Monthly archives "Oktober 2013"

10 Dinge die der böööse Asmodeus direkt nach dem Aufstehen denkt

1. Wo bin ich?

2. Wieso muss man um diese Uhrzeit aufstehen?

3. Wieso hab ich niemand, der mir die Dusche vorwärmt?

4. Ist heute endlich Freitag?

5. Welcher Sandmann hat mit den miesen Traumfilm-Staub ins Auge geblasen?

6. Wie oft bin ich letzte Nacht wohl aufgewacht (zähle heute mehr als 5-6x)

7. Warum geh ich eigentlich nicht wieder ins Bett?

8. Wer würde mir dann mein Gehalt zahlen?`

9. Seit wieviel Minuten müsste ich eigentlich schon unter der Dusche sein?

10. Wieso fragt mich keiner, ob ich überhaupt Lust habe aufzustehen?

Maid Cafe in Deutschland

Mancher von euch weiß vielleicht, dass ich mich einigermaßen für Japan interessiere und dass ich (würde ich jemals im Lotto spielen und überhaupt zum ersten Mal in meinem Leben in einer Geldlotterie etwas gewinnen), gleich ab kommenden Montag mindestens 2 Monate unbezahlten Urlaub nehmen und quasi schon so gut wie im Flieger nach Japan wäre…

Doch bei aller Begeisterung für das Land der aufgehenden Sonne und alles, was diesen Mythos umgibt, muss ich sagen, dass die Kultur manchmal doch recht seltsame Blüten treibt…

Auch wenn es meiner Freundin zu verdanken ist, dass ich mich inzwischen doch auch für zumindest einige Animes interessiere, so bin ich dennoch noch nicht so richtig dahinter gekommen, was es mit den ominösen „Maid Cafes“ auf sich hat…. bzw. welche anderen (als die sicher schnell offensichtlich werdenden und recht eindeutigen) Motivationen vor allem Erwachsene Gäste dazu bringt in ein solches Cafe zu gehen.

Wer noch nicht weiß, wovon ich hier schreibe, der mag sich mit diesem Video (stellvertretend für viele andere Videos im Web) einen ersten Eindruck verschaffen:

 

 

Nun denn, als schüchterne Dienstmädchen verkleidete und oftmals unbeholfen kindlich herumhüpfende Mädchen servieren.

Aha…?

Vermutlich muss man selbst sowas wie ein Cosplayer (oder ähnliches sein) um das wirklich zu verstehen. Ich begreife es jedenfalls noch nicht so richtig, was nun daran so ungeheuer Kult ist. Und während ich mir so in der einen oder anderen Japan-Doku anschaue, wie dort über Maid Cafes berichtet wird (ich erinnere hier gerne an die wunderbare Doku-Reihe „Ich bin mal kurz… etwas länger in Japan„), dann weiß ich leider noch immer nicht, was der Sinn eines Maid Cafes ist.

Nun, ich weiß wozu man Cosplay macht und ich habe vollstes Verständnis dafür, dass sich Menschen als Cosplayer und Mittelalter verkleiden oder sich (wie im Fall meiner Freundin) im Modestil als Lolita kleiden… aber ein Cafe dafür… wozu?

Das weiß ich dann leider eben doch nicht.

Und wie ich so auf der Sinnsuche im Internet bin, finde ich in einem dieser Frage-Antwort-Portale doch wirklich eine Frage, ob es sich lohnen würde in Deutschland ein Maid Cafe zu eröffnen…

Stimmt. In Deutschland gibt es bisher sowas wohl noch nicht… zumindest hat dies meine Recherche ergeben.

Doch was wäre wohl, wenn jemand in der Bundesbedenkenrepublik Deutschland ein solches Cafe eröffnen wollte?

Auf das Echo in den Medien und in der Bevölkerung wäre ich sehr gespannt… denn es ist klar, dass die schon rein optische Darbietung genug Angriffsfläche für diverse Entrüstungsattacken bietet. Da nützt es wenig, dass man eigentlich auch zum Schutz solcher Maids einen Kodex hat wonach man eine Maid NATÜRLICH nicht anfassen darf und auch das Erfragen von privaten Informationen (Telefonnummer, Adresse) gilt als mindestens ebenso ungehörig wie in einem Maid Cafe zu fotografieren…. doch würde sich sowas in Deutschland, dem Land der Autobahngaffer, halten lassen?

Ich glaube nicht.

Schon als Fotograf habe ich genug Situationen erlebt, in denen so mancher geile alte Bock einfach unverschämt und ungefragt mit seiner privaten Kamera meine Models (z.B. Cybers) aufgenommen hat… und selbst wenn man die Personen dazu anspricht, interessiert es sie nicht. Wenn ich mir solche Geilen Gaffer vor einem Maid Cafe vorstelle… dann will ich gar nicht weiterdenken.

Von den natürlich sofort auf den Plan tretenden Hardcore-Feministinnen, die sich wieder über die Demontage des hart erkämpften neuen Frauenbildes Sorgen machen, will ich gar nicht erst reden.

Dann hätten wir (wahrscheinlich auch völlig zurecht) noch das Thema Jugendschutz, denn in Deutschland macht man sich (zum Glück) auch seine Gedanken, wohin eine so devot-unbeholfene und oftmals recht knapp bekleidete kindliche Darbietung in den Köpfen mancher Kerle führt… auch wenn jede anständige Maid (ebenso wie jede anständige sonstige Cosplayerin) keine solchen Motive verfolgt.

Ich bin mir daher sicher, dass ein Maid Cafe (wenn überhaupt irgendwie durchführbar) nur mit einer ordentlichen Security und einer ziemlich strengen Einlasskontrolle möglich wäre, denn ich glaube für unsere teutonischen Gefilde ist sowas doch eine Spur zu exotisch.

Wer daran zweifelt, der muss sich nur mal die lange Schlange der Kopf-Porno-Knipser auf den Laufwegen zum Wave Gotik Treffen anschauen…

Also, was auch immer der Sinn eines Maid Cafes sein mag – ich glaube, in Deutschland werden wir ihn weder finden noch ihm jemals gerecht werden.

Der Franzose

Au Backe, ich komm doch eh nicht so gut mit Männern zurecht und dann auch noch ein Franzose… na, das kann was werden 🙂

Bald habe ich Besuch, Freunde… naja – eigentlich nicht ich, sondern jemand anderes hier in meiner Stadt, aber da kann der Franzose nicht übernachten… und deshalb hat er mich via Couchsurfing gefragt, ob er bei mir fünf Nächte schlafen kann.

Das ist natürlich völlig legitim, immerhin habe ich doch mein Gästezimmer auch als Übernachtungsmöglichkeit in Couchsurfing angeboten… aber irgendwie nicht bedacht, dass sich daraufhin auch mal Kerle melden.

Nicht dass ich irgendwelches privates Interesse an rein weiblichen Couchsurfern hätte (sowas in der Community nicht üblich und würde auch gar nicht gut ankommen), aber ich komm privat mit Männern einfach nicht besonders gut aus und da das schon seit meiner Kindheit so ist, ist also schon genug Zeit vergangen um das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen zu können.

Ich hätte auch so schlau sein können und mein Couchsurfing-Profil auf den richtigen Stand bringen können….. aber darauf muss mich natürlich ausgerechnet meine Freundin (die nicht einmal bei Couchsurfing Mitglied ist) hinweisen, dass man im Couchsurfing angeben kann, ob man beiderlei oder nur ein bestimmtes Geschlecht als Übernachtungsgast aufnimmt… da wollte ich jetzt eine so freundliche Anfrage, wie Die aus Frankreich, auch nicht einfach mit typisch deutscher Kaltschnäuzigkeit ablehnen.

Mit den Franzosen darf ich es mir doch nicht verderben, denn eigentlich will ich seit 2-3 Jahren selber mal nach Frankreich via Couchsurfing um mir die Historischen Schlachtfelder anzuschauen. Ich hab inzwischen soviel darüber gelesen und gesehen, dass ich mir einfach selbst einen Eindruck machen will… und das am besten mit einem Orts- und Sprachkundigen und für sowas bietet sich Couchsurfing eben auch an (sofern der Host Zeit für sowas hat).

So hab ich eben zugesagt und bin gespannt was mich da erwartet.

Meine Freundin scheint damit gut klar zu kommen, obwohl sie dafür am Wochenende ihr Zimmer (das nannte ich früher „Gästezimmer“, bevor es Tradition wurde, dass sie jedes Wochenende dort einzieht) räumen muss. Ich bin ja schon froh, dass sie am Wochenende ebenfalls hier sein und ich somit Freitag bis Sonntag nicht allein sein werde. 🙂

Es werden jedenfalls ein paar interessante Tage werden, wobei mein Couchsurfer wohl nur den kleinsten Teil des Tages hier sein wird, da er ja eigentlich hier Verwandte besucht. Daher werden sich die Erwartungen an mich in meiner Funktion als Host wohl eher weniger auf eine freizeitgestalterische Funktion legen… zumal ich an den meisten Tagen tagsüber ohnehin auf der Arbeit bin, ist mir das auch ganz recht. Immerhin hätte ich gerade einmal am Wochenende Zeit mich wirklich tagesfüllend um meinen Gast zu kümmern.

Naja… dann einfach mal abwarten. Couchanfragen hier in meiner Stadt (die ungefähr so anziehend und interessant ist, wie der berühmte Sack Mehl, der umfällt) sind eben doch selten. Da sollte man vielleicht jede Chance für neue Gelegenheiten (Couchsurfing-Erfahrungen zu machen) nutzen. Aber trotz des leicht unsicheren Bauchgefühls weiß ich doch irgendwie tief in mir drinnen, dass ich nach den 5 Tagen wohl froh sein werde mich für eine Zusage entschieden zu haben.

Und zu all dem fällt mir auch ein passender Soundtrack ein… 🙂