Monthly archives "August 2014"

Gewitterflucht und Blendenzahlen

Den heutigen Sonntag haben wir für eine kleine Exkursion in den Maxipark genutzt, da es notwendig ist, dass meine Freundin noch ein wenig mehr mit fotografischen Grundbegriffen vertrauter wird. Immerhin macht sie derzeit ein Praktikum in dieser Branche, da schadet es also nichts… auch wenn die Begeisterung bei ihr speziell heute vielleicht nicht sooo übermäßig war, so weiß sie doch, dass es eben notwendig ist und dementsprechend gibt sie sich auch Mühe.

Kampf mit der Technik

Kampf mit der Technik

„Zum Glück“ oder „Leider“ mussten wir die Exkursion dann aber früher als geplant wieder abbrechen, denn wir flohen dann vor einem nahenden Gewitter nach Hause und waren fast auf die Sekunde pünktlich vor dem großen Niederschlag (der allerdings nicht lange anhielt) zuhause.

Dennoch haben wir noch einiges an Tiefe im Thema behandeln können und wenn wir das jetzt noch ein paar Mal machen (Lörningbaiduing), dann sitzt das schon… ist eben alles Übungssache und wenn man Dinge zwar hört, sie aber selbst zu wenig praktisch anwendet, dann bleiben sie eben auch nicht im Kopf. Daher gehen wir das Thema jetzt in der nächsten Zeit so oft als möglich an.

Hier sind einige Ergebnisse von heute:

Erinnert meine Freundin an Silent Hill, meint sie

Erinnert meine Freundin an Silent Hill, meint sie

Vorne Scharf

Vorne Scharf

Hinten scharf

Hinten scharf

Hier platzieren wir unseren Teddy nächstes Mal

Hier platzieren wir unseren Teddy nächstes Mal

Jetzt scheint zwar schon wieder die Sonne, aber meine Freundin hat sich schon unter eine Decke verkrümelt und da kommt sie jetzt eigentlich nur noch wegen zweier Gründe hervorgekrochen…

1. wenn das Haus brennt oder

2. wenn es von der Küche her nach frischen gebratenen Schinkennudeln riecht.

Ich glaube, ich werde jetzt gleich mal Zustand Nummer Zwei herstellen… 🙂

Wie aus einer (guten) Idee Idiotie wird…

Gestern habe ich ein Gespräch zwischen zwei Typen an der Tankstelle gehört… da die direkt an meiner Tanke auf der Gegenseite parkten, ging das auch gar nicht anders. Inhalt des Gespräches war die Ice Bucket Challenge (Erklärung hier auf Wikipedia), die zur Zeit auch auf den Facebook-Accounts meiner Kollegen um sich greift.

Der eine Typ machte sich doch allen Ernstes traurige Gedanken darüber, dass ihn bisher noch niemand aus seiner Firma oder seinen Vereinen nominiert hat… und als ich offensichtlich zu sehr darüber gegrinst habe (und weil ich ihnen schon kurz zuvor eine Auskunft bezüglich seiner Frage nach dem nächsten Burger King gegeben hatte), fragte er mich, ob ich denn schon nominiert worden sei.

Ich meinte zu ihm, dass es darauf doch nicht ankommen würde, denn Eis gibt auch hier an der Tankstelle legal zu kaufen und da die Dame an der Kasse sicher keinen Verwendungsnachweis vorgelegt haben will, kann er damit doch tun und lassen was er will und sich damit jedes beliebige Körperteil zuhause überschütten. Außerdem stünde es ihm ebenfalls frei auch noch in trockener Oberbekleidung zur Bank zu gehen und eine Spende per Überweisung zu tätigen.

Seine Reaktion: „Hä, was für eine Spende?“

Mich wundert eigentlich nur noch, dass ich mich in solchen Situationen noch immer wundere.

Mit meinen schon nicht mehr so ganz wenigen Lebensjahren müsste ich doch langsam kapieren wie das mit der Menschheit läuft… es gibt doch nichts und niemand und ohnehin auch kein Thema, das man nicht noch weiter runterziehen und abflachen kann… das gilt nicht nur fürs Privatfernsehen (das man gerne dafür verantwortlich macht), sondern eben auch für die Köpfe der Menschen.

Obwohl… hier wäre die Frage interessant: sind die Menschen so geworden, weil sie zu lange RTL geschaut haben oder ist RTL so, weil sie so viele derartige Zuschauer haben?

Nun ja.. jedenfalls musste ich erkennen, dass es wohl inzwischen schon völlig in Vergessenheit geraten ist, dass die Aktion eigentlich eine Spendenaktion ist. Man schüttet sich eigentlich NUR DANN einen Kübel Eis übers Hirn, wenn man nicht bereit war zu spenden. Natürlich gibt es auch viele, die das mit dem Eis dennoch tun, obwohl sie gespendet haben… einfach der „Gaudi“ wegen… das Problem ist nur, dass alles, was davon jetzt bei vielen hängengeblieben zu sein scheint, eben nur noch die „Gaudi“ an sich ist und sich keiner mehr fragt WARUM man den Unsinn eigentlich macht.

Wer nicht von anderen aufgefordert wird, sich öffentlich und ohne Hintersinn mit einem Kübel Eis vor einer Handykamera filmtechnisch zu prostituieren, der ist nicht mehr angesagt heute…. der muss sich wirklich Gedanken machen… der ist ein Ausgestoßener…. verdammt und ignoriert von allen hippen Menschen unserer Gesellschaft.

Ist das nicht schlimm?

Heute reicht es nicht mehr ein schickes Smartphone in weiß mit der neuesten Gerätenummer zu haben… heute MUSS man nominiert sein… ich frage mich, was diese Leute ihren Kindern mal erzählen, wenn die sich in 20 Jahren noch immer anschauen können, was ihre Eltern damals gemacht haben.

Vielleicht sollten wir mal eine „SPRING VOM HOCHHAUS CHALLENGE“ ins Leben rufen, dann würden sich die hirnlosen Exemplare in unserer Gesellschaft ganz von selbst entsorgen… aber vielleicht ist dieser Ansatz auch zu radikal.

Die eindeutig beste Art mit der Ice Bucket Challenge umzugehen habe ich übrigens bei Patrick Stewart gesehen… auch wenn ich ihn in meiner Eigenschaft als Classic Trekkie echt nicht mag, finde ich seinen Ansatz wirklich klasse: HIER das Video. 🙂

Verflixte Serienbildfunktion

Wie jedes Jahr, so war ich auch in diesem Jahr wieder geheißen die Kollegen und den Kollegen des Kunden beim Hammer Firmenlauf der AOK zu fotografieren. Da rennen circa 5.300 Leute an einem vorbei und eigentlich muss man nur darauf achten, dass man in der Menge die richtigen Trikots erspäht um dann auf den Auslöser zu drücken. Also eigentlich nicht besonders anspruchsvolle Fotografie.

Dieses Jahr hab ich mich neben einer Gruppe junger Motivations-Mädels aufgebaut, deren Trainerin mit netterweise erlaubt hat, dies in das Bild einzubauen (natürlich aber schon aus meiner Intention heraus so, dass die Mädels nicht zu erkennen sind – immerhin leben wir in Deutschland, wo es Regelungen gibt, die zu beachten sind).

AOK Lauf Hamm 2014

AOK Lauf Hamm 2014

Dementsprechend seht ihr hier auch nur eine verschwommene Teilaufnahme, denn eigentlich ging es dabei ja immer um diese Glitterdinger, welche die Mädels durch die Gegend wirbelten.

Schön verlockend ist es, die Serienbildfunktion der Kamera zu verwenden… da verpasst man nichts, denkt man…. und wenn man dann nach Hause kommt sieht man…

Das Ergebnis der Serienbildfunktion

Das Ergebnis der Serienbildfunktion

… und man denkt: „WHAT THE FUCK?“ wer soll sich denn das jetzt noch alles durchschauen???

Natürlich wollen die Kollegen am nächsten Tag schon ihre Fotos sehen…

Nächstes Jahr mach ich wieder Einzelbild…. UND wieder manuell. Ich hab dieses Jahr mal teilweise die Automatik versucht… kann man vergessen.

Komischerweise tun mir heute auch die Füße weh… dabei bin ich gar nicht mitgelaufen, ich hab nur zugeschaut… 😀