Lied der Tränen II

„Ja….. schon wieder die Fotografie“ werdet ihr jetzt denken, aber es ist leider wahr… ich komm einfach zu nix sonst mehr … und ich bin glücklich damit. Sorry.

Leider leidet auch dieser Blog darunter ein wenig. Neue Einträge bleiben aus.

Heute will ich damit wenigstens einen Eintrag nachholen, den ich schon lange schreiben will um meine begonnene Reihe „Lied der Tränen“ fortzusetzen.

Das sind Musikwerke, die einen dermaßen tiefen emotionalen Einfluss auf mich ausüben, dass ich regelmäßig Pipi in den Augen hab. Nun klar, sicher nicht wenn ich gerade auf der Autobahn unterwegs bin und der Song nebenher im Radio plärrt (obwohl dort solche Sachen meist nicht gespielt werden), sondern wenn ich Abends allein vor meinem PC sitze und dank Kopfhörer die Musik in guter Wucht in die Ohren pressen kann…. dann passiert das mal.

Nein, ich habe keine Probleme damit. Im Gegenteil. Tatsächlich betrachte ich es als Glück sich so rühren lassen zu können und bin den Meistern, also den Schöpfern dieser Werke und den aufführenden Musikern, unendlich dankbar für ihre Arbeit.

Leider ist der zweite Song, den ich hier nun offenbaren will, nicht unbedingt ein Song der besonders gut in den Blog eines doch noch einigermaßen schwarz angehauchten Goths passt… aber scheiss drauf. Es ist ein geniales Musikwerk und auch wenn ich die Botschaft darin in spiritueller bzw. insbesonderer kirchlicher Hinsicht nicht teile, so bleibt es dennoch geradezu eine göttliche Eingebung, wenn ein Mensch in der Lage ist so ein Werk zu komponieren. Dieser Wechsel der Stimmen, die Zusammenarbeit und Wiederholungen….. ich würde gerne wissen wie der Komponist sich wohl gefühlt hat und in welcher Stimmung er gewesen sein muss, als ihm diese Melodien in den Sinn kamen!

Die Rede ist heute vom Meister Georg Friedrich Händel und seinem sehr bekannten „Halleluja“ Char aus dem bekannten „Messiah„.

Die eindeutig beste (mir bisher bekannte) Umsetzung dieses Werk gibts auf Youtube zu hören und wird vom Mormon Tabernacle Choir zur Darbietung gebracht. Was ich an dieser Einspielung besonders mag ist die relativ beschwingte Interpretation, die nicht so behäbig und schwerfällig ist, wie das insbesondere bei europäischen Chören oft zu hören ist. Außerdem finde ich die gut ausbalancierte Abstimmung der Stimmanteile untereinander und des Chors ingesamt zum Orchester hier wirklich gelungen. Das Video ist obendrein recht gut gemacht (insb. die verschiedenen Schnitte auf die unterschiedlichen Einzelpersonen im Chor mag ich, weil es so ein Alle-Gemeinsam-Für-Eine-Sache-Gefühl macht).

Natürlich bin ich mir bewusst, dass die meisten unter euch wohl kein Interesse an solcher Musik und insbesondere an diesem Werk haben. Einen extrem breiten Musikgeschmack (von Industrial über House, Folk, Rock, Mittelalter, Elektro, Minimal, Dubstep bis Klassik uvm) habe ich glücklicherweise von meinem Vater geerbt, der mir (als ich noch ein Kind war) vorlebte, dass man Sitar-Musik von Ravi Shankar ebenso geil finden kann wie „The Who“ oder „Kraftwerk“…. nun müsst ihr eben damit leben :)

So, genug der Vorrede, ihr sollt auch was zu hören bekommen…. und wenn ich euch wenigstens ein wenig neugierig gemacht habe, dann wars die Schreibarbeit schon wert. :)


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