Monthly archives "März 2014"

Schluss machen

Erst mal das Wichtigste: Schatz, mach dir ob dieses Titel keine Sorgen. 🙂 Alles super! 🙂 *kiss*

Aber ich bin dieser Tage auf einen längst von mir vergessenen aber wirklich genialen Lieblingsfilm gestoßen.

Der Dank hierfür gebührt dem neuen Streaming-Dienst von Amazon.de der mir als Prime-Kunden jetzt Spielfilme und Serien (wie die bereits etablierten offiziellen Stream-Anbieter) als Stream anbieten. Dabei habe ich in den letzten Tagen mal die Gelegenheit genutzt, die Liste möglich weit durchzuschauen …

… und siehe da, da war er: „High Fidelity“ (Trailer auf Youtube)

Eigentlich mag ich John Cusack nicht… selbst in 2012 akzeptiere ich ihn nur deshalb, weil man als Ausgleich dafür auch sehen kann, wie die ganze Welt an Arsch geht.

Der Film handelt von den verkorksten Beziehungsgeschichten eines Kerls, die er zunächst nur aus seiner eigenen Perspektive betrachtet und dann doch noch zu einer Art von Selbsterkenntnis kommt. Eine (wohl aber nicht nur für Männer) sehr typische Haltung, die sich leider aber nicht immer automatisch wie im Film wendet.

Der zweite Aspekt an diesem Film ist, dass er sehr viel (Stimmungen, Lebensphasen, Beziehungen) in Musiktitel (gespielt oder genannt, denn John Cusack spielt einen Plattenladeninhaber) assoziiert werden.

Außerdem (aber das ist nur eine nette Nebensache) neigt John Cusack auch dazu alles in Top-Listen einzuordnen… das tu ich auch, wenn ich auch bisher noch nie dazu öffentlich etwas gesagt habe. Das hat vor allem den Grund, weil ich mir nicht sicher bin, ob diese Listen sich nicht je nach eigenem Befinden auch mal ändern könnten.

Alle beide letzten Absätze treffen voll auf mich, mein Leben und wie ich es empfinde zu…. einzig, die übersteigerte Selbstgerechtigkeit in Sachen Beziehungen (ich such die Fehler gern bei mir) und die Eifersucht (ist quasi nicht existent) des John Cusack ist gar nicht mein Ding… aber dazu schreib ich vielleicht extra mal was. Doch ich denke viel über frühere Beziehungen nach, vor allem darüber welche Veränderungen es für mein späteres Leben mit sich gebracht hat durch diese Brüche (obwohl so fast alle Beziehungen gütlich und in Frieden endeten und ich viel besser loslassen kann als John Cusack).

Aber John Cusack bekommt bei einem zweiten Blick auf seine Ex-Freundinnen einen durchaus anderen, realistischeren Blick auf die Frauen, die Qualität seiner Beziehungen, seine falschen Entscheidungen aber auch auf die negativen Dinge und Vorzeichen, die er in seinen Beziehungen und an seinen Exfreundinnen ausgeblendet hatte. Naja… immerhin versuche ich zu relektieren und auch, wenn mir nicht alles und immer gelingt, so denke ich doch mit gutem Gewissen sagen zu dürfen, dass ich aus früheren Dingen lerne und es auch schaffe vieles davon besser zu machen.

Nun… letztlich müsste dazu meine Freundin ein Bild abgeben… am realistischsten wäre dieses Urteil natürlich nachträglich, wenn es nicht mehr durch die rosa Liebesbrille gefärbt wäre… aber das hätte ich eigentlich gar nicht so gerne.

Die Einteilung meines Lebens in unterschiedlicher Betrachtungsweise in Musik ist mir auch wirklich dermaßen zueigen, dass ich meine Gefühls- und Stimmungsgeschichte wirklich anhand einer inzwischen doch recht langen Playlist wirklich sehr gut wiedergeben könnte.

Um eine Sache beneide ich John Cusack allerdings… er hat noch Gelegenheit gehabt sich mit seinen wichtigsten Exfreundinnen persönlich zu unterhalten. Das kann ich leider nicht von allen behaupten, was ich persönlich auch nach Jahren noch immer eine echt miese Sache finde… wenn nach Jahren des Zusammenseins trotz guter Trennung sowas nicht möglich ist. Das ist ziemlich schade.

Aber kommen wir zurück zum Film…

Wenn ich auch schon nicht mehr so ganz jung seid und vielleicht noch wisst, wie sich echte Schallplatten anfühlen und womöglich für eure(n) Liebste(n) auch mal ein Mix-Tape (ja, ich meine auf Kassette) gemacht habt… und euch dabei um die Songs, die Reihenfolge, den Wechsel der Stimmungen usw. Gedanken gemacht habt… dann seid ihr in diesem Film sicher richtig.

Ich liebe den Film….

… und eines habe ich daraus auch gelernt: die, die einen lieben, sollte man nicht dafür büßen lassen, wenn man mit seinem eigenen Leben nicht glücklich ist…. z.B. indem man sich zurückzieht.  Das war für mich ganz sicher eine ganz wichtige Lektion, die ich auch ganz klar auf diesen Film zurückverfolgen kann.

Filme, auch wenn es fiktive Geschichten sind, können auch etwas bewirken – und ist sowas nicht das beste Urteil, das man einem Film geben kann?

Die unheimliche Begegnung…

Eben beim Einkaufen in der Innenstadt sehe ich jemand, den ich zu kennen glaube…. eine Exfreundin, mit der ich vor ca. 2 Jahren zusammen war und die in der Gegend von Bremen wohnt… und jetzt seh ich sie hier in Hamm!?!?

„Was machst DU den hier?“ frag ich sie

„Bummeln“ sagt sie.

„Und dafür kommst Du extra hier her?????“ frage ich

„Ich wohn doch hier“ antwortet sie… 🙂

Da war mir klar, ok…. ich hab da wohl was verwechselt… aber die Götter sind meine Zeugen, eine dermaßen krasse Ähnlichkeit (bis hin zum Kleidungsstil) habe ich mein ganzen (inzwischen doch recht langes Leben) nicht gesehen…. das ist RICHTIG unheimlich, aber ganz im Ernst.

Ich dachte erst, es ist sie doch und sie veralbert mich und sah schon die ersten Probleme auf mich zukommen, was wohl meine Freundin davon denkt, wenn jetzt meine Exfreundin plötzlich auch in Hamm wohnt und aus welchem Grund wohl (dabei ist meine Exfreundin inzwischen verdientermaßen sehr glücklich vergeben)…

Aber sowas von Ähnlichkeit habe ich noch nicht erlebt.

Ich stand natürlich etwas dumm da… erst recht als ihr (ich vermute) Freund oder Partner aus dem Telefonladen kam um mit ihr weiterzugehen…. der hat schon etwas komisch geschaut, kann ich ihm auch nicht verdenken.

Gut, ich meine… ich hab schon zweimal hier in Hamm die gleiche Frau mit „Hallo, wie gehts“ begrüßt, weil ich meinte es wäre die Mutter meiner Hammer Exfreundin… das war schon peinlich genug (hoffentlich hat sie sich beim zweiten Mal nicht an das erste Mal erinnert)…. aber in dem Fall, hätte sie nichts gesprochen und ich es auch dann an der Stimme erkannt, hätte ich auf einige Meter Abstand Stein und Bein geschworen es wäre meine Exfreundin.

Ich werde ihr das bein nächster Gelegenheit mal erzählen. 🙂

Wirklich, wirklich unheimlich… diese Ähnlichkeit.

Shooting… Köln… Event… Hochzeit.

Au weia…

Eigentlich gibt es Shootings bzw. Engagements, die ich nicht annehme. Dazu gehören zum Beispiel Shootings mit Kindern und Tieren, aber auch sämtliche Arten von Event-Shootings, wie zum Beispiel Konzerte, Feiern, Begräbnisse (ja, auch darum wurde ich schon gebeten) und ganz besonders Hochzeiten.

Außerdem nehme ich normalerweise keine Aufträge entgegen, wenn die Location weiter entfernt ist. Der Grund hierfür ist, dass es meine eiserne Regel ist für ein Shooting oder allgemein für meine fotografischen Dienste kein Geld zu verlangen. Daher muss ich natürlich auch die Kosten im Auge behalten.

Aber wenn mich ein guter Freund (der mir selbst schon in den letzten Jahren oftmals EDV-technisch wirklich viel geholfen hat) fragt, ob ich eine Hochzeit von guten Freunden in Köln fotografieren könnte, dann wäre es auch falsch abzulehnen – finde ich zumindest.

Dennoch ergeben sich dabei 2-3 Problemchen, an die ich schon lange vorher gedacht und auch mit meinem Mentor einmal besprochen habe.

Hochzeitsfotografie ist etwas völlig anderes als „normale“ Fotografie. Man muss völlig andere Dinge beachten, an die man zuerst nicht denkt.

Es geht schon los mit der entsprechenden Hardware.

Es wäre fatal zu so einem Termin nur mit einer Ausrüstung anzureisen, denn wenn man ausgerechnet mitten im feierlichsten Moment merkt, dass die Kamera nicht mehr funktioniert oder das Objektiv einen Schaden genommen hat oder was weiß ich… dann kann man schlecht zum Standesbeamten und der versammelten Festgemeinde sagen: „Wartet mal ein oder zwei Stunden, bis ich mir kurz für Euro 1.000,- + X einen Ersatz im nächsten Elektronikfachmarkt gekauft habe und wieder zurück bin….„.

Ein Hochzeitsfotograf muss – zumindest verstehe so die Professionalität darin – mindestens mit einem redudanten Set anreisen, so dass er ohne Probleme auf eine andere Hardware ausweichen kann, damit kein Moment dieses wichtigsten aller Tage im Leben eines Paares verloren geht.

Da haben wir schon Punkt 1 der „Warum das der böööse Asmodeus nicht machen sollte“ – Liste.

Desweiteren sollte ein Hochzeitsfotograf über eine gewisse Erfahrung verfügen, denn im Gegensatz zu den Shootings, wie ich sie sonst habe, kann ich schlecht zu Standesbeamten sagen: „Hey! Du da mit der Urkunde! Stell dich mal weiter links und dreh dich mal ein wenig mit der Hüfte seitlich, damit sie nicht so breit wirkt“ oder „Der Trauzeuge könnte auch mal sein Kinn etwas vorstrecken, damit das Doppelkinn darunter verschwindet…“ … es ist schwer Menschen in spontanen Situationen gut abzubilden, denn je mehr man eigentlich nur nach guten Schnappschüssen jagt, umso mehr entfernt man sich meiner Meinung nach vom „Fotografen“ und gelangt immer mehr zum „Knipser“.

Das bereitet mir doch einige Magenschmerzen, muss ich ehrlich sagen…. aber bis August ist auch noch etwas Zeit. Ich werde wohl sicherheitshalber mal meinen Mentor konsultieren…. dennoch hab ich ziemlichen Bammel das irgendwie nicht so gut zu machen, dass ich zufrieden bin. Naja, aber so wirklich 100% war ich bisher eh nie zufrieden – irgendwas findet man immer, das nicht passt.

Dass die Hochzeit auf einem Rheindampfer stattfindet, was eigentlich auch noch für andere Platzverhältnisse sorgt als es bei einer Hochzeit auf der grünen Wiese wäre, ist bei all diesen Dingen schon fast ein nebensächlicher Gedanke…

Hmmm…. ich werde das noch etwas vor mir herwälzen… wie das immer so ist, wenn ich mich auf was Neues einlassen soll.