kleine Lackschaden ein Thema (auch schon wegen des Restwerts beim Wiederverkauf). Das ist mir nervlich alles viel zu anstrengend.

Ich bleibe bei meinem kleinen Ford Ka, bis eines Tages eine Reparatur auf mich wartet, welche unter vernunftsmäßiger Kostenbetrachtung die Anschaffung eines anderen Gebrauchten nahelegt… und auf diese Weise bin ich bisher immer am besten gefahren.

Doch ich gebe zu, so manchem Auto trauere ich doch mehr hinterher als anderen. Allen Twingos weine ich keine Träne nach, aber mein kleiner Citroen, den ich leider in einer Autobahn-Stau-Karambolage mit mehreren Teilnehmern zerlegt habe…. der lag mir doch etwas am Herzen. Naja, vorbei ist eben vorbei… nicht immer scheidet der TÜV, sondern manchmal eben auch der Sicherheitsabstand. Für meinen aktuellen Wagen bin ich aber noch guter Hoffnung, dass er noch lange halten wird… am Sicherheitsabstand wird es definitiv nie mehr liegen. 😉

Wahnsinnige Neuigkeiten…

Es ist schon unglaublich, was alles ans Tageslicht kommt. Vermutlich haben wir all das, der massenhaften Ausspähung durch NSA & Co zu verdanken…. aber jetzt hat man doch tatsächlich den Verdacht, dass beim Fußball sich nicht alles nur um den Sport, sondern oftmals nur ums Geld dreht.

Wahnsinn!!! Da wäre ich niemals von alleine auf die Idee gekommen. Ich, als bekennender Fußballlaie und Fußballtum-Verweigerer, hätte mir das nie träumen lassen…

Naja, aber darüber soll sich bloß niemand von euch Fußballfanatikern da draußen ärgern… ihr finanziert den ganzen Scheiss nämlich. Jedes Mal wenn ihr irgendeinen Fan-Müll kauf, auf dem das Logo des Verbandes zu finden ist, geht ein Teil von diesem Geld in die Taschen der Leute, die sich schon gut genug von irgendwelchen russischen Muster-Demokraten und Wüstenscheichs schmieren lassen haben.

Wenigstens davon kann ich mich einigermaßen lossprechen… reicht ja schon, dass mit meinen Steuern die ganzen Polizeieinsätze und mit meinen Versicherungsbeiträgen die Schadenssummen bezahlt werden, mit denen man die Randaliererei (die für viele anscheinend zum Fußball dazu gehört) begleicht.

Natürlich mache ich mir nicht die Illusion, dass sich auch nur ein Furz daran ändern wird. Es werden ein paar Köpfe ausgetauscht und für die meisten Abgesägten wird sich die Sache wohl dennoch ziemlich gelohnt haben – wenn sie nicht gerade in den USA verurteilt und eingesperrt werden, denn dort ist man mit der Dauer von Haftstrafen bekanntermaßen wenig zimperlich.

Ich find es nur irgendwie schade, dass jetzt die Fußball-Events in Russland und in Katar kippen sollen.

Was Russland betrifft, so bin ich mir sicher, dass sich Wladimir alle vergeblichen Investitionen (ob nun für die Sportstätten oder für andere Zwecke) über die EU-Melkmaschine Gazprom wieder zurückholen wird. Rohstoffpreise sind variabel und die EU ist dank der (für ihn selbst) sehr weitsichtigen Politik des Herrn Bundeskanzlers a.D. Schröder davon mehr abhängig als es eigentlich notwendig gewesen wäre. Dass der sozialdemokratische Herr Bundeskanzler a.D. heute (als Aufsichtsratsvorsitzender einer Gazprom-Tochter) selbst auf der Gehaltsliste von Mütterchen Russland steht, ist sicher nicht mehr als purer Zufall.

Und was Katar angeht, so hätte ich dem deutschen Fußballvolk wirklich mal eine WM in Eis und Schnee gewünscht. Das würde zumindest im Öffentlichen Leben die unangenehmen Begleiterscheinungen des Massenwahnsinns und der Aller-Orten-Public-Besaufing extrem reduzieren. Bei Minus-Graden feiert nur noch der echte Fan.

Auf diese WM im Wüstensand hätte ich mich wirklich gefreut!

Man denke nur an die bisher nie dagewesenen volkswirtschaftlichen Zusatzchancen im Merchandising! Schneeschaufeln in Schwarz-Rot-Gold, Nikoläuse ohne Handglocke aber dafür mit Glitzer-Vuvuzela (im Erzgebirge aus echtem Elchhorn geschnitzt) und unter dem Weihnachtsbaum singt die Familie statt „Oh, du Fröhliche“ dann lieber ein „Schlaaaaand! Schlaaaand! Schlaaaand! Oleeee!!!“ bevor es dann ans Auspacken der vielen Geschenke (alle mit kleinem Fußballverbands-Logo) geht..

So Freunde, ich geh jetzt kotzen….

Lied der Tränen II

„Ja….. schon wieder die Fotografie“ werdet ihr jetzt denken, aber es ist leider wahr… ich komm einfach zu nix sonst mehr … und ich bin glücklich damit. Sorry.

Leider leidet auch dieser Blog darunter ein wenig. Neue Einträge bleiben aus.

Heute will ich damit wenigstens einen Eintrag nachholen, den ich schon lange schreiben will um meine begonnene Reihe „Lied der Tränen“ fortzusetzen.

Das sind Musikwerke, die einen dermaßen tiefen emotionalen Einfluss auf mich ausüben, dass ich regelmäßig Pipi in den Augen hab. Nun klar, sicher nicht wenn ich gerade auf der Autobahn unterwegs bin und der Song nebenher im Radio plärrt (obwohl dort solche Sachen meist nicht gespielt werden), sondern wenn ich Abends allein vor meinem PC sitze und dank Kopfhörer die Musik in guter Wucht in die Ohren pressen kann…. dann passiert das mal.

Nein, ich habe keine Probleme damit. Im Gegenteil. Tatsächlich betrachte ich es als Glück sich so rühren lassen zu können und bin den Meistern, also den Schöpfern dieser Werke und den aufführenden Musikern, unendlich dankbar für ihre Arbeit.

Leider ist der zweite Song, den ich hier nun offenbaren will, nicht unbedingt ein Song der besonders gut in den Blog eines doch noch einigermaßen schwarz angehauchten Goths passt… aber scheiss drauf. Es ist ein geniales Musikwerk und auch wenn ich die Botschaft darin in spiritueller bzw. insbesonderer kirchlicher Hinsicht nicht teile, so bleibt es dennoch geradezu eine göttliche Eingebung, wenn ein Mensch in der Lage ist so ein Werk zu komponieren. Dieser Wechsel der Stimmen, die Zusammenarbeit und Wiederholungen….. ich würde gerne wissen wie der Komponist sich wohl gefühlt hat und in welcher Stimmung er gewesen sein muss, als ihm diese Melodien in den Sinn kamen!

Die Rede ist heute vom Meister Georg Friedrich Händel und seinem sehr bekannten „Halleluja“ Char aus dem bekannten „Messiah„.

Die eindeutig beste (mir bisher bekannte) Umsetzung dieses Werk gibts auf Youtube zu hören und wird vom Mormon Tabernacle Choir zur Darbietung gebracht. Was ich an dieser Einspielung besonders mag ist die relativ beschwingte Interpretation, die nicht so behäbig und schwerfällig ist, wie das insbesondere bei europäischen Chören oft zu hören ist. Außerdem finde ich die gut ausbalancierte Abstimmung der Stimmanteile untereinander und des Chors ingesamt zum Orchester hier wirklich gelungen. Das Video ist obendrein recht gut gemacht (insb. die verschiedenen Schnitte auf die unterschiedlichen Einzelpersonen im Chor mag ich, weil es so ein Alle-Gemeinsam-Für-Eine-Sache-Gefühl macht).

Natürlich bin ich mir bewusst, dass die meisten unter euch wohl kein Interesse an solcher Musik und insbesondere an diesem Werk haben. Einen extrem breiten Musikgeschmack (von Industrial über House, Folk, Rock, Mittelalter, Elektro, Minimal, Dubstep bis Klassik uvm) habe ich glücklicherweise von meinem Vater geerbt, der mir (als ich noch ein Kind war) vorlebte, dass man Sitar-Musik von Ravi Shankar ebenso geil finden kann wie „The Who“ oder „Kraftwerk“…. nun müsst ihr eben damit leben 🙂

So, genug der Vorrede, ihr sollt auch was zu hören bekommen…. und wenn ich euch wenigstens ein wenig neugierig gemacht habe, dann wars die Schreibarbeit schon wert. 🙂