Monthly archives "August 2014"

Aus zwei mach drei

Das Schrecklichste an einem zweiten Urlaubstag ist eigentlich, wenn man sich über die Erkenntnis entsetzt, dass man sich verzählt hat und es in Wahrheit schon der dritte Urlaubstag ist. Genau so erging es mir nämlich gestern…

Ich Depp war davon ausgegangen dass Dienstag wäre. Dies hatte aber auch seinen Grund. Meine Eltern habe ich am Tag vor (also am Montag) zum Bahnhof gebracht und da war am Vormittag so wenig los, dass es sich wie ein Sonntag „anfühlte“. Noch dazu war meine Freundin dabei sich von ihrer kurzen Erkältung auszukurieren und ging demzufolge am Montag nicht zur Arbeit.

Als sie dann am Dienstag zur Arbeit ging und meine Eltern weg waren und ich zum ERSTEN Mal im Urlaub tagsüber wirklich allein war, da war ich einfach schon so gewaltig auf „Montag“ gepolt, dass es sich bis gestern fortsetzte.

Scheisse… und jetzt ist schon Donnerstag. Na, wenigstens habe ich die Sendung gestern nicht verpasst und war rechtzeitig auf dem Stream um meine Musik ins Internet zu blasen… aber ich glaube, man hörte es schon aus den Moderationen gut heraus, dass ich etwas frustriert darüber war, gefühltermaßen einen ganzen Urlaubstag verloren zu haben.

Normalerweise mache ich immer nur eine Woche Urlaub. Mir ist es lieber mehrere einzelne Wochen über das Jahr verteilt zu haben, als einen mehrere Wochen langen Monsterurlaub nur ein- oder zweimal im Jahr. Dieses Mal wäre ich aber durchaus dafür eine weitere Woche ranzuhängen, denn die könnte ich innerlich gut gebrauchen… irgendwie bin ich noch gar nicht zum erholen gekommen. 🙂

Ich hätte gute Lust noch eine Woche nachzulegen, aber das geht natürlich nicht eben so.

Jetzt gleich muss ich auch wieder weg und heute Mittag ist noch ein Foto-Termin… übrigens der erste der (voraussichtlich) in dieser Woche klappt. Mein Termin vom Dienstag hat sich zwar gemeldet und nochmal ihre zeitliche Flexibilität besonders erwähnt, jedoch auf einen zweiten Terminvorschlag (dessen Zeitpunkt inzwischen auch schon verstrichen ist) noch nicht einmal geantwortet. Hmmm… sei es drum, dann eben nicht.

Mein Hobby heißt „Fotografieren“ und nicht „Hinterherlaufen“.

Morgen gehts dann aller Voraussicht mal nach Dortmund… ich bin schon einmal gespannt, was mich dort erwartet. Bei der Gelegenheit werde ich mir dann noch eine Foto-Location anschauen, die ein Bekannter von mir (der sehr tolle Fotos macht) gelegentlich nutzt. Am Samstag ist noch noch ein mittelalterliches Shooting, das auch recht unterhaltsam werden dürfte und außerdem ist auch noch eine Katzenmesse hier in der Nähe.

Da des Nachbars Katze vor einigen Tagen gestorben zu sein scheint (im Blog habe ich schon Fotos der Katze gezeigt), habe ich derzeit einen leichten Abmangel in Sachen Katzenkuscheltätigkeiten. 🙂

Für heute kann ich vermelden:

Donnerstag, 21.08.2014, 08:20 Uhr…. Küche bereits komplett erledigt, beim Bäcker gewesen, Waschmaschine läuft, Supermarkt einkäufe komplett erledigt

und wenn ich gleich gefrühstückt habe, dann gehe ich auf DUNKLES LEBEN los, denn dort will ich heute noch was umbauen.

 

Urlaub, Tag 1

Ätzend.

NATÜRLICH bin ich schon vor 06:00 Uhr aufgewacht. Klar. Logisch. Immerhin habe ich URLAUB…. mein Kopf weiß das. Und deswegen holt der mich auch vor 06:00 Uhr aus meinen Träumen.

Dabei träumte ich so nett davon ganz viele junge und flauschige Kätzchen zu streicheln.

Aber das interessiert meinen Kopf nicht… irgendwann MIITEN IN DER NACHT macht es einfach „PLOPP!“ im Hirn… aufgewacht und schon geht die Kopfkirmes los: „Hallo Olli, hier ist dein Kopf! Wir fahren jetzt Gedankenachterbahn! Was machst Du heute?! Mir gehts ja so gut! Ich bin gar nicht müde! Schlaf, sowas brauch ich nicht! Hallo, Olli, Du brauchst dich gar nicht umdrehen – ich hör‘ nicht auf! Was unternehmen wir heute? HEUTE IST SHOOOOOOTING! Aufstehen! Deine Ausrüstung ist noch gar nicht gepackt! Da liegen bestimmt noch irgendwo Akkus, die nicht geladen sind! Hast Du schon in die Wetter-Vorhersage geschaut?!?! Musst Du machen! Jetzt! Sofort! Die Location musst Du auch noch vorher besuchen! Bist Du sicher, dass da nicht ausgerechnet heute eine Baumaßnahme stattfindet! Du kannst auf keinen Fall weiterschlafen! Aufs Klo solltest Du auch mal! Ist doch total langweilig im Bett! Schon deine Webseiten gechecked? Vielleicht hast Du wichtige Email! Dooooch! Ganz bestimmt! Musst Du gleich schauen! Vielleicht ist auch dein PC schon wieder kaputt. Weißt doch, Microsoft und so! Da würd‘ ich an deiner Stelle aber lieber sofort schauen! Die Küche musst Du auch noch machen! Der Notebook läuft auch schon seit gestern Abend durch. Den könntest Du mal dringend abschalten. Hast Du das Quest-Problem in Skyrim schon gelöst?! Ist der Upload von Biancas Bildern auch in Ordnung?! (….)“

Konsequenz: Aufstehen – sonst ist eh keine Ruhe im Kopf.

Man möchte ihn manchmal einfach nur abschlagen. Doch das Problem dabei ist, dass das Leben mit einem abgetrennten Kopf einfach deutlich weniger Lebensqualität bietet – ganz abgesehen davon, dass es meist nicht mehr besonders lange dauert.

Nach Erledigung der Dinge, bei denen der Kopf nicht so ganz Unrecht hatte, saß ich dann schon gegen 06:00 Uhr am PC und hab erstmal PNs und EMails beantwortet…. und das am ersten Urlaubstag. Nervig. Echt richtig nervig. Und zeiteinteilungstechnisch so absolut sinnfrei.

Als keine EMails mehr zu beantworten oder zu schreiben waren (abgesehen von denen, die ich weiterhin auf die lange Bank schiebe, weil ich nicht in Stimmung bin sie zu schreiben), war nichts mehr zu tun. Zwar gibt es noch dies und jenes in Facebook & Co. zu schreiben, doch melde ich mich dort nur dann in den frühen Morgenstunden, wenn ich schon einmal ein „Online“ Signal von den Empfänger gesehen habe. Ich möchte nämlich nicht verantwortlich dafür sein, dass eine automatisch abgeholte Nachricht mit dem Eingangssignal irgendwelche friedlich schlafenden Menschen aus ihren Träumen holt.

Um ziemlich genau 09:00 Uhr habe ich dann das heutige Shooting noch einmal definitiv gemacht und letzte Absprachen getroffen. Gegen 15:00 Uhr sollten wir uns dann treffen und zum Shooting fahren.

Nachdem meine Freundin aus dem Haus war und ich weiterhin nicht bei meinem Skyrim-Quest-Problem vorangekommen war, habe ich mich auf andere Quests konzentriert und die lauteten:

  • Fotoausrüstung für Outdoor-Einsatz zusammenpacken (gestern war ja Studio-Shooting angesagt, daher war alles ausgepackt und aufgebaut)
  • Küche auf Vordermann bringen
  • Wäsche machen
  • Wohnung aufräumen

Um sicher zu sein, dass das Shooting auch gut über die Bühne geht, war ich auch kurz vor Ort an der Location um mich selbst davon zu überzeugen, dass alles passt. Den Rest des Vormittages habe ich dann mit mehr oder minder sinnlosen PC-Arbeiten und Internet-Zeugs verbracht.

Dann, gegen 12:30 Uhr (also ca. 2,5 Stunden vor dem Treffen zum Shooting) kam natürlich die Absage. „Natürlich“ weil ich das schon am Vormittag irgendwie ahnte und auch schon meiner Freundin prophezeit hatte. Irgendwie hat man langsam ein Gespür dafür…. und zwar für beide Fälle. Es gibt Termine und Personen, bei denen ich mir einfach 100% sicher bin, dass es klappt… und eben auch für Vorkommnisse wie heute habe ich schon so meine Antennen.

Grund der Absage war dass sich eben eine Firma telefonisch gemeldet habe, bei der eine Bewerbung für einen Nebenjob vorläge und die die Firma noch heute zum Bewerbungsgespräch vorgeladen habe. Hmmm…. die haben also kurz vor 12 Uhr angerufen und wollen quasi sofort (na gut, ein paar Stunden Zeit sind schon noch dazwischen) ein Vorstellungsgespräch…. DAS nenne ich mal kurzfristig.

Naja, egal… sei es drum. War die Vorbereitungsarbeit für heute eben mal wieder völlig für die Katz… Unnötig zu sagen, dass auch in der Zeit, in der wir hier Shooten wollten, das Wetter echt brauchbar war. Kein Regen und sogar recht hell trotz grauer Wolken.

Um den Frust loszuwerden (damit ist vor allem der Frust gemeint, der mich dennoch trifft, obwohl ich es schon habe kommen sehen) hab ich dann den Rest des Tages einfach sinnlos rumgezockt. Eigentlich sollte ich noch einkaufen gehen, nochmal eine Waschmaschine machen, mal dringend meiner Steuer auf Vordermann bringen oder wenigstens die Unterlagen dazu ordnen usw…. aber davon wollte ich jetzt einfach nichts mehr wissen. Wenn ich Frust schiebe, dann ist einfach an gar nichts Produktives mehr zu denken.

In den nächsten Minuten kommt vermutlich meine Freundin nach Hause. Dann versuche ich etwas weniger urlaubs- und fotografiegefrustet zu sein….

Ums Einkaufen komme ich heute eh nicht herum, denn auf dem Wunschzettel stehen auch Dinge, die meine Freundin braucht… also werde ich mich dann wohl nachher selbst an den Haaren aus der Wohnung ziehen, so dass der Tag heute wenigstens noch eine sinnvolle Beschäftigung von mir erlebt hat.

Ich will die 100!

OK OK OK, jetzt hab ich eben auch mitgemacht und zwar fast sprichtwörtlich in der letzten Sekunde… ich habe an der Verlosung der Bahncard100 (dieser Blog berichtete vor einigen Tagen darüber) teilgenommen.

Aber die Wahrheit ist eben auch: ich hab noch nie was „Richtiges“ gewonnen. Ernsthaft. Echt wahr. Dabei scheißt das Glück um mich herum so große Haufen, dass es fast zum Himmel stinkt… nehmen wir mal meine Freundin zum Beispiel.

Am Wochenende waren meine Eltern hier und dabei haben wir auch an einem Abend mal kurz ein Würfelspiel gespielt, das wir in der Familie schlicht „Zehntausend“ nennen. Die einzige Möglichkeit dieses Spiel sofort und ohne weitere Umstände als Gewinner klarzumachen (und nicht langsam pro Runde Punkte zu sammeln, bis man die 10.000 erreicht hat) ist, mit einem einzigen Wurf der sechs Würfel die Augenkombination 1-2-3-4-5-6 (also eine „Straße“) zu würfeln….

… meine Freundin nimmt zum ersten Mal den Becher, während wir damit beginnen ihr das Spiel zu erklären…

… und ratet mal was sie mit dem ALLERERSTEN Wurf würfelt?

Genau!!!

Ich hab mir sofort gedacht: „Gleich am Montag schnapp ich mir mal das Mädel und lass sie einen Lotto-Schein für mich ausfüllen„… aber dann würde ich meinem Motto untreu werden, dass Lotto Steuern für Menschen sind, die in der Schule immer schlecht in Mathe waren.

Eine andere Freundin wählt versehentlich die falsche Nummer, weil sie irrtümlich die Wahlwiederholung auf dem Handy ihres Mannes wählt und gewinnt einen Sportwagen… einen ECHTEN Sportwagen. Was soll man dazu denn noch sagen?

Selbst an meinem Frühstückstisch (auf dem ich, wenn ich Besuch habe, beim Frühstück als kleine Aufmerksamkeit immer ein Rubbellos auf jeden Teller lege) hat schon einmal ein Mädel, das bei mir über das Wochenende zu Gast war, mehrere hundert Euro gewonnen. Wohlgemerkt: ich selbst habe das Los gekauft, es bestand dann am Frühstückstisch einfach nur noch die 50:50 Chance auf welchen Teller ich welches Los lege… ARGH!!!!!

Ich gewinne nie was.

Jetzt wird es einfach mal Zeit für die Bahncard100.

SCHICKSAL, BEWEG GEFÄLLIGST DEINEN FETTEN ARSCH!

Ich hatte mal eine Bahncard100, als ich noch dauernd von Süddeutschland nach NRW gependelt bin. Das ist eine feine Sache… einfach in fast jeden X-Beliebigen Zug einsteigen und hinfahren wohin man will – man muss nicht einmal Fahrkarten kaufen. Sehr angenehme Sache, aber leider auch sehr sehr teuer…. viel zu teuer für einen privaten Spaß, sofern man es nicht aus beruflichen Gründen benötigt.

Ich hätte die Möglichkeit damals noch etwas mehr ausnutzen sollen hinzufahren, wohin ich will. Gut, damals habe ich noch nicht fotografiert. Heute wäre allein schon die Fotografie Grund genug oft auf Ein-Tages-Trips zu gehen… oder wenigstens ab und zu. Ach, das wäre eine feine Sache….

Aber da hilft auch alles Träumen nichts…. denn, etwas „Richtiges“ gewinne ich nie. 🙂